LONG DISTANCE CALLING  
09.03.2018 @ B72, Wien

Mit dem aktuellen, wie großartigem Album “Boundless” im Gepäck, gestaltete sich die aktuelle Tour zu einem Siegeszug. Zwölf der 15 Shows in Deutschland, der Schweiz und Österreich waren ausverkauft. So auch das Konzert im Gürtelbögenlokal B72. Wie dem gemeinen Konzertbesucher in Wien bekannt sein mag, kommt ein gut gefülltes B72 unter Umständen einer Sauna gleich.

Eins gleich vorne weg, dies war im Gegensatz zu anderen Konzerten nicht der Fall, klar stand man dicht, aber war es zu keinem Zeitpunkt unangenehm oder war man verleitet, wie vor einigen Jahren bei FUCKED UP sich seiner Oberbekleidung zu entledigen, ob der gefühlten 50 Grad über dem Gefrierpunkt.





Das Quartett, auf dieser Tour wieder komplett ohne Gastsänger, eröffnete das Set mit dem druckvollen „Ascending“ vom neuen Album. Der Sound war von Beginn an mehr als tight, und der Band war vom ersten Riff an anzusehen, wie sehr sie diese Tour genießen und unterstrichen ihre Spiellaune noch mit breitestem Grinsen. Gefolgt von „Trauma“ vom „Trips“ Album, das in angenehmer Weise den ebenso großartigen KARMA TO BURN gemahnt, bevor dann das epische „Aurora“ folgte, dass sich schon fast als Klassiker bezeichnen lässt, hat dieser Song doch auch schon zehn Jahre am Buckel.





Setlist:

Ascending
The Figrin D’an Boogie
Trauma
In The Clouds
Aurora
Black Paper Planes
Out There
Into The Black Wide Open
The Far Side
Sundown Highway
Skydivers
Apparitions
Arecibo (Long Distance Calling)
Metulsky Curse Revisited
-
Beyond The Void


LONG DISTANCE CALLING zogen also an jenem Abend den Register quer durch ihren doch schon beachtlichen Backcatalogue bevor sie das imposante Set mit „Beyond The Void“ als Zugabe beendeten. Eine großartige Band die live ihre Stärken erst so richtig ausspielt und das Fehlen eines Sängers in keiner Sekunde ins Gewicht fällt, was bei Instrumentalkonzerten ja so manchmal der Fall ist, dafür sind die Herrschaften aber einfach zu gute Songwriter und haben ihre Tracks mehr als genug Substanz und Druck. Einziger Wermutstropfen, dass doch etwas verhaltene Wiener (Metal-)Publikum - bei dieser groovenden Riffdichte hätte man sich doch ein wenig mehr Bewegung erwartet.


www.longdistancecalling.de/

tsunemoto
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Beitrag vom 21.03.2018
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