ANDERWELT   WE BLAME THE EMPIRE   THE MORPHEAN    REPLICA    THE CAMPING CHAIR PROJECT  
26.06.2017 @ Stadtwerkstatt

Das Burn Down The District Vol.5 versprach in der Linzer Stadtwerkstatt endlich mal wieder deftige Kost Made In Austria. Das Festival servierte in der warmen Frühlingsnacht eine Melange aus Thrash, Metalcore, Melodic-Death und düsteren Klängen.

Den Anfang machte eine blutjunge Truppe mit dem eigenwilligen Namen THE CAMPING CHAIR PROJECT. Doch man merkte sofort, dass die Jungs ein paar eigene Fans mitbrachten, die in den ersten Reihen für viel Bewegung sorgten. Recht traditioneller, aber moderner Metal irgendwo zwischen Prog und Heavy mit cleanen Vocals und ein paar Shouts zeugte bereits jetzt von Potential, wusste aber noch nicht so ganz vom Hocker zu reissen, doch die Metalheads, die sich bereits trotz der warmen Prise vor der Stadtwerkstatt auf der gemütlichen Treppe in den Saal wagten, applaudierten anerkennend.

REPLICA braucht man in Oberösterreich wahrlich kaum mehr jemandem vorstellen. Auch wenn es in den letzten Jahren etwas ruhiger um die Marchtrenker wurde, erspielten sich die Jungs in den letzten Jahren eine ansehnliche Fanbase. Die energischen Shows, die stets sehr spaßig und persönlich ausfielen, blieben stets in Erinnerung. Auch an diesem Abend sollte sich das wiederholen. Die Jungs gaben von Anfang an Vollstoff und bewegten sich so sehr es die kleine Bühne zuließ auf dieser hin und her. Vor allem Fronter Alex, der barfuß die Bühne unsicher machte, hüpfte, shakte und tanzte quasi vor den Fans, die sich anstecken ließen. Zwischendurch wurde gescherzt und auch in ESKIMO CALLBOY-Marnier diverse Headbang- und Tanztechniken einstudiert. Wie gehabt, eine mehr als solide und rundum gelungene Show der mittlerweile alten Hasen.





Setlist REPLICA:

Devil
Hey Strawberry You Would Be Looking Great On My Cake
The Curse Of Evil
Death By Command
Riven By Grief
God Is My Cellmate
True Terror
Living In Bondage
One Mile Down
The Funeral

Etwas ernster, aber nicht weniger enthusiastisch ging es im Anschluss mit den Jungs von THE MORPHEAN weiter. Auch die Linzer sind keine Unbekannten und beackern die Untergrundszene seit mehr als einer Dekade und stehen stets für einen fetten Mix aus Melodic-Death und Metalcore mit viel Bums. Ohne Umschweife startete man ins Set und heizte den Fans in der Stadtwerkstatt gehörig ein. Aber auch Sänger Burns, der Dank super Sound an diesem Abends besonders stimmgewaltig daher kam, verkniff sich aber auch nicht den einen oder anderen Scherz und Plausch mit den Fans und wurde dafür prompt ständig mit Schnaps versorgt. Zu Beginn mögen sich ein paar kleine Holperer in den Sound verirrt haben, doch dafür, dass man erst seit einer Woche mit dem neuen Drummer propte, legten THE MORPHEAN an diesem Abend eine gewohnte tighte Performance hin und verabschiedeten sich in die Nacht.





Setlist THE MORPHEAN:

Reanimated Breath
Lifedesigner
Show Your Scars
Sail Away
The Mass Infection
Crossroad
Mechanical
A Sinner´s Life

Straighten Metalcore sollten im Anschluss die Herren von WE BLAME THE EMPIRE, die nach diesen energischen Auftritten leichtes Spiel hatten, liefern. Bei den Vöcklabruckern ging es traditioneller im Metalcore verwurzelt zu und so bot man eine heftige Soundlawine, die aber durch einige Melodien und zuweilen recht poppigen cleane Vocals aufgelockert wurde. Auch hier gingen die mittlerweile etwas dezimierten Zuschauer gut ab und verlangten ihren Körpern trotz der späten Stunde so einiges ab. Solide, sympathisch und energisch – das sind auch für WE BLAME THE EMPIRE die passenden Schlagworte, und so fügten sich die Herren wunderbar ins LineUp ein.





Setlist WE BLAME THE EMPIRE:

Aim The Truth
Last Tide
Follow Me Into The Ocean
Still Near
The Day We left
Skylines
Asylum
Broken Home
When The Leaves Turn Red

Gegen Ende ging es dann weit düsterer zu, denn ANDERWELT wollten so gar nicht ins Konzept passen, lockten aber dennoch zur sehr späten Stunde so manch Fan vor die Bühne. Die Post-Black-Doom Jungs leiteten somit noch eine kleine klangliche Apokalypse ein und holten die Metalheads wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurück. Da man sich aber recht viel Zeit ließ und die Bühne erst recht spät, bzw. man könnte schon fast wieder früh sagen, war die Stimmung dann doch etwas gedämpfter. Gelungen war aber auch dieser Auftritt.

Events wie diese gibt es heute einfach viel zu wenige in Linz, somit danken wir den Jungs vom Burn Down The District, dem Shredfest, der Stadtwerkstatt und Sea Shepherd, die diesen Abend möglich machten. Gerne bald wieder!


FOTOS + E-CARDS


maxomer
Weitere Beiträge von maxomer


Zurück

Beitrag vom 07.06.2017
War dieser Bericht
interessant?

2 Stimme(n)
Durchschnitt: 7
Diesen Beitrag bewerten:
  
Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: