INSOMNIUM   BARREN EARTH   WOLFHEART  
26.01.2017 @ Szene

Fans der düsteren Metalklänge haben sicher noch den fulminanten Auftritt von INSOMNIUM am Kaltenbach Open Air in Erinnerung, und so war es nicht verwunderlich, dass der nachfolgende Auftritt der Finnen in Österreich in einem ausverkauften Haus stattfand.

So brachten die Melodic Death Metaller erneut in der Szene Wien die Bühnenbretter zum Beben, und präsentierten bei dieser Gelegenheit das neue Album „Winter´s Gate", das für viel Aufsehen sorgte, da INSOMNIUM mit diesem Werk völlig neue Wege einschlugen. Die Platte beinhaltet nämlich nur einen 40-minütigen Epos.

Aber erst waren zwei Support-Bands an der Reihe, die das Publikum ordentlich auf Touren bringen sollten. Zum Glück hatte sich der Veranstalter entschieden bereits vorab die Running Order bekanntzugeben, um zu verhindern, dass jemand etwas verpassen könnte. Ich erlebte das in der Szene ja auch schon anders, denn da gab es viele Bands, die wegen vorgezogener Beginnzeiten nur vor einer Handvoll Besucher spielen mussten.

So konnten sich WOLFHEART bereits über ein gut gefülltes Haus freuen, als sie um 19:30 die Bühne enterten. Die Melodic Death Metal Truppe rund um Tuomas Saukkonen legte mit den Alben "Winterborn" und "Shadow World" einen wahren Triumphzug hin, und war zuletzt als Supportband von SWALLOW THE SUN in Österreich zu bestaunen. Bereits damals konnten WOLFHEART absolut überzeugen, und so sollte es auch an diesem Abend sein.





Bei einem Intro, das direkt in den ersten Track überging, erschienen die vier Finnen unter lautem Jubel auf der Bühne. WOLFHEART präsentierten ihren ganz speziellen Mix aus Härte und melodischen Einlagen, gepaart mit dem harten Gesang von Tuomas Saukkonen, und konnten damit sogleich einige Mähnen zum Kreisen bringen. Zwischen den einzelnen Songs gab es kurze Ansagen von Tuomas, die von lauten WOLFHEART-Rufen und hochgerissenen Armen begleitet wurden. Man gab auch bereits ein neuer Song namens „Boneyard“ vom im März erscheinenden Album „Tyhjyys“ zum Besten, und der wurde mit ebenso viel Begeisterung aufgenommen wie die bereits bekannten Nummern. Leider war eine halbe Stunde Spielzeit verdammt wenig für so eine starke Band, aber WOLFHEART empfahlen sich damit erneut für eine Headliner-Tour.





Setlist WOLFHEART:

The Hunt
Strength And Valor
Ghosts Of Karelia
Boneyard
Zero Gravity
Routa Pt. 2


Die zweite Support-Band des Abends hatte es bis dato noch nie nach Österreich geschafft. BARREN EARTH stammen ebenfalls aus Finnland, machen Progressive Death/Doom und lieferten in der Vergangenheit drei Alben ab, mit denen die Jungs einige Aufmerksamkeit erregten. Ursprünglich war SWALLOW THE SUN-Vocalist Mikko Kotamäki bei dieser Band am Mikro, aber vor drei Jahren übernahm diesen Part ein neuer Sänger namens Jón Aldará von den Färöer-Inseln, der auch mit Death/Doom Metal-Partie HAMFERÐ Erfolge feierte.

Der Gig begann mit einem Klavier/Gitarren-Intro vom Band, und die Musiker nahmen nach der Reihe Aufstellung, um gleich danach mit vollem Einsatz loszustarten. Der Bandsound bestand abwechselnd aus rasanten und dann wieder doomig angehauchten Einlagen, zu denen Sänger Jón unter allerlei Verrenkungen einen Mix aus Growls und cleanen Vocals hervorbrachte. Die Rhythmuswechsel erfolgten teilweise ganz schön heftig, was aber bei vielen Besuchern verdammt gut ankam. Die Fans in den ersten Reihen ließen sich zu Begeisterungsstürmen hinreißen und so wurde dieser Gig für BARREN EARTH ein großer Erfolg, wie sich auch später am Andrang am Merch-Stand noch zeigen sollte.





Setlist BARREN EARTH:

The Leer
Flicker
A Shapeless Derelict
Set Alight
Cold Earth Chamber
On Lonely Towers


Bereits für 21:20 stand der Mainact auf dem Programm – eine nachahmenswertes Konzept für Konzerte unter der Woche, da die meisten doch am nächsten Tag arbeiten mussten. In der Umbaupause zog man im Hintergrund der Bühne das Transparent mit dem Artwork von „Winter´s Gate“ auf, und die Reihen vor der Bühne wurden immer dichter. Auf der Setlist stand auch „Winter´s Gate“ an erster Stelle, und so bewies man Mut und prästenterite das volle 40-minütige Werk live, ehe man mit dem regulären Programm mit Klassikern und Hits der Band startete.





Während die beiden Gitarristen Ville Friman und Markus Vanhala unter vielerlei Verrenkungen ihren Instrumenten starke Riffs entlockten, stand Bassist und Sänger Niilo Sevänen in seiner üblichen Pose am Mikro, und ließ zur mitreißenden Musik kraftvolle Vocals ertönen. Die Szene verwandelte sich dabei in ein wahres Pulverfass aus Begeisterungsstürmen. Wer nicht mitbangen wollte oder konnte, der riss die Arme nach oben, und weit und breit war keiner zu sehen, der nicht mitfeierte.





Setlist INSOMNIUM:

Winter´s Gate
-
The Gale
Mortal Share
While We Sleep
Bereavement
Change Of Heart
Only One Who Waits
The Promethean Song
-
Equivalence
Down With The Sun
Weighed Down With Sorrow

So wurde auch dieser Gig von INSOMNIUM zu einem einzigen Triumphzug, und es wird wohl zu überlegen sein, ob das nächste Konzert der Finnen nicht eine größere Halle verdienen würde. Wer an diesem Abend ohne Ticket draußen bleiben musste, oder einfach nicht genug von INSOMNIUM bekommen kann, für den gibt es gute Neuigkeiten. Die Jungs kommen dieses Jahr noch einmal nach Österreich und werden im August beim Metal On The Hill aufspielen.


Websites:
www.insomnium.net
www.barrenearth.com
wolfheartofficial.com




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Beitrag vom 22.02.2017
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