666 - UNDERGROUND PARTY  
03.06.2000 @ Schacht 6, Schartlg.13, Wien

Als ich den Flyer von dem Underground Fest 666, das übrigens von den Veranstaltern des legendären "Dance or die" organisiert wurde, in Händen hielt, fragte ich mich, wo ist denn bitte die Schartlgasse. Und ich habe so die leise Vermutung, dass ich nicht die einzige war, mit solch einem Gedanken.

Trotz der widrigen Umstände - dass wir nicht wussten, wo die Location war - machten wir uns auf den Weg. Nach einer Extrarunde, die wir rund um dieses Gebiet gedreht hatten, kamen wir bei der ominösen Strasse an. Ich denke einmal, um die gruselige Stimmung nicht zu zerstören, haben die Organisatoren den unebenen Schotterweg bis zum Eingang hin nicht beleuchtet, was möglicherweise einem Betrunkenen zum Verhängnis hätte werden können.

Als wir diesen Teil des Wegs auch noch hinter uns hatten, betraten wir ein Tunnelsystem. In den Schächten, die unter der Erde lagen, war es kühl, was nach einem heißen, sommerlichen Tag ganz angenehm war. Das Schachtsystem war so angelegt, dass von einem Hauptschacht mehrere Querschächte abzweigten. In drei dieser kleineren Schächte waren die verschiedenen Floors angesiedelt. Im Ersten wurde nach alter Dance or die-Tradition Metal, Crossover und Elektro aufgelegt. Der Zweite, in dem übrigens auch zwei Redakteure des Metal-Hammers aufgelegt haben, hat sich ganz dem Metal und Hardcore verschrieben. Und der Schacht ganz hinten war geprägt von Wave und 80er Pop.

In dem großen Schacht, der alles verband, wurde auch alles Mögliche geboten. So konnte man Cocktails oder Met, neben anderen alkoholischen oder anti-alkoholischen Gebräuen, trinken und sich mit neuen CDs von Totem-Records oder sonstigen Accessoires eindecken.

Langweilig wurde es da drinnen sicher nicht. Wir, vom Earshot-Team, befanden uns, wie kann es auch anders sein, meistens in der Nähe der Bier-Bar am Ende des Tunnels. So konnten wir die alten Hits von den Sisters of mercy, Heroes del silencio usw. aus dem Electric Ballroom lauschen und uns immer wieder mit Getränke-Nachschub versorgen.

In den Querschächten wurde die düstere Stimmung, die ohnehin durch das Tunnelsystem schon da war, durch reichlich Nebel und Stroboskop noch verstärkt. Da musste man sich schon etwas in den Tunnel hineinwagen, um überhaupt die Leute, die sich einen Runterbangten, zu sehen. Da ich nicht so tanzwütig bin und mich lieber unterhalte, verließ ich die Floors eigentlich immer wieder ganz schnell.

Alles in allem kann man sagen, dass die Legende des "Dance or die" wiedergekehrt ist, und zwar besser, größer und abwechslungsreicher, wie auf dem Flyer versprochen. Die Veranstalter können sich schon mal dran machen, eine zweite 666 Party zu organisieren, denn die Massen an Leuten, die am 3.6. dort waren, wollen sicher wieder einmal eine solch coole Party in der noch cooleren Location feiern.

Na dann, bis zum nächsten Mal!


Berni

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Beitrag vom 09.07.2000
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