MGLA   THE COMMITTEE   STORMNATT  
07.02.2016 @ Grelle Forelle

Die Grelle Forelle ist wohl in erster Linie den Fans von Techno-Gedröhne ein Begriff, aber dieses Mal gab es in dieser Location mal ganz andere Sounds auf die Ohren.

Der Veranstalter hatte sich zwar sehr bemüht, die Besucher auf dem einfachsten Weg zur Location zu lotsen, dennoch bin ich - und auch die meisten anderen - ein bisschen herumgeirrt, bevor ich endlich bei der Grellen Forelle ankam. Im Donaukanal schwimmend wäre der Eingang wohl leichter zu finden gewesen, aber das ist im Februar nicht unbedingt empfehlenswert. Bezüglich Organisation gab es nichts zu bemängeln. Eine Running Order wurde bereits mehrere Tage vor dem Konzert bekanntgegeben und als besonderes Schmankerl gab es ein Freibier für die ersten 50 Besucher. Schlauerweise wurde auch darauf Rücksicht genommen, dass die meisten Besucher am nächsten Tag arbeiten mussten, und so wurde die erste Band bereits für 18:30 Uhr angekündigt. Das ist etwas, das sich auch andere Veranstalter überlegen sollten, um das nötige Kleingeld für die Tickets zu verdienen.

Ich besuche ja öfters Black Metal-Konzerte, aber so viele Besucher wie an diesem Abend erlebt man leider nur selten. Die Aussicht auf Freibier ließ auch viele pünktlich erscheinen und so konnten sich die Opener STORMNATT bereits über eine erkleckliche Zuschauermenge freuen. Die Österreicher zelebrieren bereits seit über 15 Jahren ihren knochenharten Black Metal und mit Räucherwerk, viel Nebel und rotem Licht wurde eine betont düstere Stimmung geschaffen, und als die Musiker in grausigem Corpsepaint auf die Bühne kamen, war die Stimmung von Anfang an bestens. Die Wiener boten donnernden Black Metal, der nur zwischendurch melodische Einlagen aufwies, und dazu growlte Sänger Mord was das Zeug hielt. Die Setlist bot einen Querschnitt durch das musikalische Schaffen von STORMNATT und ließ für die Fans keine Wünsche offen. Beim letzten Track "Upon The Shores Of Solitude Pt. III" legten die Musiker nach und nach ihre Instrumente nieder und verließen die Bühne und als das letzte Riff verklungen war, gab es noch einmal tosenden Applaus für die Jungs.





Setlist STORMNATT:

Introduction
Evangelist Of The Fall
Omega Therion
Funeral Apocalypse
Deathmagick
The Black Katharsis
Blood Will Tell
Wounds Of Worship
Resurrection Of The Kult
Upon The Shores Of Solitude Pt. III

Bald wurde ein schwarzer Vorhang vor die Bühne gezogen und die Leute wanderten Richtung Bar. Nach fast einer halben Stunde eifrigem Werkeln wurde das schwarze Tuch wieder zur Seite gezogen und auf der Bühne standen vier Herren mit schwarz verhüllten Gesichtern und in einer Art Uniformjacken. THE COMMITTEE ist ein internationaler Zusammenschluss von Bandmitgliedern unbekannter Identität, die es trotz mehrjähriger Aktivität geschafft haben, ihr Inkognito zu wahren. An diesem Abend spielten die Herren zum ersten Mal in Österreich auf und konnten von Anfang an das mittlerweile sehr zahlreiche Publikum begeistern. Die Truppe präsentierte eher melodischeren und doch druckvollen Black Metal, der durch extrem tiefen Growls diese Sounds aufs Beste ergänzten. Durch den frühen Beginn gab es auch ausreichend Spielzeit für jede Band, und so konnten auch THE COMMITTEE ein üppiges Set spielen und auch unbekannte Titel präsentieren, die hoffentlich bald auf einem neuen Album verewigt werden; das Debüt-Album hat schließlich schon zwei Jahre auf dem Buckel. Nach einer Stunde schloss sich der Vorhang erneut und der Beifall hallte noch eine Weile nach.





Setlist THE COMMITTEE:

Weapons Of War
The Last Goodbye
The Man Of Steel
Genocide
Katherines Chant
Power Through Unity
Not Our Revolution
Holodomor


Etwas länger als geplant dauerte der Umbau für den Hauptact. MGLA existieren schon seit 2000 und zählen aktuell zu den gefragtesten Black Metal Bands. Die Polen schafften es jedoch bisher noch nie nach Österreich, was offensichtlich die Besucher in die Location lockte. Ende letzten Jahres veröffentlichte die Truppe ihr neuestes Album "Exercises In Futility" und sorgte damit für viel Aufsehen.

Als sich der Vorhang endlich öffnete, gab es im Publikum kein Halten mehr. Auch MGLA traten mit schwarz verhüllten Gesichtern auf, dazu noch Kapuzen- und Lederjacken, sodass der optische Eindruck schon nichts Gutes verhieß. Ohne Intro wurde drauflosgehämmert und im Publikum gingen die Fäuste in die Höhe. Zwischendurch gab es auch rhythmischere Tracks bei denen man ordentlich mitbangen konnte, aber der Großteil des Sets war wie ein Kanononfeuer - rasant und punktgenau abgefeuert. Die Polen haben sich an diesem Abend wahrhaft für weitere Auftritte in Österreich empfohlen und man kann nur hoffen, dass bis zum nächsten Gig nicht wieder 15 Jahre vergehen müssen.





Setlist MGLA:

Mdlosci I
Further Down The Nest I
Exercises In Futility I
Mdlosci II
With Hearts Toward None I
Exercises In Futility II
Groza III
With Hearts Toward None VII
Exercises In Futility VI

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Beitrag vom 18.02.2016
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