SOURCE OF HELL   WINGS OF GLORY   THE AUSTRIAN BLUES COMBO   SNOWBLIND DINOSAURS   CONCEPT  
17.02.2017 @ OKH, Vöcklabruck

Dieses Jahr ging die zweite Auflage des Rrock meets Metal Festivals in die zweite Runde. Ort des Geschehens war das OKH Vöcklabruck, in dem auch das örtliche Jugendzentrum untergebracht ist. Dort finden immer wieder einmal Musikevents statt und so war eigentlich alles vorhanden, was man für einen gelungenen Konzertabend braucht.

Das Festival war in musikalischer Hinsicht zweigeteilt. Der erste Tag stand mehr im Zeichen des Rocks, der zweite Teil war den Metal Bands vorbehalten.
Leider war es mir nur am ersten Abend möglich mit dabei zu sein, aber an diesem Tag standen bereits fünf Bands auf dem Programm, die unterschiedliche musikalische Stile präsentierten.

Eigentlich hätte das Festival bereits um 18:00 beginnen sollen, aber dann wurde doch um eine Stunde nach hinten verschoben, was ganz sinnvoll war, da erst so nach und nach die Leute eintrudelten.

So konnten sich die Opener CONCEPT doch schon über eine erkleckliche Anzahl Zuschauer freuen. Es kommt zwar öfters einmal vor, dass Vater und Sohn Musik machen, aber nur ganz selten entsteht eine Band daraus. Bei CONCEPT ist dies der Fall, und es wurden noch ein Drummer, eine Bassistin und eine flotte Sängerin engagiert, um dem Publikum dynamische Rock-Songs zu präsentieren.

Die Linzer dürften auch in Vöcklabruck bereits relativ bekannt sein, denn als die ersten Klänge ertönten, kamen viele in den Saal um der Truppe zu lauschen. CONCEPT gaben einen Mix aus dynamischen und melodischen Rock-Klängen zum Besten, und Vocalistin Janine steuerte mit klarer, kräftiger Stimme die Lyrics bei. Dabei zeigte sich die Sängerin als wahres Energiebündel und motivierte die Leute erfolgreich zum Mitmachen. Mit einigen Einlagen sorgte CONCEPT zusätzlich für Begeisterung – Janine begab sich unter die Leute und sang von dort aus weiter, und Gitarrist Daniel ließ sich von einem Fan auf den Schultern durch die Menge tragen. Auch die Aufforderung auf die Knie zu gehen und zu springen wurde von den meisten befolgt, und gegen Ende hin entwickelte sich der Gig zu einer richtigen Party, die für so manchen zu rasch zu Ende ging.





Setlist CONCEPT:

Monster
Concept
Ne Begin
Little Girl
Family
Listen
Happiness
Get Selfish
Vodka & Beer
Return To Fun
Fuck You


Danach mussten sich die meisten erst einmal an der Bar stärken, aber der Umbau ging relativ rasch voran, und bald waren wieder härtere Klänge aus dem Saal zu hören, die so manchen von der Bar weglocken konnten. SNOWBLIND DINOSAURS stammen aus der Nachbarstadt Gmunden und widmen sich seit gut zwei Jahren einem Mix aus Rock, Grunge, Alternative, Prog, Punk und Funk. Und die drei Jungs ließen sich nicht lange bitten, sondern begannen direkt nach dem Soundcheck ohne irgendwelche Ankündigung zu rocken. Man zeigte vollen Einsatz auf der Bühne und die dadurch entstandene Energie übertrug sich rasch auf die Anwesenden. Obwohl man kommentarlos ins Set startete, ließen sich die Jungs später zu allerlei launigen Ansagen hinreißen, und sorgten damit für das eine oder andere Schmunzeln. Dass SNOWBLIND DINOSAURS in dieser Gegend keine Unbekannten mehr sind, konnte man an der großen Anzahl der Fans, die vor der Bühne ordentlich mitfeierten, erkennen.





