SERENITY    DRAGONY   NIGHTMARCHER  
09.12.2016 @ Aera

Um die andächtige Adventzeit etwas zu unterbrechen, lud man einmal mehr zum vorweihnachtlichen Metal-Abend in das Wiener Aera in Form des X-Mas Bash mit feinen Geschenken unterm Baum, genauer gesagt den Tiroler Power Metal Helden SERENITY, den Lokalmatadoren DRAGONY sowie den Newcomern NIGHTMARCHER, ebenfalls aus Wien.

Gegen 20:00 Uhr zockten die zuletzt genannten Jungspunde ihre Version des rauen und durch den Sound bedingt recht ruppigen Heavy Metal. Dass mit Nora eine Dame am Mikro steht, hätte man nach ein paar kurzen Klängen nicht vermutet, denn diese besitzt ein recht raues und fieses Organ, zeigt sich aber im Verlauf des Gigs auch verdammt vielfältig. Zwar merkte man an vielen Ecken, dass die Truppe noch in den Kinderschuhen steckt, doch Potential ist mehr als genug vorhanden und auch das schon recht zahlreiche erschienene Publikum im Aera ließ sich mühelos von der Stimmung anstecken, zumal man gegen Ende noch ein ALESTORM-artiges Sauflied vom Stapel ließ. Die Aufwärmrunde war also durchaus als gelungen zu bezeichnen.





DRAGONY braucht man wohl in Wien keinem Metalfan mehr großartig vorstellen, denn mit ihren zahlreichen Auftritten in den großen und kleinen Venues in Wien bewiesen die Wiener bereits mehrfach ihr Können und auch die beiden bisher veröffentlichten Alben sowie das überraschende „True Survivor“ Cover zogen in der Szene ihre großen Runden. So zeigten sich die Gastgeber auch an diesem Abend trotz einiger Schwierigkeiten als Garant für großartige Stimmung und eine spaßige Show. Wie sich bald herausstellte, fehlte Keyboarder Manuel aus gesundheitlichen Gründen und auch Sänger Sigi wirkte stimmlich etwas angeschlagen, holte aber noch alles aus sich heraus und konnte vor allem als geübter Entertainer mit unterhaltsamen Ansagen und naher Interaktion mit dem Publikum mühelos davon ablenken. Als Bonus stellte man mit Nora und einem weiteren Sänger einen Mini-Chor auf die Bühne um eine noch dichtere Atmosphäre zu erzeugen. Geboten wurde ein gelungener Mix an Hits und Hymnen der beiden Werke, inspiriert von Drachen, Fantasy, Mittelalter, demnach auch von Game Of Thrones, aber auch dem PS4-Game Dark Souls. Das erwähnte Cover musste aber Aufgrund des Fehlens von Keyboarder Manuel, der trotzdem großteils von der Dose ersetzt wurde, nicht gespielt werden. Dafür gab es aber mit „Hearts On Fire“ einen HAMMERFALL-Klassiker im DRAGONY Gewand, den sofort jeder mitsingen konnte. Trotz einiger Widrigkeit zogen DRAGONY einen mehr als gelungenen Auftritt durch, der nicht wenige Angereiste Fans ins Schwitzen brachte und so manch Grinser ins Gesicht zauberte.





Setlist DRAGONY:

Hero´s Return
Shadowrunners
Kiln Of The First Flame
Vaults Of Heaven
The Longest Night
Dr. Agony
Alcador
Burning Skies
Hearts On Fire (HAMMERFALL)
Wolves Of The North


Dennoch war die Vorfreude auf den Headliner des Abends förmlich spürbar. Zwar gingen SERENITY bereits Anfang des Jahres quer durch Österreich und auch im Ausland auf Tour, doch wenn Wien ruft, dann kommt man doch gerne, ehe man sich in eine kleine Live-Pause verabschiedete, wie Georg im Laufe des Gigs verlauten ließ. Mit dem Intro vom aktuellen Werk „Codex Atlanticus“ war die Spannung gleich groß, während das flotte „Follow Me“ die Stimmung explosionsartig stieg. Mit „Sprouts Of Terror“ legte man mit fettem und glasklarem Sound sofort gewaltig nach, ehe man eine kurze Vorstellrunde startete, bei der sich Frontmann Georg Neuhauser natürlich für das eine oder andere Späßchen auf Kosten der Bandmitglieder oder auch über sich selbst nicht zu schade war. Die bekannte Fannähe und fast schon familiäre Atmosphäre kam auch an diesem Abend nicht zu kurz, aber im Vordergrund stand natürlich das Material der fünf bisher veröffentlichten Werke, wobei man sich vor allem auf das aktuelle Werk konzentrierte. Das hat es auch verdient, dennoch freute sich die Fangemeinde über Hits und Hymnen wie „Royal Pain“, zu dem auch Sängeirn Tasha erschien und für noch mehr Wirbel auf der Bühne sorgte.





Es folgte die Ballade „My Final Chapter“, der Kracher „Reduced To Nothingness“ vom Debüt oder auch das herzzerreißende „Serenade Of Flames“. Auf Fanwunsch hin stimmte man auch kurz die Gänsehautballade „Fairytales“ an, die aber hauptsächlich vom Publikum gesungen werden sollte. Dieses wurde zwischendurch auch zum Lärmpegel-Spielchen angestachelte und sollte zudem bei der genannten Ballade Feuerzeuge und Handys zücken.

Leider verging das Konzert wie bei der Band gewohnt viel zu schnell und so verabschiedete man sich nach gut 90 Minuten kurz hinter die Bühne, doch es musste nicht lange nach einer Zugabe gerufen werden und die Truppe wirbelte wieder auf die Bühne um mit „Caught In A Myth“ und den typischen Rausschmeißer „Velatum“ das Set zu beenden, aber nicht ohne vorher ein paar Jägermeister ins Publikum zu schmeißen und dem Versprechen, dass jeder Zuschauer einen am Merch bekommt, wenn man die Band nach der Show dort trifft.






Setlist SERENITY:

(Codex Atlanticus)
Follow Me
Sprouts Of Terror
Royal Pain
Iniquity
My Final Chapter
The Perfect Woman
Rust Of Coming Ages
Heavenly Mission
Fairytales (Part)
Spirit In The Flesh
Reduced To Nothingness
Legacy Of Tudors
Serenade Of Flames
-
(Intro)
Caught In A Myth
Velatum


So ging ein unterhaltsamer, spannender und sympathischer Adventabend voll mit starkem Power Metal made in Austria zu Ende. Wer das Ganze verpasst hat, muss sich nun etwas gedulden, denn SERENITY nehmen sich eine Live-Auszeit um für Sommer 2017 ein neues Album einzuspielen. Danach sollte es aber weitere grandiose Shows dieser Art geben. Das sollte natürlich nicht verpasst werden!

www.serenity-band.com
www.dragony.net
www.facebook.com/NightmarcherMetal



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Beitrag vom 12.12.2016
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