BEARTOOTH   VANNA   TRASH BOAT  
30.11.2016 @ Flex

Mit ihrem zweiten Album „Aggressive“ konnten die Amerikaner von BEARTOOTH lautstark von sich aufmerksam machen. Dennoch war ich überrascht, dass die Jungs schon so einschlugen, dass man mühelos das Flex mit gut 600 Personen ausverkaufte. Wahrscheinlicht taten da auch die Supporter VANNA, die auch extra aus den Staaten anreisten, ihr übriges dazu. Komplettiert wurde der Abend durch die Briten TRASH BOAT.

Genau diese standen im schon gut gefüllten Flex bei unserer Ankunft kurz vor 20:00 Uhr schon auf der Bühne und gaben laut und energisch Vollstoff. Leider war der Sound zu diesem Zeitpunkt katastrophal, weshalb TRASH BOAT rüberkamen, als wären sie eine dieser unzähligen 0815 Metalcore-Bands, die einfach gerne lärmen und sonst nichts. Mehr war aus dem Soundbrei der gehörten Songs leider nicht rauszufiltern.





Gut, dass die Jungs von VANNA einen deutlich besser tönenden Sound spendiert bekamen und dementsprechend auch um eine gute Ecke professioneller wirkten. Die Jungs gaben mit ihrem Mix aus Metalcore und Postcore nicht minder Gas und überzeugten die mittlerweile dichtgedrängten Fans im Flex von Anfang bis Ende. Frontmann Davey Muise, der schon den dritten Shouter bei der Bandgeschichte darstellt, gab sich reichlich Mühe, die Masse vor der Bühne bei Laune zu halten, dabei beschränkte er sich nicht nur auf die üblichen Ansagen und Anfeuerungsversuche, sondern surfte auch gerne mal in der Crowd oder turnte an der Decke herum. Der Leistung tat das keinen Abbruch, dens sein gewaltiges Organ, unterstützt von fetten Riffattacken, heftiger Rhythmik sowie eingängigen cleanen Vocals von Joel Pastuszak, kam bestens rüber und wurde dementsprechend vom durchschnittlich recht jungen Publikum, dessen weiblicher Anteil verhältnismäßig hoch war, regelrecht abgefeiert.





Setlist VANNA:

Paranoia Euphoria
Pretty Grim
Toxic Pretender
Leather Feather
Flower
Circle The Flame
Piss Up A Rose
Mother
Digging


Die nächste Pause dauerte etwas länger, doch dafür präsentierten sich BEARTOOTH danach in bester Soundqualität. Frontmann Caleb Shomo (Ex-ATTACK, ATTACK!) und seine Jungs waren offensichtlich bestens gelaunt und mimten trotz ihrer noch kurzen Karriere den souveränen Headliner. Und auch die Jungs aus Columbus, Ohio, machten der „Aggressive Tour“ alle Ehre. Mit dem starken Doppelpack „Burnout“ und „Agressive“, vom gleichnamigen aktuellen Album, hatten die Jungs sofort die komplette Aufmerksamkeit der Zuschauer auf ihrer Seite und konnten ohne große Unterbrechungen mit „Beaten In Lips“ auch einen Hit vom Debüt nachschieben. Caleb bedankte sich dann doch zwischendurch für das zahlreiche Erscheinen und den Support von Wien und versprach demnach auch bald zurück zu kehren. Aber die Jungs hatten noch viel vor und lieferten weitere Postcore-Kracher, die kaum jemanden verschnaufen ließen und stets mit aussagekräftigen Texten die gerne sozialkritisch („Fair Weather Friend“, „Hated“), aber auch recht persönlich („Burnout“, „Sick Of Me“) daherkamen.





Die Fanbase von BEARTOOTH sang auch schon bei sämtlichen Tracks kräftig mit, was das Flex förmlich zum Erbeben brachte, vor allem das rockig angehauchte „Rock Is Dead“ wurde gegen Ende richtig schön abgefeiert, ehe man sich mit dem Track „In Between“ vorerst verabschiedete. Die Jungs ließen sich aber nicht lange bitten, bzw. eigentlich nur Caleb, der solo mit Gitarre ausgerüstet auf die Bühne zurückkehrte und das intensive „King Of Anything“ in einer leicht abgewandelten Form zunächst alleine intonierte, ehe man mit „Body Bag“, dem wohl größten Hit des Debüts den Sack endgültig zu machte.

Setlist BEARTOOTH:

Burnout
Aggressive
Beaten In Lips
Dead
Sick Of Me
Fair Weather Friend
Hated
The Lines
I Have A Problem
Always Dead
Rock Is Dead
In Between
-
King Of Anything
Body Bag


Die 14 gebotenen Songs bzw. ungefähr 80 Minuten vergingen wie im Flug und die Lust nach mehr war zur noch gar nicht so späten Stunde enorm. Vor allem „Loser“ fehlte mir persönlich sehr. Aber man kann bekanntlich nicht alles haben und so verabschiedete BEARTOOTH kurz vor 11:00 Uhr ein paar hundert mehr als zufriedene Fans in die Nacht. Beim nächsten Besuch der Amis könnte vermutlich bereits die Arena winken. Verdient hätten es sich die Postcore´ler mit ihrem energischen aber dennoch eingängigen Sound, der auch live eine absolute Wucht ist.


FOTOS + E-CARDS
www.beartoothband.com

maxomer
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Beitrag vom 02.12.2016
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