SHREDFEST #3: REAP   LOST VITAL SPARK   ATHIRIA   VANITAS   
20.10.2017 @ Stadtwerkstatt

Das ambitionierte Shredfest ging kürzlich in der Stadtwerkstatt Linz in die dritte Runde. Mit dabei eigentlich fünf aufstrebende Bands aus der lokalen Szene. Leider mussten aber DARKFALL, die eigentlich ihr neues Werk präsentieren sollten, kurzfristig absagen. Ersatz wurde so schnell keiner gefunden, doch die restlichen vier Mannschaften gaben sich redlich Mühe diesen Verlust zu kompensieren.

Den Anfang durften VANITAS machen. Doch wer sich jetzt über die einstigen Gothic Rocker aus Niederösterreich freut, der sollte wissen, dass diese Combo 2007 zu Grabe getragen wurde, und dort auch nach wie vor verweilt. Hierbei handelt es sich um Newcomer, die mit ihrem Keyboard-lastigen Melodic Death Metal an diesem Abend erst zum zweiten Mal auf der Bühne standen und sich hierfür schon zahlreiche Fans einluden, wie man am jetzt schon recht vollen Hause sehen konnte. Zwar habe ich nur noch die letzten paar Minuten mitbekommen, doch was ich so sehen konnte und mir von anwesenden Zuschauern bestätigen ließ, feierten die Jungs und Mädel einen vernünftigen Einstand in Linz.





Den zweiten Slot füllten ATHIRIA und wenn ich füllen sage, dann meine ich das auch, denn so voll sollte der Saal im ersten Stock der STWST an diesem Abend nicht mehr werden. Man merkt, dass die Jungs ebenso wie ihre Kollegen, reichlich die Werbetrommel gerührt haben und sich selbst einen kleinen aber feinen Fanclub mit brachten. Musikalisch wurde wie gehabt technisch anspruchsvoller und knüppelnder Death Metal geboten. Die Stimmung war natürlich von Anfang an großartig, auch wenn sich für mich über die gesamte Spielzeit zu wenige Abwechslung im Set der Oberösterreicher abspielte. Das kompensierte man aber mit sympathischen Ansagen und brachialem Sound, was sie jeweils großen Applaus und Lärm von den Fans ernten ließ. ATHIRIA beherrschen ihre Instrumente, zeigten sich auch auf der Bühne souverän, könnten aber in Zukunft etwas mehr Bewegung in ihre Show bringen, beziehungsweise mehr als Einheit agieren. Das störte die begeisterten Freunde der Band sicher nicht, denn die Zugabe-Rufe waren lautstark und hallten noch lange nach.





Setlist ATHIRIA:

Property
Addicted To Kill
A Predators Prey
Blood Vengeance
My Vicious Circle
Beast Within
Cadaver Feast
Force Of Evil
Pestilence
Brutality


Es folgten die Jungs von LOST VITAL SPARK, die in Linz mittlerweile als Urgesteine zu bezeichnen sind. Die Melodic Deather im Sinne vom Göteborg-Sound zeigten auch dieses Mal große Spielfreude, mussten aber mit einem kleineren Publikum vorlieb nehmen, welches aber nicht weniger enthusiastisch mitfeierte. Fronter Stefan gab sich stellenweise recht redselig und sichtlich gutgelaunt und betonte mehrfach, dass die neue EP bald fertig sei – die letzte liegt ja auch schon wieder vier Jahre zurück; das Debüt-Album hat sogar acht Lenze am Buckel. Man merkte schon, dass der Sound dynamischer wirkte und LVS auch mehr Bühnenerfahrung mitbrachten. Auch hier stimmten somit Sound, Atmosphäre und Stimmung von Anfang bis Ende. Mittlerweile waren die Fans somit auch auf einer hohen Betribestemperatur, so dass am Bierstand im hinteren Bereich reges Treiben herrschte, um sich abzukühlen und für den letzten Act des Abends bereit zu machen.





Setlist LOST VITAL SPARK:

Adulation
Idyll’s Legacy
Infinte Jest
Redundant
Obsolete
Resonance
Commerce
Deceit


Den Abschluss bildete die Hartkirchner Groove-Metal Institution REAP, die Fans von SOULFLY, SEPUTLURA und Co. auf jeden Fall schon länger ein Begriff sein sollten, spielen sich die Jungs schon seit einigen Jahren fleißig in die oberösterreichische Bangerschaft. Die Jungs gaben sich stoischer und ruhiger, legten aber den mit Abstand professionellsten Gig hin, versprühten dennoch auch eine leichte familiäre Stimmung im Saal. Vorrangig ließ man aber die brachiale, groovende Musik für sich sprechen. So bot man reichlich Material aus den veröffentlichten Werken „Neckbreak Hotel“, „To All Hated“ und deren Vorgänger. Auch REAP haben schon seit 2014 nichts mehr auf den Markt gebracht. Das beeinflusste den Gig jetzt aber nicht wirklich negativ, doch ein paar neue Nummern wären natürlich schon wünschenswert für die nächsten Auftritte. Toppen konnte man die gute Stimmunge gegen Ende dennoch nochmal mit dem starken SEPULTURA Cover "Roots", das kräftig mitgebrüllt und abgefeiert wurde. Verschwitzt, müde, aber mehr als zufrieden wurden dann die Zuschauer in die Nacht entlassen.





Setlist REAP:

Stalingrad
Sequel Of Hate
Same Disease
Liar
Battlefield
Neckbreak Hotel
Sloth
Revenge
Roots (SEPULTURA)


Das Shredfest zog wieder einige Fans des gepflegten Metal, die auch gerne die eigene Szene unterstützen, an und das ist auch gut so, denn alle auftretenden Bands haben sich an diesem Abend auf jeden Fall die Anerkennung mühelos erspielen können. Hoffentlich lässt die nächste Ausgabe nicht allzulange auf sich warten und findet genauso guten Anklang.


Freundlichen Dank an ParadoxFotografie (www.facebook.com/ParadoxFotografie) für die Bereitstellung der Fotos.



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maxomer
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Beitrag vom 29.10.2017
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