BURY TOMORROW   ALL FACES DOWN   DEAD LIKE JULIET   A SERENADE TO KILL   SIN EATER   LEVITATE  
30.09.2017 @ Explosiv

Nach zwei Auflagen des Rise Up Festivals in Judenburg, wagten es die Veranstalter, einen Core Ausläufer in Graz auf die Beine zu stellen. Und man merkte sofort, dass auch hier ausreichend Fans dazu vorhanden sind, denn schon lange vor Beginn füllte sich die Venue, sodass einem erfolgreichen Abend nichts im Wege stand.

Als sich mit einer halben Stunde Verspätung, kurz vor 17:00 Uhr die Türen öffneten, strömten bereits zahlreiche Besucher in den Saal um beim Gig von LEVITATE dabei zu sein. Der begann mit einem erstaunlich eingängigen Intro, bevor man dynamischen Core auf die Besucher losließ. LEVITATE setzen auf zwei sehr konträre Sänger. Der eine, groß und kräftig, ließ hammerharte Growls vom Stapel, der andere, etwas kleiner und sehr schlank, steuerte melodisch-cleane Vocals bei, wodurch ein sehr abwechslungsreicher Effekte entstanden, was ebenso wie der Sound der Band, zu ersten Begeisterungsstürme bei den zahlreich anwesenden Fans der Band führte.

Als optische Untermalung waren bei den ersten drei Bands des Abends Podeste im Einsatz, aus denen unterschiedliches Licht und Rauchsäulen emporstiegen, so machten sich die Musiker einen Spaß daraus, auf diese Podeste zu klettern und sich einnebeln zu lassen. Nach einem kurzweiligen Set der Jungs war die Aufwärmrunde also erfolgreich überstanden.





Setlist LEVITATE:

Intro
Withered
Naive
Iwaw
Youthen
Home Lost
The Self
Maybe I Am


Nachdem die Musiker von SIN EATER bei einem düsteren Intro aus wenigen Tonfolgen auf die Bühne stürmten, ging es gleich mit gewaltigen Dampfhämmern auf die Ohren los. Auch diese Band nutzte die Podeste um zu posen und mit den Fans zu interagieren. Die Grazer Deathcore´ler ließen knallharte Riffs auf die Leute niederhageln, die von aggressiv schreienden Growls untermalt wurden, zu denen der Sänger wie ein Wilder über die Bühne fegte. Bei einem Track ließ er sich kurz vom LEVITATE-Growler, der im Publikum stand, aushelfen, denn direkt vor der Bühne tat sich nicht sehr viel, der Großteil stand nämlich in sicherem Abstand im hinteren Breich. Der Freiraum dazwischen wurde bald einmal als Arena für den einen oder anderen Moshpit genutzt, und wer sich das nicht antun wollte, der riss eben die Arme in die Höhe und jubelte. Für so manchen hätte der Gig von SIN EATER wohl noch länger dauern können, aber es gibt sicher bald wieder einmal die Gelegenheit die Jungs auf der Bühne zu erleben.





Setlist SIN EATER:

Unending
Darkened
With Death Clad
Tartarus
Eight
Imperative Disease
Apostasy


Wer es nicht gar so knallhart wollte, für den war die nächste Band eine angenehme Erholung für die Ohren. A SERENADE TO KILL stammen aus Köflach und präsentieren eine moderne Variante des melodischen Core, denn die junge Truppe steht irgendwo zwischen AVENGED SEVENFOLD und BULLET FOR MY VALENTINE. Bereits beim sehr gefühlvollen Intro war klar, dass jetzt weniger Aggression sondern mehr Melodisches zur Ergänzung der modernen Riffs am Programm stand. Zur kräftigen Stimme von Vocalist Kevin "KEV" Kassar ließ auch gelegentlich Bassistin Nina Zwanzer ihre schöne Stimme erklingen, und für ein als „Schmusesong“ betiteltes Duett gab es jede Menge Beifall. Im gut gefüllten Saal gingen die Leute begeistert mit, hüpften und moshten was das Zeug hielt, und zeigten sich schwer begeistert vom Dargebotenen. Der Mix aus harten und melodischen Kreationen kam verdammt gut an und A SERENADE TO KILL lieferten einen beeindruckenden Gig ab, zu dem man den Köflachern nur gratulieren kann.





