TUSKA 2016: GHOST   STAM1NA   ANTHRAX   THUNDERSTONE   OBSCURA   OMNIUM GATHERUM   TURMION KÄTILÖT   TSJUDER   PRIMORDIAL    WITH THE DEAD   BRYMIR   LORD VICAR   JESS AND THE ANCIENT ONES   HAVOK   EMBREACH  
02.07.2016 @ Suvilahti, Helsinki

Auch der zweite Festivaltag stand vom Wetter her unter einem guten Stern und so stand einem Marathon mit 19 Bands nichts im Wege. Erneut startete man auf der Mainstage, denn dort nahmen BRYMIR bei einem tollen, urigen Intro Aufstellung, um die bereits zahlreichen Besucher auf den langen Festivaltag einzustimmen. Die Finnen präsentierten einen Mix aus Melodic Death und Pagan Metal, während Sänger Viktor Gullichsen wie ein Wilder über die Bühne düste und seine harten Vocals dazu beitrug. Zwischen den einzelnen Titeln gab es immer melodische Überleitungen vom Band um das Gesamtpaket für die Fans zufriedenstellend zu komplettierten. Für BRYMIR war dieser Gig ganz sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn die Leute reagierten durchgehend begeistert.

Jeder kennt die japanische Stadt Fukushima und auch die dazugehörige Katastrophe im Jahr 2011. Genau zu dieser Zeit fanden sich fünf junge Finnen zusammen, um unter dem leicht abgewandelten Namen FUCK-USHIMA die Musikwelt zu erobern. Angeblich machen FUCK-USHIMA Sludge Metal, aber was geboten wurde, war viel Geschrei und reichlich laute, undefinierbare Musik. Die Musiker torkelten über die Bühne und was da aus den Instrumenten kam, war Chaos pur. Es befanden sich zu dieser Zeit auch noch recht wenig Leute in der Halle, aber viele flüchteten - so wie ich - wieder relativ rasch nach draußen, ein paar Hardcore-Fans blieben jedoch und feuerten die Jungs tüchtig an.





Die Alternative dazu stand als erste Band WITH THE DEAD auf der Helsinki-Stage im Zelt am Programm. WITH THE DEAD stammen aus Großbritannien und widmen sich seit zwei Jahren dem Doom/Stoner Metal. Bei einem etwas experimentellen Intro betraten die Musiker nach und nach die Bühne und brachten den doch sehr zahlreichen Besuchern ihre ruhigen Sounds zu Gehör. Leider waren die Drums fast ein bisschen zu laut, sodass die Gitarrensounds in gewissen Teilen des Zelts beinahe untergingen. Sänger Lee Dorrian kam nicht sehr oft zum Einsatz und wenn es nichts zu Singen gab, zeigte er tänzerische Verrenkungen und wirkte total entrückt. Aber auf der anderen Seite passt so etwas auch gut zu dieser Art von Musik und wie man an den Reaktionen der Besucher erkennen konnte, genossen viele diesen Auftritt sehr.





Setlist WITH THE DEAD:

Crown Of Burning Stars
The Cross
Nephthys
Living With The Dead
I Am Your Virus
Screams From My Own Grave


Auf der Main-Stage standen danach wieder härtere Klänge auf dem Programm. Die Iren PRIMORDIAL zählen seit vielen Jahren zu den äußerst begehrten Bands für jedes Festival und so war es nicht verwunderlich, dass die Reihen vor der Bühne bereits lange vor Auftrittsbeginn sehr gut gefüllt waren. Alles begann mit einem gesungenen Volkslied vom Band, bei dem die Musiker so nach und nach auf der Bühne erschienen. Die Bandmitglieder trugen normale Kleidung, nur Sänger Alan Averill trat mit düsterem Corpsepaint und abgerissenen Klamotten auf, sodass trotz des Sonnenscheins doch eine gewisse düstere Stimmung entstand. Mit druckvollen und gelegentlich auch sehr melodischen Sounds im Zusammenspiel mit Alans Stimme, konnten PRIMORDIAL alle Anwesenden zu Begeisterungsstürmen hinreißen, aber auch die große Interaktion des Sängers mit den Fans kam besonders gut an. Damit bewiesen die Iren, dass sie nicht nur in düsteren Konzerthallen fesseln können, sondern auch im prallen Sonnenlicht.





