ENSIFERUM   EX DEO   WIND ROSE  
06.05.2018 @ Szene

Die Epic Folk Metal Band ENSIFERUM aus Finnland veröffentlichte letztes Jahr ein neues Album mit dem Titel „Two Paths“, und so gab es dazu auch eine neue Europa-Tour, bei der auch am 6.5.2018 in der Szene Wien Halt gemacht wurde.
Ein sehr warmes Wochenende neigte sich dem Ende zu, aber dennoch gab es viele, die den Sonntagabend noch mit mitreißenden Klängen verbringen wollten.

Die Hitze war vermutlich auch der Grund für die zu Beginn des ersten Gigs noch spärlich gefüllten Ränge. Aber als WIND ROSE bei einem Vogelgezwitscher-Intro auf die Bühne kamen wurde es rasch voller. Diese italienische Folk Metal Band kannten zu diesem Zeitpunkt sicher nur wenige, obwohl man schon auf einige Jahre Bandhistorie zurückblicken konnte. Die Jungs waren genial kostümiert in dicken Jacken mit Leder-Schulterschützern und dicken Fellstiefeln, und wenn man bedachte wie heiß es in der Szene an diesem Abend war, konnte man den vollen Einsatz auf der Bühne nur bewundern. Und daran gab es wahrhaft nichts zu bekritteln. Die Italiener zeigten sich voll motiviert, bangten selbst eifrig zu ihren Folk Metal Klängen mit und zeigten deutlich, wieviel Spaß sie am Livespielen hatten. Dieses Feeling übertrug sich auch prompt aufs Publikum, und bereits nach wenigen Minuten konnte man jede Menge hochgerissene Arme und auch den einen oder anderen Headbanger erblicken. Vocalist Francesco Cavalieri steuerte zu den manchmal schnelleren, dann wieder langsameren Klängen kraftvollen Gesang und begeisterte Ansagen bei, und band immer wieder das Publikum in das Geschehen ein. Für WIND ROSE war diese Tour die Chance neue Fans zu gewinnen, und diese nützten sie voll und ganz.





Setlist WIND ROSE:

Fallen Timbers
Rebel And Free
The Returning Race
Drunken Dwarves
To Erebor
The Breed Of Durin


Es waren bereits einige Jahre ins Land gezogen, seit sich KATAKLYSM-Frontman Maurizio Iacono mit seinen Legionären von EX DEO auf große Fahrt begab, um die Herzen der Fans erneut im Sturm zu erobern. Die Kanadier brachten letztes Jahr ihr drittes Album mit dem Titel „Immortal Wars“ auf den Markt, und so war es ohnehin an der Zeit, die neuen Songs live zu präsentieren. Im Verlauf der Tour musste Bassist Dano Apekian aus schwerwiegenden familiären Gründen abbrechen, sodass nur vier Musiker in Wien bei einem bombastischen Intro auf der Bühne erschienen. Die Gitarristen waren nur obenherum als römische Recken verkleidet, aber Maurizio präsentierte sich in voller Adjustierung als römischer Feldherr, und drückte auch in vielen kämpferischen Posen historisches Feeling aus. Die Setlist beinhaltete nicht nur neue Songs sondern einen Mix aus allen drei Alben, und alles kam sehr gut an. Viele symphonische Klänge vom Band ergänzten die druckvollen Töne, und Maurizio fügte kraftvollen Gesang dazu. Die Kanadier hatten das Publikum von Anfang an auf ihrer Seite und es wurde abgefeiert was das Zeug hielt, wodurch sich der Saal in einen Hexenkessel verwandelte. Man darf gespannt sein, wann sich EX DEO wieder einmal die Ehre geben. Die Fans würden sich jedenfalls freuen, wenn es dieses Mal nicht so lange dauert.





Setlist EX DEO:

The Rise Of Hannibal
I, Caligvla
Pollice Verso (Damnatio Ad Bestia)
Suavetaurilia (Intermezzo)
Cato Major: Carthago Delenda Est!
Ad Victoriam (The Battle Of Zama)
The Final War (Battle Of Actium)
The Roman
Romulus


Es ist ja mittlerweile üblich, dass Bands bzw. die Veranstalter extra teure Tickets inklusive Meet and Greet anbieten. ENSIFERUM gingen da einen anderen Weg, und standen in der Umbaupause zwischen WIND ROSE und EX DEO allen Fans für Autogramme und gemeinsame Fotos zur Verfügung. Dabei fiel jedoch bereits auf, dass die vier Finnen jetzt ohne weibliche Unterstützung unterwegs sind. Nachdem Keyboarderin Emmi Silvennoinen 2016 die Band verließ, sprang Akkordeon-Spielerin Netta Skog für gut ein Jahr ein, aber nun müssen die Herren ohne Damenbegleitung auskommen. Dass das jedoch gar keinen besonderen Einfluss auf die Live-Präsentation hat, wurde unmittelbar nach dem Verklingen des epischen Intros klar. Aber bevor es so weit war, wurde das Publikum mit Musik von ANDREAS GABALIER in der Umbaupause gequält – ein ziemlich schräger Scherz, aber zum Glück nahmen es die Leute mit Humor, und so mancher sang sogar begeistert mit.






ENSIFERUM gaben von Anfang an Vollgas und auch die Leute reagierten prompt, und einige starteten einen nur von wenigen Pausen unterbrochenen Moshpit. Natürlich stand das neue Album „Two Paths“ im Vordergrund, aber es fanden sich auch einige selten gespielte Songs wie „Lai Lai Hei“ in der Setlist. Bei den Gassenhauern der Finnen wie „Heathen Horde“ oder „In My Sword I Trust“ sang das Publikum lautstark mit, aber auch die neuen Titel kamen sehr gut an. Man merkte ENSIFERUM deutlich an, wieviel Spaß sie an der Sache hatten, was nicht nur an Sami Hinkka´s Grimassenschneiden und Herumhüpfen erkennbar war. Er ist nach wie vor der Spaßvogel der Truppe, und machte mit einem Bass-Solo, bei dem auch DEEP PURPLE´s „Smoke On The Water“ vorkam, zusätzlich Stimmung.

Setlist ENSIFERUM:

Ajattomasta Unesta (Intro)
For Those About To Fight For Metal
Two Paths
Heathen Horde
King of Storms
Wanderer
Twilight Tavern
Treacherous Gods
Lai Lai Hei
In My Sword I Trust
The Longest Journey (Heathen Throne, Part II)
Way Of The Warrior
Into Battle
---
Iron
Sweet Child O’ Mine (GUNS N’ ROSES Cover)


Weblinks:
www.facebook.com/Ensiferum
www.facebook.com/exdeo
www.facebook.com/windroseofficial


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Beitrag vom 16.05.2018
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