CHRISTMAS BASH 2015: ACCEPT   EDGUY   HAMMERFALL   SODOM   TANKARD   HOLY MOSES   ALESTORM   KISSIN´ DYNAMITE  
11.12.2015 @ Eventhalle, Geiselwind

Tag 1: 11.12.2015

Das Jahr 2015 neigte sich dem Ende zu und Weihnachten stand bereits vor der Tür. Um das Ganze vernünftig abzuschließen gab es dieses Jahr das erste Mal das Christmas Bash in Geiselwind. Ein Festival im Winter, auf zwei Tage aufgebaut und das mit fettem Line-Up unter anderem mit: ACCEPT, EDGUY, HAMMERFALL und zwei der Big Teutonic Four. Eine kurzfristige Änderung gab es leider auch; so musste GAMA BOMB durch DIVERSITY ersetzt werden.

Das Festival fand auf der gleichen Fläche wie auch das Out And Loud statt. Direkt nach dem Eingang gab es einen kleinen, noch ausbaufähigen Wintermarkt. Man konnte Punsch trinken, eine Bratwurst genießen und sich danach bei einem Feuer wärmen. Das Ganze war weihnachtlich geschmückt um auch ohne Schneefall in Stimmung für das Christkind zu kommen.

Durch die späte Anreise meinerseits begann der erste Tag mit HOLY MOSES. Wie immer eine nette Show der deutschen Thrasher mit Frontfrau Sabina Hankel (ehemals Classen). Auch wenn man denkt, dass es um 19:00 Uhr schon sehr voll sein sollte, so verlief sich doch der Großteil der Leute auf dem riesigen Gelände. Nach sehr kurzen Umbauarbeiten (ca. 15 Minuten), ging es direkt weiter mit INSOMNIUM. Die Finnen kamen mit ihrem Melo-Death sehr gut an und lieferten eine krasse Show. Ab und an gab es kleine Probleme mit dem Sound, ansonsten verlief der Auftritt reibungslos. Bei der nächsten Band ARKONA wurde es langsam voll vor der Bühne und die russischen Folksmusiker konnten mit ihrer witzigen Art der Musik das Publikum richtig anheizen.





Next on Stage waren ALESTORM. Ohne viele Worte zu verlieren legten die Briten direkt mit „Walk The Plank“ los und das Publikum tobte. Wenn man sich etwas umsah, merkte man sofort, dass bei unseren deutschen Nachbaren die „truen“ Piraten sehr gut ankamen. Es wurde gehüpft, getanzt und es bildete sich sogar eine Polonaise. Es wurden natürlich alle Klassiker gespielt wie „Shipwrecked“ oder auch „Keelhauled“. Die Stimmung war top, aber leider der Auftritt der Jungs viel zu kurz. Zum Abschluss gab es dann noch die Party-Rausschmeißer „Captain Morgan’s Revenge“ und „Rum“ zu hören.






Setlist ALESTORM:

Walk The Plank
The Sunk’n Norweigian
Shipwrecked
Magnetic North
That Famous Ol’Spiced
Nancy The Tavern Wench
Keelhauled
Rumpelkombo
Drink
1741
Captain Morgan’s Revenge
Rum


Den Abschluss des ersten Abends machte Tobias Sammet und seine deutsche Power-Metal Band EDGUY. Wie gewohnt bekam man eine fette Bühnendeko und ebenso oppulenten Sound geboten. Das Opening machten die Deutschen mit „Love Tyger“. Auch wenn wir es bereits mit einem Headliner zu tun hatten, hätte der Besucherandrang gefühlsmäßig größer sein können. Wie vermutet, sollte sich das in den kommenden Tagen dann doch zum Glück noch bessern. Weiter ging es mit Songs wie „Ministry Of Saints“ und der Hitsingle „Superheroes“. In der Halbzeit gab es vom Herrn Bohnke ein fettes Schlagzeug-Solo zu hören. Sehr viel Bewegung war im Publikum nicht zu sehen, es wurde mehr genossen denn gefeiert, was vielleicht am überraschend hohen Altersschnitt lag. Um den Abend nochmal ordentlich ausklingen zu lassen gaben die Jungs nochmal eine Zugabe mit „Lavatory Love Machine“, „King Of Fools“ sowie gewohnt endlosen Gequassel von Tobi.






Setlist EDGUY:

Love Tyger
Sacrifice
Ministry Of Saints
Superheroes
Land Of The Miracle
Defenders Of The Crown
Vain Glory Opera
Drum Solo
Space Police
Save Me
Babylon
Tears Of A Mandrake
-
Lavatory Love Machine
King Of Fools


Wer nach EDGUY am ersten Tagen sich noch nicht satt gehört hat, hatte nun die Möglichkeit sich an die unbeschreiblich lange Bar zu gesellen und den Abend noch mit ein oder vielleicht doch ein paar mehr Bierchen ausklingen zu lassen. Im Großen und Ganzen wenn man über ein zwei Soundproblemchen hinweg sieht war es ein sehr gelungener Abend. Es wurde Stimmung gemacht und man hat jede Minute genossen.




Tag 2: 12.12.2015

Am Tag zwei angekommen haben wir das Festivalgelände etwas näher unter die Lupe genommen. Die Location konnte kaum besser gewählt sein, außerdem hatte man Auswahl an einigen Lokalen und Fastfood Ketten. Unter anderem gibt es keine fünf Minuten voneinander entfernt einen Burger King, McDonalds und auch einen KFC. Also für die hungrigen Metalheads sollte gesorgt sein!

Die erste Band des zweiten Tages die wir erlebten, waren die Schwaben von KISSIN‘ DYNAMITE. Die fünf Mann starke Glam-Metal Band konnte auch bei noch kleinerem Publikum richtig abrocken.