Setlist A SERENADE TO KILL:

Intro
Now Do It Without Me
War
Riverside
We Don´t Give Up
All For One
Break My Fall
Devil Inside


Ein kurzes Intro diente als Untermalung für das Faust-an-Faust-Ritual der nächsten Band. DEAD LIKE JULIET nahmen die weite Anreise aus Meran/Italien auf sich, um den Steirern ihren Post-Hardcore zu präsentiern, und wurden begeistert empfangen. Die Südtiroler gaben von Anfang an Vollgas, und Sänger Ale fegte nicht nur über die Bühne, sondern betonte auch bei seinen Ansagen in deutscher Sprache die große Freude, in der Steiermark spielen zu können. Alle Musiker turnten während des Spielens herum, und Keyboarder Magge schnappte sich gelegentlich sein Mikro, stürmte nach vorne an den Bühnenrand und unterstützte Fronter Ale bei den Vocals. Diese Dynamik und Energie übertrug sich unmittelbar auf das Publikum, und es wurde abgefeiert, gebangt und gemosht was das Zeug hielt, und so werden DEAD LIKE JULIET nur die allerbesten Erinnerungen an diesen Abend mit nach Hause genommen haben.





Setlist DEAD LIKE JULIET:

Intro
The Uprising
Heading For The Sun
Tempest
Alone Or Together
Like The Woods We Stand
Sorrow Shared
You Never Know
Freedom


Im Anschluss baute man die Bühne um und stellte neben einem großen Backdrop, mit Lichtleisten versehene Aufstelltransparente, die effektvoll den Gig von ALL FACES DOWN ankündigten, auf. Die Wiener Post-Hardcoreler wurden bereits sehnsüchtig von vielen erwartet und schon lange vor Beginn füllten sich die ersten Reihen vor der Bühne. Ein kurzes Klavier-Intro war der Startschuss für die flott gespielten, melodischen Klänge, zu denen Sänger Lukas Mantsch nicht allzu tiefe aber sehr druckvolle Lyrics beifügte und dabei über die Bühne wirbelte. Aber nicht nur er erwies sich als sehr beweglich, auch die anderen Musiker zeigten vollen Einsatz, und der übertrug sich auch unmittelbar auf das Publikum, das begeisterte mitfeierte und binnen kürzester Zeit entstand richtige Partystimmung. Beim Gig der Wiener waren fast alle in der Halle, und das zeigte deutlich die Beliebtheit von ALL FACES DOWN, die wohl auch in Zukunft gern gesehene Gäste in der Steiermark sein werden.





Setlist ALL FACES DOWN:

So It Begins
Stop To Fall
Sink Or Swim
Changes
I Hope You Know
Young
Letters
Hero Of The Day
Forevermore
Moments


Und dann war es auch schon Zeit für den Headliner BURY TOMORROW, die ohne jeglichen Bühnenschmuck auskamen, und sich nur auf die Kraft ihrer Instrumente und Stimmen verließen. Die Herren aus Südengland zählen seit vielen Jahren zu den Stars innerhalb der Core-Szene, und als es dunkel im Saal wurde, und bedrohliche Folgetonhornklänge aus den Lautsprechern kamen, gab es unter den zahlreichen Leuten im Saal keine Halten mehr. Zu den abwechslungsreiche Core-Sounds fetzte Vocalist Daniel Winter Bates im Adidas-Pulli und mit Kappl von einer Ecke zur anderen, und peitschte immer wieder die Leute vom Bühnenrand aus ein. Dazu gab es ausführliche Ansagen zu den jeweiligen Songs, und das Publikum ließ sich auch immer wieder zum Mitsingen animieren, und zeigte sich dabei sehr textsicher. Auch die Aufforderung zum Moshpit war eher überflüssig, da die Fans ohnehin bangten und moshten was das Zeug hielt, während sich die Truppe durch die Diskographie spielte, dabei aber ein Hauptaufenmerk auf das aktuelle Werk "Earthbound" legte. BURY TOMORROW waren ein Hammer-Abschluss und ließen nur erschöpfte, aber in erster Linie zufriedene Gesichter zurück.





Damit ging ein erfolgreicher Abend im Explosiv zu Ende und man sieht sich im März im Veranstaltungszentrum Judenburg, wo die Fans wieder einige Dampfhämmer zum Abfeiern erwarten!
Stay tuned!



Weblinks:
www.facebook.com/BuryTomorrow
www.facebook.com/allfacesdown
www.facebook.com/deadlikejuliet
www.facebook.com/ASerenadeToKill
www.facebook.com/sineaterofficial
www.facebook.com/lvtband


FOTOS + E-CARDS
www.riseupfestival.at

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Beitrag vom 17.10.2017
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