Setlist PRIMORDIAL:

Intro (Dark Horse On The Wind)
Where Greater Men Have Fallen
No Grave Deep Enough
Babel´s Tower
As Rome Burns
Bloodied Yet Unbowed
The Coffin Ships
Empire Falls


Ich machte dann einen weiteren Abstecher zur Inferno-Stage, wo CIRCLE am Programm standen. Die Jungs bieten bereits seit 25 Jahren einen Mix aus Experimental Rock und Death Metal und veröffentlichten bereits mehr als 20 Alben. Dass bei dieser Band der Spaß im Vordergrund stand, wurde auf den ersten Blick klar. Die Musiker standen in rosa Höschen, Netzstrümpfen, Leggings, Hansi Hinterseer-Stiefeln und Ähnlichem auf der Bühne. Keyboarder Mika Rättö, der zugleich für den Gesang verantwortlich war, saß in der Mitte der Bühne - auch sehr schick gekleidet - und schnitt allerlei Grimassen. Im Prinzip gab die Truppe rockige Sounds zum Besten, zeigte aber auch einen gewissen Hang zum Experimentellen. Aber in erster Linie ging es um den Spaß an der Sache, und den hatten Musiker und Publikum gleichermaßen. Leider musste ich diese Party bald wieder verlassen.






Auf der Helsinki-Stage stand nämlich pure Ernsthaftigkeit am Programm. Die Sirenen heulten auf und dann kamen die drei furchterregend bemalten und mit Stachelarmbändern ausgestatteten Musiker von TSJUDER auf die Bühne. Das Trio verfolgt seit vielen Jahren den Weg des True Norwegian Black Metals in seiner härtesten Form und konnte damit eine sehr große Fangemeinde gewinnen. So war es nicht verwunderlich, dass es im Zelt ziemlich voll war, als die Norweger mit hämmernden Sounds und tiefen Growls loslegten. Das Tempo wurde extrem schnell gehalten und die sehr laut eingestellten Drums hauten einen fast um. Aber die meisten kamen genau wegen dieser Sounds ins Zelt und genossen den Gig von TSJUDER in vollen Zügen. Das war wieder eine Band, bei der sich das Zelt voll ausgezahlt hat - im Sonnenschein wäre die ganze Stimmung beim Teufel gewesen.





Setlist TSJUDER:

Intro
The Daemon Throne
Slakt
Ghoul
Demonic Supremacy
Mouth Of Madness
Unholy Paragon
Antiliv
Sacrifice (BATHORY Cover)


Auf der Inferno-Stage wurde inzwischen für die nächste Band umgebaut, denn da standen nun auch ernstere Klänge an. CRIMSON SUN machen bereits seit ein paar Jahren Melodic Heavy Metal, aber erst im letzten Jahr kam das Debüt-Album auf den Markt und so war das Tuska die beste Gelegenheit, um den Leuten die Songs auch live zu präsentieren. Und sehr viele kamen, um der relativ harten, flotten Spielweise mit dem eher hohen Gesang der äußerst hübschen Sängerin Sini Seppälä zu lauschen. Das Publikum ging sehr gut mit und viele rissen immer wieder die Hände nach oben, was für CRIMSON SUN sicher die beste Anfeuerung dafür, diesen musikalischen Weg weiter zu verfolgen, war.





Setlist CRIMSON SUN:

The Storm
Clockwork Heart
Towards The Light
Awaken
The Spark
Memories Burning


Finnland ist ja für vielerlei Musik der unterschiedlichsten Stile bekannt, aber Industrial Metal kommt einen da eher selten unter. Genau das machen aber TURMION KÄTILÖT und noch dazu verdammt erfolgreich, wie man an den Massen vor der Bühne deutlich erkennen konnte. Mit einem lauten Knall begann die Show und alle kamen mit schwarz/weiß bemalten Gesichtern auf die Bühne. Zwei Sänger agierten auf der Bühne, Spellgoth ist ja auch den Fans das Black Metals als Fronter von HORNA ein Begriff, und MC Raaka Pee tobt sich in erster Linie mit TURMION KÄTILÖT aus, und das auch dieses Mal, obwohl er auf eine Krücke angewiesen war, aber davon ließ er sich nicht abhalten und zeigte vollen Einsatz. Zu den druckvollen Rhythmen mit dem harten Gesang feierte das Publikum eine Riesenparty, bei der auch ein ganzer Haufen Bälle zum Einsatz kam, die vom Publikum eifrig herumgeschubst wurden, was für eine tolle Optik sorgte. TURMION KÄTILÖT stehen stets für beste Unterhaltung und für die meisten war der Gig nur allzu schnell vorbei.





Setlist TURMION KÄTILÖT:

Kirottujen Karnevaalit
Grand Ball
Hyvissä Höyryissä
Minä Määrään
Sinä Saatana
Pimeyden Morsian
Pirun Nyrkki
Teurastaja
Tirehtööri
Pyhä Maa
Suolainen Kapteeni
Lataa Ja Varmista


In der Halle waren in der Zwischenzeit MØRKET an der Reihe das Publikum zu unterhalten und trotz der Konkurrenz von der Mainstage war die Halle doch ganz gut gefüllt. Einzige Deko war ein Transparent mit einem weißen Dreieck und obwohl Black Metal angekündigt war, traten alle in ganz normaler Kleidung und ohne Corpsepaint auf die Bühne. Das Intro tönte sehr düster und darauf folgten sehr harte Sounds. Sänger Otto Aleksanteri Eräjoki torkelte auf der Bühne herum, aber ich vermute, das war Teil der Show und nicht Folge des Alkohols. Dieser Gig war bestens geeignet für diejenigen, die sich die Ohren ordentlich durchpusten lassen wollten, und wie man an den rotierenden Mähnen vor der Bühne sehen konnte, wollten das eine ganze Menge.





Mir war die Sache ein bisschen zu heftig und so ging ich zum Zelt, wo als nächste OMNIUM GATHERUM agieren würden. Diese finnische Melodic Death Metal-Band konnte sich in den letzten Jahren über wachsende Popularität und ständig steigende Besucherzahlen freuen, und so war es nicht verwunderlich, dass sich schon einige vor Beginn eingefunden hatten. Bei einem klangvollen Gitarrenintro vom Band betraten die Musiker nach und nach die Bühne und es war den Jungs eindeutig anzumerken, wie groß die Freude über diesen Auftritt am Tuska war. OMNIUM GATHERUM gaben von Anfang an Vollgas und diese Motivation übertrug sich auf das Publikum, das so richtig schön mit seiner Band feierte. Alle rissen die Hände hoch oder ließen die Mähnen kreisen und so wurde dieser Gig ein tolles Erlebnis für Band und Fans!





Ich ging dann aber wieder ein bisschen früher, um rechtzeitig zu EMBREACH in der Halle auf der Inferno-Stage zu kommen. Die Finnen sind schon eine Weile am Werk was Melodic Death Metal betrifft und hatten auch ein neues Album am Start. Offenbar war diese Band bekannter als ich dachte, denn die Halle war mehr als gut gefüllt. Mit sehr harten Sounds brachten EMBREACH einige zum Mitbangen. Sänger Sami Honkonen fegte wie ein Wilder über die Bühne und peitschte damit die Stimmung in die Höhe. Damit hinterließen die Finnen einen guten Eindruck und empfahlen sich für kommende Konzerte.





Auf der Main Stage war mittlerweile ein tolles Transparent aufgezogen worden, das eine Anlehnung an das neueste Album „Akróasis“ der Progressive Death Metal Band OBSCURA schmückte. Die Deutschen zeigten sich von Anfang an sehr motiviert und man konnte deutlich erkennen, wie groß die Freude über diesen Auftritt in Helsinki war. Zur temporeichen Musik steuerte Vocalist Steffen Kummerer wechselvollen Gesang bei, sodass keine Eintönigkeit aufkommen konnte. Die Leute gingen sehr gut mit und es wurden viele Hände hochgerissen, außerdem konnte OBSCURA auch jede Menge Applaus einheimsen.





Setlist OBSCURA:

Ten Sepiroth
The Monist
Perpetual Infinity
Akróasis
Sermon Of The Seven Suns
The Anticosmic Overload
Ode To The Sun
Incarnated
The Origin Of Primal Expression
Centric Flow


Laut Plan hätten HAVOK als nächste auf der Inferno-Stage spielen sollen, aber die tauschten mit LORD VICAR, was leider nicht alle mitbekamen, da es zwar angesagt wurde – aber leider nur ein einziges Mal in Englisch, sonst nur in Finnisch. Dennoch war die Halle sehr gut gefüllt, als die vier Musiker bei einem ruhigen Intro die Bühne betraten. LORD VICAR machen Doom Metal, allerdings nicht nur in ganz ruhiger Weise, sondern sie zeigten sich gelegentlich auch von der flotten Seite. Sänger Chritus steuerte intensiven Gesang dazu, aber was mich an ihm noch viel mehr faszinierte war seine Ähnlichkeit mit Gandalf aus Herr der Ringe und so genoss ich diesen Auftritt noch viel mehr, als ich es wahrscheinlich ohnehin getan hätte. Die Finnen veröffentlichten kürzlich ein neues Album mit dem Titel „Gates Of Flesh" und daraus wurde einiges präsentiert. LORD VICAR hinterließen einen tollen Eindruck und ich hoffe sehr, diese Band wieder einmal irgendwo zu sehen.





