THE MORRICONES  
28.01.2017 @ Smaragd

Nicht nur zu High Noon gibt es echtes Western-Feeling. Auch spät abends wurde es dank den einzigartigen Akustik-Western Rockern THE MORRICONES im Linzer Smaragd einmal mehr Zeit um den Cowboyhut aufzusetzen und die Pferde zu satteln. Leider folgten aber überraschend wenig dem Ruf, erinnert man sich doch noch an die grandiosen Gigs im Kijani und Hemingway sowie dem mühelosen Sieg beim Local Heroes in Traun.

Nichts desto trotz gaben die vier sympathischen Linzer für die anwesenden Gäste gleich zwei Mal alles. Schon beim überraschend melancholischen Einstieg mit dem überlangen „Charles Bronson“ kam das bekannte Western-Feeling auf. Die Akustik-Gitarren und die für das Genre, das vor allem die namensgebende Legende Ennio Morricone prägte, typischen Elemente kamen schon jetzt zum Tragen und die Stimmung bei den Zuschauern, unter denen auch die jubelnde Mama von Sänger Wolf saß, war, wie man an den Reaktionen hören und sehen konnte, großartig. Das spritzigere „Yucatan“ mit coolem Swing und viel Groove ließ dann auch die ersten Leute, wenn auch verhalten, mittanzen, -wippen und schunkeln. Weitere Kracher des aktuellen Albums dessen Titel mit „Tales Of The Wasteland“, nicht passender hätte gewählt werden könnten, sorgten für viel Spaß und lauten Applaus. Zwischendurch wurde etwas gescherzt, das eine oder andere Bier vom Wirt geordert und mit den Zuschauern interagiert. Vor allem Schlagzeuger Franz wurde immer lockerer und haute in die Felle was das Zeug hielt. Da kam dann beim dynamischen Ohrwurm „Davey Crockett“ natürlich umso mehr Stimmung auf. Chris unterstützte Wolf immer wieder am Gesang und griff auch mal zur Stromgitarre, ehe man sich nach gut 40 Minuten in eine Pause verabschiedete.





Nach einiger Zeit ließen sich die Jungs aber wieder auf die Bühne bitten und hauten nochmal ein paar Hits raus. „Carter“, „Pinball“ oder „Windmill“ zeigten wunderbar wie vielseitig, eingespielt und koordiniert die Herren zu Werke gehen. „Dead Man Walk On“ ließ nochmal die starke melancholische Seite von THE MORRICONES das Ruder übernehmen, ehe man, weils einfach zu viel Spaß gemacht hat, „Davey Crockett“ und „Yukatan“ nochmal herauskramte, denn die Jungs wollten sich schon mehrmals von der Bühne verabschieden, was die mittlerweile etwas angewachsene Zuschauerschar beim besten Willen nicht zulassen wollte.





Somit gab es noch die geniale Version von „I Am A Man Of Constant Sorrow“, von dem das Original von den SOGGY BOTTOM BOYS stammt und schon den Kinohit „O Brother, Where Art Thou“ aufpeppte, bei dem die Jungs noch etwas Percussion herauskramten und alle lautstark mitsangen. Doch das sollte es immer noch nicht gewesen sein, denn mit dem MANDO DIAO Cover, „How We Walk“, haute man dann noch einen letzten Song raus, ehe man sich unters Volk mischte, Autogramme verteilte und noch das eine oder andere Bier genoss.





Setlist THE MORRICONES:

Charles Bronson
Yucatan
Cheyenne Lady
Davy Crockett
Gone
Chasing The Sun
Sunny Cooper
Carter
Pinball
Lullaby
Dead Man Walk On
Windmill
-
Davy Crockett
Yucatan
I Am A Man Of Constant Sorrow (SOGGY BOTTOM BOYS)
How We Walk (MANDO DIAO)

THE MORRICONES wissen wie man das Publikum bei Laune hält und das bewiesen diese auch an jenem Abend und lassen noch immer darüber wundern, dass sich so wenige Leute zu deren Konzerte verirren. Nächstes Mal Freunde und Familie mitschleifen, ihr werdet es nicht bereuen!


FOTOS + E-CARDS
www.themorricones.com

maxomer
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Beitrag vom 30.01.2017
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