KREATOR   SEPULTURA   SOILWORK   ABORTED  
16.02.2017 @ Gasometer

Ob Konzerte unter der Woche eine gute oder schlechte Idee sind, bleibt dahingestellt. Jedoch bei einem LineUp welches einem größeren Festival gleicht, sollte es einem egal sein ob es an einem Donnerstag stattfindet! Am 16.02.2017 wurde der Gasometer erneut von Größen wie KREATOR und SEPULTURA zum Beben gebracht. Jedoch ist es mit diesen beiden nicht getan, ganz im Gegenteil, SOILWORK und ABORTED waren ebenfalls mit an Bord!

Zum ersten Act kamen wir leider etwas zu spät, da aus organisatorischen Gründen eine längere Wartezeit entstand, jedoch konnte man auch von außen sagen, dass ABORTED eine wahnsinnige Stimmung verbreitet haben.

Setlist ABORTED:

Divine Impediment
Cadaverous Banquet
Meticulous Invagination
Necrotic Manifesto
Hecatomb
Coffin Upon Coffin
Termination Redux
Threading On Vermillion Deception
Bit By Bit


Bei dem nächsten Act waren wir gleich von Beginn an am Start und nach kurzen Umbauarbeiten ging es auch schon los. Die schwedische Band SOILWORK eröffnete die Show mit „The Ride Majestic“ und schon beim zweiten Song „Nerve“ waren die Fans mitgerissen. Das Mikro des Sängers Björn „Speed“ Strid schien ein bisschen zu leise eingestellt, aber das schien niemanden groß zu stören. Auch wenn die Melo Death Metal Band nur einen relativ kurzen Auftritt von knapp 45 Minuten hatten, konnten diese mit Songs wie „Bastard Chain“, „The Living Infinite I“ oder „Two Lives Worth of Reckoning“ beweisen, was diese draufhatten. SOILWORK konnte ein spielerisch perfektes Konzert abliefern, mit ein oder zwei technischen Problemchen. Zum Abschluss wurde nochmal kräftig mit dem Kopf bei „Stabbing the Drama“ geschüttelt.

Setlist SOILWORK:

The Ride Majestic
Nerve
Rise Above the Sentiment
Bastard Chain
The Living Infinite I
Two Lives Worth Of Reckoning
Late For The Kill, Early For The Slaughter
Stabbing The Drama


Um den Umstieg vom Melodic Death zum Thrash Metal mit einer guten Portion Groove gut zu überstehen war vielleicht das ein oder andere Bier nötig, aber SEPULTURA, rund um Urgewalt Derrick Green, brachten ab dem ersten Song „I Am the Enemy“ das Publikum zum Kochen. Die ersten zwei Songs entstammen dem gerade mal einen Monat alten Album „Machine Messiah“. Bei SEPULTURA hatte man das Gefühl die Band ist wirklich in ihrem Element, alles passte zusammen: Tontechnik, Show und Songs. Der Sänger Derrick Leon Green hüpfte und trommelte mit was das Zeug hielt, es wirkte fast als hätte man ihm sein Schlagzeug weggenommen und ihm als Ersatz dafür das Mikrofon in die Hand gedrückt. Ach, und eine kleine Trommel hat er auch bekommen welche er bei Songs wie „Choke“ beinahe vor Übermotivation zerschlug. Das soll nicht heißen er wäre kein guter Sänger, im Gegenteil, wer SEPULTURA kennt wird diesen Mann für seine Stimme lieben! Die Fans in den ersten Reihen konnten beweisen, dass die nicht für den Main Act gekommen sind, sondern für die in Brasilien gegründete Band. Mit Songs wie „Inner Self“, „Resistant Parasites“ oder „Refuse/Resist“ konnten SEPULTURA am Ende jeden noch so großen Kritiker in ihren Bann ziehen.

Setlist SEPULTURA

I Am The Enemy
Phantom Self
Choke
Desperate Cry
Alethea
Sworn Oath
Inner Self
Resistant Parasites
Refuse/Resist
Arise
Ratamahatta
Roots Bloody Roots


Gegen 21:40 trat dann endlich der Headliner des Abends auf die Bühne. Eine mehr oder weniger theatralische Eröffnungssequenz wurde sofort von den donnernden Gitarren in den Hintergrund gestellt. Mal abgesehen von der musikalischen Leistung, boten KREATOR eine Wahnsinnsshow. Wer sich schon nicht von der fantastischen Lichtshow beeindrucken ließ, dem wurden spätestens mit den diversen Feuer- und Spritzkanonen die Augen geöffnet. Aber ernsthaft, wo haben die Jungs diesen Lichttechniker her? Man war zwar teilweise dadurch leicht von der Band abgelenkt, aber dieser Tat einen wirklich guten Job! Begleitet wurde das Ganze von den grimmigen Gesichtsausdrücken der vier Deutschen. Jeder weiß, dass die Band zusammen mit DESTRUCTION, SODOM und TANKARD die Big Teutonic Four bildet und das auch wie wir finden wohl verdient. Mit „Gods Of Violence“ reiht sich ein weiteres Topalbum des Thrash Metals in die Erfolgsgeschichte der Gruppe. Obwohl man bei Songs wie „Satan Is Real“ die Stirn runzeln kann was die Lyrics betrifft, bringen KREATOR immer solide Leistung auf die Bühne. Das spiegelte sich auch im Publikum wieder, es wurde geheadbangt, gemosht und mitgegrölt bis einem der Schweiß auf der Stirn stand. Bei dem Versuch von Miland „Mille“ Petrozza den „größten“ Moshpit der Geschichte zu erzeugen, beteiligte sich beinahe der halbe Gasometer. Danach wurde fleißig im Kreis gelaufen bei Tracks wie „Total Death“, „Mars Mantra“ und „Enemy of God“. Auf vier Monitore auf der Bühne bekamen wir immer wieder Ausschnitte aus verschiedensten Musik – Videos zu sehen. Die Bildschirme waren leider etwas schief platziert, so konnte man Texte und Bilder immer nur versetzt betrachten.

Setlist KREATOR

Hordes Of Chaos (A Necrologue For The Elite)
Phobia
Satan Is Real
Gods Of Violence
People Of The Lie
Total Death
Mars Mantra
Phantom Antichrist
Fallen Brother
Enemy Of God
From Flood Into Fire
Apocalypticon
World War Now
Extreme Aggression
Civilization Collapse
-
The Patriarch
Violent Revolution
Flag Of Hate
Under The Guillotine
Pleasure To Kill


Als die Band jedoch mit Songs wie „From Flood Into Fire“ und „World War Now“ weiterspielten, verzieh man so etwas sofort. Was soll man groß zu einem Giganten wie KREATOR sagen - eine perfekte Show von Anfang bis Ende. Als kleine Zugabe gab es dann noch „Flag of Hate”, “Under the Guillotine” und “Pleasure To Kill” danach wurde von der Band eine Gute Nacht gewünscht.
Startete der Abend für uns doch eher mit Bauchweh, so waren wir am Ende des Abends mehr als zufrieden.


bollwerk

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Beitrag vom 22.02.2017
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