Leider konnte ich auch diesmal nicht bis zum Schluss bleiben, denn auf der Helsinki-Stage stand bereits die nächste Band in den Startlöchern. THUNDERSTONE widmen sich bereits seit vielen Jahren dem Power Metal und veröffentlichten kürzlich ein neues Album mit dem heimgekehrten Sänger Pasi Rantanen. Wie beliebt die Finnen in ihrer Heimat sind, konnte man auch sehr deutlich am gut gefüllten Zelt erkennen. Bei einem bombastischen Intro betraten THUNDERSTONE nach und nach die Bühne. Zu den flotten, rhythmischen Sounds ließ Pasi Rantanen seinen eher hohen aber dennoch rauen Gesang erklingen, aber zum Power Metal passt so eine Stimme eindeutig am besten. Die Stimmung im Publikum war toll und es entwickelte sich eine richtige Party aus diesem Gig. Es wurde mitgetanzt und man konnte ausschließlich in fröhliche Gesichter blicken. Wirklich schön, wenn eine Band es schafft, ein so positives Flair zu erzeugen.





Setlist THUNDERSTONE:

Barren Land Intro
Veterans Of The Apocalypse
Forevermore
The Path
Higher
Dirt Metal
Through The Pain
10000 Ways
Let The Demons Free
Tool Of The Devil
Until We Touch The Burning Sun


Die Main Stage war in der Zwischenzeit mit einem großen Transparent geschmückt worden und auch die Menge vor der Bühne wurde lange vor Beginn immer mehr. Aber kein Wunder, wenn eines der Thrash Metal-Urgesteine - Mitglied der "Big Four" - am Programm stand. Auch wenn ANTHRAX schon sehr lange aktiv sind, so wurde doch jeder eines Besseren belehrt, der sich vielleicht eine schwächelnde Altherrentruppe erwartete. Die Musiker zeigten sich äußerst agil und gaben von Anfang an Vollgas. Dass live zu spielen der Truppe noch immer viel Spaß macht, war an ihren Gesichtern abzulesen und Vocalist Joey Belladonna wirbelte teilweise ganz schön über die Bühne und baute stets eine Brücke zu den Fans. Diese dankten es der Band mit viel Begeisterung und ließen sich auch nicht durch den plötzlich einsetzenden Regen die Laune verderben. ANTHRAX stellten eindeutig unter Beweis, dass Freude an der Musik absolut keine Frage des Alters ist, sondern einfach nur mit Lebenseinstellung zu tun hat und die passt bei den Amis nach wie vor bestens.





Setlist ANTHRAX:

Impaled
You Gotta Believe
Got The Time (JOE JACKSON Cover)
Caught In A Mosh
Madhouse
Fight ´Em ´Til You Can´t
Evil Twin
Antisocial (TRUST Cover)
Breathing Lightning
Indians
Among The Living
Long Live Rock´n´Roll (RAINBOW Cover)


Ein weiterer Abstecher zur Inferno Stage versetzte mich in die Flower-Power-Zeit zurück. Dort standen JESS AND THE ANCIENT ONES auf dem Programm, doch das Outfit der Sängerin Jess hätte besser zu Woodstock, denn aufs Tuska gepasst. Im bunten Kleid und mit einem Schellenring in der Hand trug Jess angenehmen Gesang zu den teilweise sehr rockigen Sounds bei. Viele waren gekommen um dieser finnischen Band zu lauschen und manch einer tanzte fröhlich mit. Dieser Gig war eine sentimentale Reise in die Vergangenheit und vielleicht gerade deshalb eine wirklich tolle Sache.





