BLACK STONE CHERRY   TOSELAND  
17.02.2016 @ Posthof

Die Südstaaten-Rocker BLACK STONE CHERRY haben zwar noch ein paar Wochen hin bis ihr neues Werk „Kentucky“ auf die Menschheit losgelassen wird, das hindert die quirlige Truppe dennoch nicht, jetzt schon durch Europa zu jetten. Mit TOSELAND im Schlepptau wurde auch Linz für ein paar Stunden mit Southern-Flair erfreut, konnten die Jungs doch auch bereits vor zwei Jahren am Nova Rock einfach alles abräumen.

James Toseland und seine Jungs aus Britannien starteten pünktlich um 20:00 Uhr im bereits ganz gut gefüllten mittleren Saal, dessen Galerie dieses Mal aber geschlossen blieb. Der Mann, der einst als Motorrad-Rennfahrer Karriere machte, widmet sich seit ein paar Jahren nun voll und ganz dem Rock und präsentierte einen netten Mix aus Hard Rock und Alternative Metal, der auf Grund seiner Stimme nicht selten an ALTER BRIDGE erinnerte. Geboten wurden energiegeladene Tracks der beiden Alben „Renegade“ und dem in Kürze erscheinenden „Cradle The Rage“, die als Aufwärmpart eigentlich ganz gut funktionieren. So 100% wollte der Funke aber dennoch nicht überspringen, auch wenn sich die Band mächtig ins Zeug legte, um für BLACK STONE CHERRY den Weg zu ebnen. Als kleine Überraschung griff der Fronter aber dann zum Schluss noch zum Keyboard, wobei hier ebenso wie schon beim ganzen Auftritt, der schwammige Sound den gewünschten Effekt etwas trübte. Manche hätten sich vielleicht auf THEORIE FOR A DEAD MAN, die bei einem anderen Teil der Tour eröffneten, gefreut, doch TOSELAND führte den Job als Anheizer überaus solide aus.





Setlist TOSELAND:

Living In A Moment
Life Is Beautiful
Puppet On A Chain
Too Close To Call
Livin´ A Lie
Nothing You Can Do About It
Fingers Burned
Renegade
Singer In A Band

Nach einer doch etwas länger dauernden Pause, wurde es so richtig voll im Posthof und alles starrte gebannt auf die BSC anzeigenden Backprints, die bereits seit einiger Zeit auf der Bühne prangten. Ansonsten blieb die Stage relativ leer, bis dann endlich Chris Robertson und seine Jungs die Bühne enterten. Und schon fuhren die Jungs aus Kentucky ein Programm, das ihresgleichen suchte. „Me And Mary Jane“ ging aber wie nur was und die Stimmung war instant am Überkochen. Hunderte von Fans sangen jede Silbe mit, während der Rest, feierte, hüpfte, klatschte, oder sonst irgendwie abging. Pause? Fehlanzeige! „Rain Wizard“ und „Blind Man“ führten das Programm ebenso intensiv weiter. Währenddessen ging hinter Chris die Post ab. Nicht nur, dass Basser Jon Lawhon einige Kilometer zurücklegte und Ben Wells abging wie eine verrückte Hummel, auch Drummer John Fred Young war es eine Freude beim überaus extrovertierten Spiel zuzusehen. Der Typ ließ die Sticks ebenso sehr fliegen wie seine Mähne und verbrannte bei seiner Performance in gut 90 Minuten mindestens den Tagesbedarf an Kalorien eines erwachsenen Menschen.





Neben einigen Hits und Klassikern wie dem unumgänglichen „White Trash Billionaire“ oder „Blame It On The Boom Boom“, präsentierte man auch schon neues Material. Während „In Our Dreams“ den wohl heftigsten Song des Sets und vielleicht auch der Bandgeschichte markierte, kam mit „Ramble On“ zum ersten Mal Ruhe in den Saal. Die Akustik-Ballade wollte aber ebenso wie der andere neue Track noch nicht so wirklich zünden, aber das wird sicher ändern, wenn das Album auf den Markt ist. Bei der Wahnsinns-Perfomance, die BLACK STONE CHERRY hinlegte, verzieh man ihnen auch schnell, dass man einen Song versaute und neu starten musste. Chris überspielte diesen Patzer sowieso ziemlich charmant. Des einen Freud, des anderen Leid sind immer wieder die Drum-Soli. Auch wenn es äußerst fett war, was John Fred Young da präsentierte, hätte man das Solo, in das er auch eine Mundharmonika integrierte, doch eine Spur kürzer halten können.

Nach nicht ganz 90 Minuten verabschiedete man sich kurz, um dann doch nochmal für „Lonly Train“, zu dem sich Chris kurz ans Drumkit setzte und John dafür zum Mikro steuerte, zurück zu kommen. Als kleinen Bonus feuerten BSC dann aber noch den MOTÖRHEAD-Klassiker „Ace Of Spades“ in einer etwas verkürzten, aber ziemlich rumpelten Form raus. Danach verabschiedete man sich aber dann endgültig, dafür aber ausführlich.





Setlist BLACK STONE CHERRY:

Me And Mary Jane
Rain Wizard
Blind Man
In My Blood
Violator Girl
Yeah Man
Holding On... To Letting Go
Soulcreeck
Things My Father Said
I Our Dreams
Drum Solo
The Rambeler
Maybe Someday
White Trash Millionaire
Blame It On The Boom Boom
-
Lonely Train
Ace Of Spades

Knapp 90 Minuten gaben BLACK STONE CHERRY Vollstoff und ließen mit ihrer energischen und sympathischen Performance absolut keine Wünsche offen. Die Süd-Staatler begeisterten somit den Posthof restlos und dürfen gerne bald dort mal wieder rein schauen.

www.blackstonecherry.com
toselandmusic.com



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Beitrag vom 19.02.2016
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