NE OBLIVISCARIS   ALLEGAEON   VIRVUM  
21.04.2018 @ ESCAPE Metalcorner

Der Aufstieg von NE OBLIVISCARIS vor gut zwei Jahren war beinahe raketenhaft, so freute man sich, dass die Australier nach dem Release der neuen Platte „Urn“ endlich wieder nach Österreich kamen. Es wurde der Wiener Escape Metalcorner mit den mitreißenden Klängen der Truppe gefüllt, und dies natürlich vor ausverkauftem Haus. Im April erwartet man ja eher noch frischere Temperaturen, aber genau an diesem Wochenende standen sommerliche Grade am Programm, und dementsprechend heiß war es trotz Kellerlage auch im Escape.

Dennoch waren schon viele anwesend, als die erste Band um 20:00 Uhr zu spielen begann, was ja leider nicht immer der Fall ist. Die Schweizer VIRVUM sind vielleicht noch nicht sonderlich bekannt, aber scheinbar kamen doch einige Fans zum Gig, denn die Stimmung im Saal war bereits beim Intro bestens. Musikalisch gab es druckvollen Death Metal, der mit wenigen melodischen Einlagen und vielen variantenreichen Gitarrenriffs ergänzt wurde, wodurch eine spannungsgeladene Atmosphäre entstand. Vocalist Bryan Berger gab alles und verrenkte sich in alle Richtungen, während er die Leute einpeitschte. Diese Energie übertrug sich voll auf das Publikum, und als die Schweizer nach einer halben Stunde die Bühne verließen, taten sie es unter frenetischem Beifall. VIRVUM nutzten die Chance, bei dieser Tour die Fanbase weiter auszubauen, und der Merch-Stand war danach gut frequentiert.





Das Drumset in der Nische wurde verhängt, und ein eigenes für die nachfolgende Band aufgebaut, obwohl dafür auf der kleinen Bühne des Escapes kaum Platz war. Aber dennoch hatten die fünf Mannen von ALLEGAEON noch genug Platz, um vor dem dicht gedrängten Publikum ordentlich aufzugeigen. Die US-Amerikaner spielen Melodic Death Metal, und damit eine ähnliche Richtung wie der Mainact. Zu den fetten Beats wurde gerifft, was das Zeug hielt, aber auch für Auflockerung wurde durch diverse Melodien gesorgt. Vocalist Riley McShane, der optisch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem deutschen Barden MARC FOSTER aufwies, steuerte einen Mix aus tiefen Growls und hohen Screams bei. Im Verlauf wurde aus diesem Gig eine einzige knüppelharte Party, bei der alle die Hände hochrissen und mit ALLEGAEON mitfeierten. Dabei ließ man sich auch nicht von der gewaltigen Hitze im Saal beeinflussen. Allerdings wurde nach Gig-Ende nicht nur der Merch-Stand gestürmt, sondern in erster Linie die Bars.





Flugs wurde das Drumset im Vordergrund wieder entfernt, und so Platz für die sechs Australier geschaffen, die bei einem gelungenen Intro nach und nach auf der Bühne erschienen. NE OBLIVISCARIS hatten schon ein bisschen Platzprobleme auf der Bühne, und rückten dadurch sehr nahe ans Publikum, was aber gerade von den Mädels in den ersten Reihen nicht unbedingt als Fehler gesehen wurde, da sie dadurch mit den beiden feschen Sängern fast auf Tuchfühlung gehen konnten. NE OBLIVISCARIS brachten ihren gelungenen Mix aus heftigen Riffs und schönen Melodien zu Gehör, zu dem Tim Charles neben Violintönen auch angenehme Vocals absonderte, während Xenoyr für verschiedenste Growls zuständig war. Tim übernahm auch die Ansagen der Tracks, betonte die deutlich spürbare Freude über diesen ausverkauften Gig, fragte das Publikum ob nur ihm so heiß sei oder den anderen auch, konnte sich jedoch nicht entschließen, während des Gigs seinen Langarmpulli auszuziehen. Xenoyr dagegen verschwand immer dann, wenn er nichts zu singen hatte, von der Bühne – offenbar war es im Backstagebereich etwas kühler. Gespielt wurde vorrangig einiges vom neuen Album „Urn“, aber auch einige ältere Nummern fanden ins Set, aber alles wurde gleich euphorisch aufgenommen. NE OBLIVISCARIS konnten von Anfang an alle in ihren Bann ziehen, und die Begeisterung kannte keine Grenzen, obwohl jede Bewegung Schweißausbrüche nach sich zog, aber das war in diesem Moment wohl jedem völlig egal.





Setlist NE OBLIVISCARIS:

Devour Me, Colossus, (Part II): Contortions (Intro)
Libera (Part I): Saturnine Spheres
And Plague Flowers The Kaleidoscope
Intra Venus
Painters Of The Tempest (Part II): Triptych Lux
Eyrie
Urn (Part I): And Within The Void We Are Breathless
Urn (Part II): As Embers Dance In Our Eyes
-
Devour Me, Colossus (Part I): Blackholes


Man kann nur hoffen, dass die Australier auch bei der nächsten Tour wieder Halt in Österreich machen – da aber wohl besser in einer etwas größeren Location, die wohl auch problemlos gefüllt werden könnte.

Websites:
www.facebook.com/NeObliviscarisBand
www.facebook.com/Allegaeon
www.facebook.com/virvum



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Beitrag vom 03.05.2018
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