Ich hatte mich schon den ganzen Tag gewundert, warum die T-Shirts von STAM1NA in sattem Orange gehalten worden. Als die Jungs zuletzt in Wien spielten, war von dieser Farbe nichts zu sehen. Aber das war ja schon eine Weile her und als die Finnen auf die Helsinki-Stage stürmten, war alles klar. Alle Musiker trugen orange Overalls - scheinbar der neue Style von STAM1NA und irgendwie erinnerte mich das Ganze an musizierende Guantanamo-Häftlinge. Die finnische Progressive Thrash/Heavy Metal-Gruppe ist in ihrer Heimat sehr beliebt, hatte ein neues Album am Start, aus dem einiges gespielt wurde, aber auch auf ältere Hits wurde nicht vergessen. Die Reihen waren sehr dicht gedrängt, sodass es nach dem Fotografieren kaum mehr möglich war, nach hinten durchzukommen. Die Fans schrien, tanzten, hüpften oder rissen einfach nur die Hände nach oben - zum Headbangen war eindeutig zu wenig Platz. Damit war dieser Gig eine einzige Metal-Party und man kann nur hoffen, dass es STAM1NA in Zukunft auch gelingt, außerhalb Finnlands in der gleichen Weise zu begeistern.





Setlist STAM1NA:

Uudet Kymmenen Käskyä
Pienet Vihreät Miehet
Panzerfaust
Elokuutio
Luova Hulluus
Meidänkaltaisillemme
Mätä Hohtava Omena
Ristiriita
Masiina
Pala Palalta
Kuudet Raamit
Kaksi Reittiä, Yksi Suunta


Letzte Band auf der Inferno-Stage waren HAVOK, die ja eigentlich schon früher am Tag dran gewesen wären. Das Intro bestand aus einem ziemlich bedrohlich wirkenden gesprochenen Text und als die Amerikaner auf die Bühne stürmten und mit extrem harten Thrash Metal-Sounds loslegten, zeigte sich dafür im Publikum gleich schwere Begeisterung und einige Mähnen begannen zu rotieren. HAVOK waren echte Energiebündel und hämmerten drauf los was das Zeug hielt und den Leuten gefiels. Ich machte mich aber nach einer Weile auf den Weg Richtung Main-Stage. Dabei war ich nicht alleine, aber das lag wahrscheinlich daran, dass viele den Running-Order-Tausch mit LORD VICAR nicht mitbekommen hatten und doch eher Lust auf den Headliner hatten.





Setlist HAVOK:

Intro
Point Of No Return
No Amnesty
Drum Solo
From The Cradle To The Grave
Claiming Certainty
Covering Fire
Time Is Up
D.O.A.
Give Me Liberty...Or Give Me Death


Dann war es Zeit für das Grande Finale des zweiten Festivaltages und niemand Geringerer als Papa Emeritus III und seine Nameless Ghouls traten an, um diesem sehr langen Tag voll Musik einen würdevollen Abschluss zu geben. Am Bühnenhintergrund prangte eine großes Transparent mit dem Bild eines Kirchenfensters und davor gab es einen stufenförmigen Aufbau. Die Schweden GHOST zählen zu den Senkrechtstartern der letzten Jahre, und die Massen vor der Main Stage waren der beste Beweis für die Beliebtheit dieser Band. Bei Weihrauchduft und Mönchsgesängen kamen so nach und nach die Musiker mit silbernen Dämonenmasken auf die Bühne, und nach einer Weile erschien auch Papa Emeritus III - wie immer mit Totenkopfschminke, Talar und Bischofsmütze. Mit andächtigen Handbewegungen und ruhigem Gesang zu den druckvollen Sounds seiner Bandkollegen, zelebrierte der Sänger ein klerikales Ritual der tiefschwarzen Sorte, aber genau dafür werden GHOST ja von den Fans geliebt. Zum Abschluss gab es für die Besucher noch eigene GHOST-Geldscheine mit dem Bild des Papa´s und dem Nominalwert von 666 Dollar, die nur allzu gerne angenommen wurden.





Setlist GHOST:

Miserere Mei, Deus (GREGORIO ALLEGRI Song)
Masked Ball (JOCELYN POOK Song)
Spirit
From The Pinnacle To The Pit
Stand By Him
Con Clavi Con Dio
Per Aspera Ad Inferi
Devil Church
Cirice
Year Zero
Spöksonat
He Is
Absolution
Mummy Dust
Ghuleh / Zombie Queen
-
Monstrance Clock
Host Of The Seraphim


Damit endete ein abwechslungsreicher, sehr langer Tag mit viel unterschiedlicher Musik und ich bin mir ganz sicher, dass der eine oder andere an diesem Tag einige neue Bands für sich entdeckt hat.


FOTOS + E-CARDS
www.tuska-festival.fi

Metalmama
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Beitrag vom 22.07.2016
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