Setlist SNOWBLIND DINOSAURS:

Pet Play
Rosie
Unexpected Trip
Frozen Squirrel
Drop D Drop
Funky Monkey
Pink Raven On The Raver By The River


Ganz andere Rhythmen standen als nächstes auf dem Programm. THE AUSTRIAN BLUES COMBO stammt auch aus der Nähe von Vöcklabruck, und setzt musikalisch auf ihre große Begeisterung für den PowerHouse BluesRock. Bassist Jack und Gitarrist Phill sorgten mit unterhaltsamen Ansagen immer wieder für Lacher, aber in erster Linie überzeugte das Trio mit mitreißenden Blues Rock-Rhythmen und dem intensiven Gesang von Phill, der optisch auch locker als Ire durchgegangen wäre. Der Faszination dieser mitreißenden Musik konnte sich keiner entziehen und bald wiegten alle im Takt mit und versanken in den tollen Stücken. Es wurde noch einmal ein bisschen voller als bei den Vorgängerbands, und als Jack ein paar CDs verschenkte und eine neues Album ankündigte, gab es dementsprechend viel Beifall.





Setlist THE AUSTRIAN BLUES COMBO:

Reefer Headed Woman
Woke Up Dreaming
Diamonds
Bad Thing
I´m Bad
Back Where I Belong
Gone
The Blues
Lonesome Blues


Einen doch deutlich weiteren Anreiseweg brachten die nächsten Kandidaten hinter sich, und mir kamen die Grazer WINGS OF GLORY bereits auf der Autobahn Richtung Norden unter. Die sechsköpfige Truppe hatte einige Platzprobleme auf der kleinen, von einem Transparent geschmückten Bühne, aber dann wurde einfach ein Mikro neben dem Drumset aufgestellt und aller Raum genutzt der verfügbar war.

WINGS OF GLORY sind seit gut zwei Jahren zusammen, und präsentierten sehr harten und rasanten Heavy Metal. Die Jungs zeigten vollen Einsatz auf der Bühne, während Sänger Joe Rappitsch stimmgewaltige Vocals offenbarte und sich auch immer zu Ansagen in breitestem Steirisch hinreißen ließ. Leider schrumpfte das Publikum beim Gig der Jungs etwas, aber das dürfte daran gelegen haben, dass WINGS OF GLORY in Oberösterreich noch eher unbekannt waren. Für großes Erstaunen sorgten die Jungs jedoch mit „Hit Me“, einem BRITNEY SPEARS-Cover in etwas härterer Gangart, das der Combo viele Sympathien einbrachte. Der Weg war also nicht umsonst, und die Steirer überzeugten an diesem Abend sicher auch den einen oder anderen Oberösterreicher.





Setlist WINGS OF GLORY:

Quantum
Wog
Edge
Children
Animal
Hit Me (BRITNEY SPEARS-Cover)
STSA


Dann war es auch schon Zeit für die letzte Band des Abends, und das war quasi ein Heimspiel, weil die Jungs von SOURCE OF HELL alle in der Nähe von Vöcklabruck daheim sind. Schon im Vorfeld sah man einige Besucher mit Shirts dieser Band herumlaufen, und als die Truppe zu später Stunde auf die Bühne kam, fanden sich doch noch sehr viele im Saal ein, um noch ein letztes Mal an diesem Tag ordentlich abzufeiern und auch zwischendurch die Mähnen kreisen zu lassen. Man startete mit einem sehr melodischen Intro und schon zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung im Publikum bestens. SOURCE OF HELL boten ein sehr variantenreiches Set, und auch wenn die heftigen Rhythmen und aggressiven Riffs, gepaart mit hartem Gesang dominierten, war auch für eine Ballade namens „As The Little Swan Died“ Platz. Sänger Ratt trug neben intensiven Vocals auch launige Ansagen bei, wie etwa zum Song „Bitches Of The World United“ und heimste damit einige Lacher ein. SOURCE OF HELL überzeugten nach mehr als einem Jahr Live-Pause vollkommen, und nach dem letzten Song wurde lautstark eine Zugabe eingefordert, die mit „The Others“ nur allzu gerne gewährt wurde.





Setlist SOURCE OF HELL:

Lose It All
Resolved To Dust
Road To Ruin
The Betrayer
As The Little Swan Died
Bitches Of The World United
Psychotronic Men
Hellrider
-
The Others


So endete der erste Tag des Rock meets Metal Festivals mit einem Haufen zufriedener Gesichter. Weiters bleibt zu hoffen, dass es auch 2018 eine Neuauflage dieses Events gibt – zur Belebung der österreichischen Metal-Szene wäre es wünschenswert!


Websites:
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www.facebook.com/conceptrock
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Beitrag vom 06.03.2017
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