Wie anfangs schon erwähnt, waren zwei Bands der Teutonic 4 auf dem Christmas Bash vertreten und den Anfang machten die Jungs von TANKARD, die wie immer eine fette Show, die das Thrasher Herz höher schlagen lässt, lieferten. Sie spielten von Songs wie „Zombie Attack“ über „Rapid Fire“ bis hin zu „A Girl Called Cerveza“, welches natürlich nicht fehlen durfte. Man merkte sofort, dass sehr viele Thrash-begeisterte Fans hier waren, denn das Publikum hat sich wie aus dem Nichts im Vergleich zum ersten Tag verdoppelt. Als nächster waren FINNTROLL an der Reihe. Es gab ein paar kleine Soundprobleme, die sich durch Übersteuern und auch Quietschen bemerkbar machten. Ansonsten ein sehr solider Auftritt der finnischen Folk Metaller.





Die nächste Band, zugleich auch mein Highlight des gesamten Festivals, war SODOM. Man merkte direkt am Anfang, dass etwas mit dem Ton nicht stimmte, denn Onkel Tom ging vorab schon mal auf die Bühne und unterhielt das Publikum mit seinen Worten. Nach einiger Zeit bekam er von einem Techniker das OK und die Show konnte beginnen. Die Einleitung der sehr kurzen Show machten die Mitglieder von SODOM mit „Witching Metal“. Das Warten hatte sich gelohnt, der Sound war bombastisch und es wurde gemosht, die Köpfe wurden geschüttelt und im Kreis gelaufen. Da SODOM nur eine gute Stunde Spielzeit hatten, hielt sich Tom Angelripper sehr knapp mit den Ansagen und man spielte einen Song nach dem anderen. Wir bekamen direkt eine Ansage, dass der Schwerpunkt der heutigen Setlist auf dem alten Zeug von SODOM liegt. Da kamen dann Klassiker wie „Sodomy And Lust“, „Nuclear Winter“ oder „Agent Orange“. Zum Abschluss gaben SODOM nochmal richtig Gas mit „The Saw Is The Law“ und verabschiedeten sich dann kurz und bündig.






Setlist SODOM:

Witching Metal
Outbreak Of Evil
Proselytism Real
Sodomy And Lust
Christ Passion
Nuclear Winter
Bombenhagel
Tired And Red
Agent Orange
The Saw Is The Law

Auf die nächste Band freute ich mich auch schon sehr. HAMMERFALL betraten die Bühne und legten direkt mit dem neuen Hit „Hector’s Hymn“ los. Wie man es von den Schweden gewohnt ist, motivierten sie das Publikum ständig zum Mitsingen, wie zum Beispiel bei dem Song „Any Means Necessary“ oder „Let The Hammer Fall“. Im Gegensatz zum Masters Of Rock Gig, mussten die Schweden ihr Set grob kürzen. Was mir am meisten auffiel war, dass Fronter Joacim Cans das Publikum nicht so oft wie man es von HAMMERFALL kennt, einbezog. Natürlich wurde dennoch viel gesungen und geschrien. Neben dem beliebten Medley, durfte „Last Man Standing“ auch nicht fehlen und am Ende der Show bekamen wir noch die Kracher „Bushido“ und „Hearts On Fire“, die das Set würdig abschlossen, zu hören.






Setlist HAMMERFALL:

Hector’s Hymn
Any Means Necessary
Renegade
Blood Bound
Let The Hammer Fall
400 Meter Medley
Threshold
Last Man Standing
-
Bushido
Hearts On Fire

ACCEPT waren die letzte Band und somit auch der Headliner des Christmas Bash Festivals 2015. Ich freute mich schon sehr auf einen geilen Auftritt und fetten Sound, doch leider vermieste der grauenhafte Sound jeglichen Hörspaß. Direkt beim ersten Song „Stampede“ musste man sich schnell Ohropax besorgen, da die Boxen einfach nur übersteuerten und kratzten. Ich habe gehofft, das verbessert sich mit der Zeit, aber das war leider nicht der Fall. Dennoch war die Show sehr solide und gut ausgeführt, wäre das mit dem Sound nur nicht gewesen. Hits wie „Princess Of The Dawn“, „Fast As A Shark“ oder das unvermeidbare “Balls To The Wall” waren dennoch gern gesehene Live-Attrakationen, während die Band selbst bewegungstechnisch wie immer alles gab.





Setlist ACCEPT:

Stampede
Stalingrad
London Leatherboys
Living For Tonite
Restless And Wild
Dying Breed
Final Journey
Princess Of The Dawn
Fall Of The Empire
Midnight Mover
No Shelter
Pandemic
Fast As A Shark
-
Metal Heart
Teutonic Terror
Son Of A Bitch
Balls To The Wall


Auch mit dem kurzfristigen Ausfall von GAMA BOMB war das Christmas Bash, welches wie schon gesagt heuer seine Premiere feierte, ein krasses 2 Tage Winterfestival. Die Veranstalter haben beim Kartenverkauf eher auf Qualität als Quantität gesetzt und die Halle war nicht zum Bersten überfüllt mit Menschen. Für Verpflegung war die ganzen zwei Tage gesorgt und das Ganze abgestimmt mit krassen Bands von A bis Z. Etwas schade war der Abschluss mit ACCEPT, hoffentlich kann dieses Problem bis zum nächsten Jahr behoben werden, denn ich bin auf jeden Fall wieder dabei!

Danke an Rene S. für die Bereitstellung der Fotos. (partyup.de)
christmasbash.de

bollwerk

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Beitrag vom 15.02.2016
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