DEVIN TOWNSEND PROJECT   BETWEEN THE BURIED AND ME   LEPROUS  
14.02.2017 @ Arena

Devin Townsend zählt wohl zu den aktivsten Protagonisten der Progressive Metal Szene. So steht nach nunmehr 25 Jahren im Business eine unglaublich umfangreiche Diskografie zu Buche, Beteiligungen in diversen Nebenprojekten und Kooperationen noch gar nicht mitgezählt. Am Valentinstag gastierte der kanadische Tausendsassa mit seinem DEVIN TOWNSEND PROJECT in der großen Halle der Arena Wien. Mit dabei als Support, die Norweger LEPROUS und die Amerikaner BETWEEN THE BURIED AND ME. Was folgte war ein intensiver Prog Metal Abend, an dem die zahlreich erschienen Fans voll auf ihre Kosten kamen.

LEPROUS legten dann auch gleich fulminant los. Angeführt von der enormen Bühnenpräsenz von Keyboarder/Lead Vocalist Einar Solberg wurde ein atmosphärisch dichtes Konzert geboten, das die Leichtigkeit verdeutlichte, mit der sich diese Band zwischen den Genres bewegt. Virtuose Prog Passagen, Anleihen an Black Metal Stücke moderner Prägung und sphärische Instrumentalparts wechselten einander fließend ab. Ein toller Auftritt, der trotz der eher kurzen Spieldauer einen guten Einblick in das so vielfältige Schaffen der Band erlaubte.





Setlist LEPROUS:

Foe
Third Law
The Price
The Flood
Rewind
Slave


BETWEEN THE BURIED AND ME, oder wie Devin Townsend meinte „BTBAM as the kids call them these days“, standen dann in nichts nach und zeigten, warum sie sich inzwischen anschaulichen Respekt in der Metalszene erspielt haben. Ihre ganz eigene Mischung aus Mathcore und Avantegarde Metal wusste zu überzeugen und auch das Publikum würdigte die Performance durch eifriges Mitwirken.





Setlist BTBAM:

Fossil Genera - A Feed From Cloud Mountain
The Coma Machine
Lay Your Ghosts To Rest
Bloom
Option Oblivion
Life In Velvet


Als es dann Zeit war für den Headliner, machte Mister Townsend binnen Sekunden klar, dass er in bester Spiellaune angekommen war. „Rejoice“ vom zweiten Ziltoid-Tonträger war eine starke Ansage als Opener und das Publikum vom ersten Moment an voll dabei. Es folgte eine geschickte Auswahl an altem und neuem Material – letzteres übrigens durch die Bank absolut stark – unterbrochen lediglich von Devins launigen und wie immer lustigen Zwischenansagen. So forderte er vor „Planet Of The Apes“ eine neue Gitarre, die aktuelle sei „not metal enough“, und setzte in typischer Manier sein fiesestes „Hevy Devy“ Gesicht auf. Die Fans waren spätestens zu diesem Zeitpunkt voll im Konzert angekommen und klinkten sich ein in die spielerische, an Selbstironie nicht sparende, Performance.





Ein absolutes Highlight bot die akustische Solo-Improvisation des STRAPPING YOUNG LAD Klassikers „Love?“, die Devin auf Aufforderung durch einen Konzertbesucher spontan zum Besten gab. Gefühlvoll interpretierte er das Stück auf seiner Akustikgitarre und trug es gemeinsam mit dem inbrünstig mitsingenden Publikum vor. Beachtlich, liegt der Release von „Alien“ nun doch schon bald 12 Jahre zurück.

Setlist DEVIN TOWNSEND PROJECT:

Rejoice
Night
Stormbending
Failure
Hyperdrive
Where We Belong
Planet Of The Apes
Ziltoid Goes Home
Suicide
Supercrush!
March Of The Poozers
Kingdom
-
Love? (STRAPPING YOUG LAD)
Ih-Ah!
Higher


In Summe, ein erwartungsgemäß toller Konzertabend, an dem alle drei Bands stark ablieferten. Geprägt durch einen begeisterten, inspirierten Devin Townsend, der sich sichtlich und ehrlich über den regen Zuspruch seitens des Publikums freute.
www.hevydevy.com

Stephan

Zurück

Beitrag vom 09.03.2017
War dieser Bericht
interessant?

1 Stimme(n)
Durchschnitt: 7
Diesen Beitrag bewerten:
  
Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: