CRADLE OF FILTH   MOONSPELL   EPSILON   
26.02.2018 @ Simm City

Die Simm City entwickelte sich in letzter Zeit zu einer gefragten Konzertlocation, und nun fanden sich dort CRADLE OF FILTH und MOONSPELL ein, um die eher nüchterne Halle in einen düsteren Ort zu verwandeln.

Aber erst einmal ging es gar nicht so dunkel zur Sache, denn die Opener EPSILON brachten die Leute mit straightem Death Metal auf Touren. Ich sah die St. Pöltener zuletzt am Kaltenbach Open Air 2016, wo sie das Publikum ordentlich aufmischten, und so ähnlich war es auch an diesem Abend. Zu Beginn waren die Leute noch eher verhalten, tauten aber zumindest zum Teil nach einer Weile doch auf. Diese kompromisslosen Klänge trafen wohl nicht den Geschmack aller COF Fans, sodass einige vor der Halle abwarteten, aber diejenigen die drinnen blieben, feierten nach einer Weile eifrig mit EPSILON ab. Dazu trug auch Vocalist Josch viel bei, der über die Bühne stürmte, aggressive Growls ins Mikro stieß, und mit einigen Ansagen Werbung für künftige Auftritte und Merch machte. Für EPSILON war dieser Gig sicher eine sehr gute Gelegenheit, ein paar neue Fans dazuzugewinnen, und so mancher wird sich wohl schon auf die weiteren Auftritte dieses Jahr bei diversen Veranstaltungen freuen.





Setlist EPSILON:

Come Pain Come
I Shall Feast On The Flesh Of My Enemies
Ein Zarter Hauch Von Menschlichkeit
Foxy Knoxy
Witness My Transformation Evisceration
Medley: Schwertransport / Die Lebenden Und Die Toten


In der Simm City gibt es keinen Vorhang während der Umbauten, sondern eine Videoleinwand vor der Bühne, auf der auf künftige Konzerte hingewiesen wird, während dahinter alles für die nächste Band vorbereitet wird. Als dann aber endlich diese Leinwand wieder hochgezogen wurde, ein mystisches Intro erklang, und MOONSPELL-Vocalist Fernando Ribeiro in schwarzem Mantel und Schlapphut, sowie mit einer Laterne in der Hand auf der Bühne seine Runden zog, gab es in der Menge kein Halten mehr. Es folgte ein wahres Epos an Klängen, und der charismatische Sänger intensivierte diese Klangwelten mit kraftvoller Stimme und ausdrucksvoller Gestik. Die ersten Tracks stammten vom neuen Konzeptalbum „1755“, das von der schlimmsten Naturkatastrophe Lissabons handelt, und die verzweifelte Stimmung, die wohl damals in dieser Stadt herrschte, wurde gekonnt herübergebracht. Aber natürlich wurde auch auf die alten Hits wie etwa „Opium“ nicht vergessen, und bei „Scorpion Flower“ holte Fernando Lindsay Schoolcraft von CRADLE OF FILTH zur gesanglichen Unterstützung auf die Bühne. Gar zu schnell verging die Stunde Spielzeit, und die Fans hätten den Portugiesen noch gerne deutlich länger zugehört, aber nach dem frenetischen Beifall für diesen Gig wird es MOONSPELL sicher nicht schwer fallen, auch in Zukunft Österreich in die Tourpläne aufzunehmen.





Setlist MOONSPELL:

Em Nome Do Medo
1755
In Tremor Dei
Desastre
Opium
Awake!
Scorpion Flower
Evento
Todos Os Santos
Alma Mater
Full Moon Madness


Auch CRADLE OF FILTH hatten ein neues Album im Gepäck, denn „Cryptoriana - The Seductiveness Of Decay“ war der Grund für diese große Europatour, bei der dieses Mal auch Wien auf der Liste stand, nachdem beim letzten Album-Release nur in Dornbirn Halt gemacht wurde. Bei einem opernhaften Intro erschien die Truppe rund um den extravaganten Sänger Dani Filth bleich geschminkt auf der Bühne, und als Dani in Lederkluft mit Federumhang daherwirbelte, wurde er mit enthusiastischem Beifall empfangen. CRADLE OF FILTH wird ja für sehr symphonische Black Metal Songs mit Danis wechselvollem Gesang aus tiefen Growls und hohen Screams geschätzt, und was das betraf wurden alle Erwartungen voll erfüllt. Keyboarderin Lindsay Schoolcraft war an diesem Abend nicht nur Gastsängerin bei MOONSPELL, sondern feierte auch ihren Geburtstag, wozu ihr lautstark gratuliert wurde.

Dani betonte in einer seiner vielen Ansagen sein Erstaunen, dass an einem Montag-Abend so viele Leute anwesend waren, und freute sich sichtlich darüber. Der Gig entwickelte sich zu einem wahren Festspiel der düstersten Art, und die Leute gingen voll mit, und sparten nicht mit Applaus. So wurde dieser Abend zu einer schwarzen Party für Publikum und Band.





Setlist CRADLE OF FILTH:

Intro (Ave Satani)
Gilded Cunt
Beneath The Howling Stars
Blackest Magick In Practice
Heartbreak And Seance
Bathory Aria: Benighted Like Usher / A Murder Of Ravens In Fugue / Eyes That Witnessed Madness
Dusk And Her Embrace
The Death Of Love
You Will Know The Lion By His Claw
-
Intermission (A Bruise Upon The Silent Moon)
The Promise Of Fever
Nymphetamine (Fix)
Her Ghost In The Fog
Born In A Burial Gown
From The Cradle To Enslave
Outro (Blooding The Hounds Of Hell)

Websites:
www.facebook.com/cradleoffilth
www.facebook.com/moonspellband
www.facebook.com/epsilonthrash


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Beitrag vom 08.03.2018
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