SUMMER BREEZE 2018: POWERWOLF   BEHEMOTH   ESKIMO CALLBOY   COMEBACK KID   ALESTORM   THE BLACK DAHLIUA MURDER   PRO-PAIN   BAEST   CELESTE   EXHORDER   VENUES  
16.08.2018 @ Festivalgelände

Halbwegs ausgeruht und nach erfolgreichem Frühstück sowie den ersten Hopfenhaltigen Getränken im Bauch, begaben wir uns am zweiten Tag zum ersten Mal zur bombastischen Mainstage – denn seit letztem Jahr heißt es „aus zwei mach eins“ um mit den Veteranen von PRO-PAIN ein Stündchen zu verbringen.

Optisch wieder eindrucksvoll zeigte sich die Bühne, da gingen Gary Meskil und seine Jungs ja schon fast unter auf dieser riesen Stage, die dank eines rotierenden Mittelteils in Handumdrehen für die nächste Band bereit war. Aber zuvor durften eben die Ami-Kollegen von PRO-PAIN im Hardcore-Style mächtig drauf hauen. Leider konnten die Herren dieses Mal nicht ganz so bei mir punkten. Zwar gab man sich alle Mühe und Gary sieht nach seinem Gesichtsgullasch, dass man ihm vor kurzem gewaltsam antat, wieder fit aus – stimmlich sowieso, aber PRO-PAIN auf einer Bühne die mindestens zehn Meter von der erste Reihe entfernt ist, da fehlt irgendwo das Intime und die Energie, die man in kleinen Clubs stets zelebriert. Spaß hatten wir mit Gary, der auch auf Moshpits und gereckte Fäuste runterblicken durfte, aber auf jeden Fall. Und wach waren wir jetzt natürlich auch endgültig.






Setlist PRO-PAIN:

Unrestrained
3 Minutes Of Hate
Stand Tall
Un-American
Neocon
No Way Out
Voice Of Rebellion
Deathwish
Fuck It
Draw Blood
The Shape Of Things To Come
Shine
Make War Not Love

Auf der Camel-Stage war es dann sogleich Zeit für einen Newcomer. Arising Empire entdeckte die deutsche Formation VENUES und ihren Melodic Metalcore erst kürzlich und veröffentlichte vor kurzem ihr neues Album „Aspire“, von dem es natürlich reichlich Material zu hören gab. Energisch und bewegungsfreudig huschten Frontfrau Nyves sowie Brüllhans Robin über die Bühne und mussten schon drauf achten nicht über die Herren mit den Gitarren zu stolpern, denn so viel Platz ist auf der kleinsten Stage im Festival Gelände (ob das der Grund war, warum man keinen Bassisten mit hatte?) dann auch nicht. Aber das meisterten die Jungs wunderbar und auch das Publikum hatte man mit dem modernen und oftmals mit Synthies aufgepeppten Sound auf jeden Fall fest im Griff.





Setlist VENUES:

We Are One
The Epilogue
My True North
Fading Away
Dilemma
Nothing Less
Ignite

Heftiger wurde es natürlich mit den Amis von EXHORDER. Trotz brütender Hitze durfte sich das Death Metal Geschwader auf eine gute Schar Fans vor der T-Stage freuen. Anscheinend erinnerten sich diese noch gut an die Band, obwohl man nach zwei Alben in den 90ern bereits wieder das Handtuch warf. Doch jetzt ist man ja wieder da und arbeitet auch an einem Album, also sollte man trotzdem auf die Bretter, um den Leuten zu zeigen, dass man es noch drauf hat. Tja, und was soll man sagen, genau das Taten EXHORDER an diesem Donnerstag auch mühelos. Freudig und gut gelaunt plauderte auch Fronter Kyle Thomas immer wieder mit den Fans und scherzte munter. Dass man gegen Ende auch noch Songs den verstorbenen Ralph Santolla (OBITUARY, DEATH) und Bret Hoffmann (MALOVELENT CREATION) widmete, konnte uns leider nur später berichtet werden, da wir schleunigst zur Mainstage mussten.

Setlist EXHORDER:

Death In Vain
Unforgiven
Legions Of Death
The Law
(Cadence Of) The Dirge
Slaughter In The Vatican
Desecrator


Leider hatte Hardcore Legende Jamie Jasta schon ein paar Solo-Songs abgefeuert, doch das war nicht weiter schlimm, denn der Herr hatte noch zahlreiche Überraschungen im Programm. Überraschend schon mal, dass er Thrash-Legenden Mille, Souza, Chuck und Blitz mit seinem T-Shirt huldigte und dann noch die jungen New Yorker UNCURED für den HATEBREED Brecher „Destryo Everything“ parat standen, doch als dann plötzlich Howard Jones mit astreiner Stimme Chasing Demons intonierte, fehlten mir schon die Worte. Als sei das noch nicht genug ballerte man den FEAR FACTORY Klassiker „Body Hammer“ raus und wenn Howard schon auf der Bühne steht, dann lässt man ihn doch gleich den Song singen – oder etwa nicht? Und wer noch immer nicht mit dem Staunen fertig war, dem kippte die Kinnlade wohl runter, als dann plötzlich auch noch Dino Cazares von FEAR FACTORY persönlich mit Klampfe ausgerüstet da stand. Weiter ging es also mit „Edgecrusher“ und „Replica“ bei dem sich Jasta in den sehr speziellen cleanen Passagen treffsicher zeigte. Und kennt noch jemand KINGDOM OF SORROW, das Projekt mit DOWN Chef Kirk Windstein? Klar: Also rauf auf die Bühne Captain Kirk. Der wurde zwar nicht gebeamt, aber ebenso eindrucksvoll vorgestellt. Nach den vier Klassikern gab es noch einen CROWBAR Song und zu guter Letzt durfte Kyle von EXHORDER noch den Anselmo zum DOWN Song „Bury Me In Smoke“ machen. Jasta übernahm derweil mit seinem Handy grinsend den Kameramann, was diese surreale Show irgendwie noch merkwürdiger erschienen ließ. Aber kurzum: Fett, fett, fett!





Setlist JASTA:

The Same Flame
This Is Your Life
Parasitic
Destroy Everything
Chasing Demons (feat. Howard Jones)
Body Hammer (FEAR FACTORY)
Edgecrusher (FEAR FACTORY)
Replica (FEAR FACTORY)
Enlightened To Extinction (KINGDOM OF SORROW)
Lead The Ghosts Astray (KINGDOM OF SORROW)
Buried in Black (KINGDOM OF SORROW)
All I Had (I Gave) (CROWBAR)
Bury Me In Smoke (DOWN)


Danach musste Mal eine Pause her, die man klassisch mit Bier, dass im 0.4 Behältnis gesalzene 4€ kostete, man aber zum ersten Mal im echten Summer Breeze-Horn genießen durfte, wenn man wollte oder der einen oder anderen Leckerei nutzen konnte. Da wären zum Beispiel Burger, Pizza, der Barbarenspieß, das Spanferkel, Chinesisch, Pasta, Vegetarisches aller Art oder sogar Indisch zur Auswahl gewesen. Also hungern musste man auch dieses Jahr nicht. Zum Frühstück gabs auch an vielen Ecken Weißwürste zu finden.

Aber jetzt stand erst mal Rum am Speiseplan, oder viel mehr auf der Running Order, denn ALESTORM enterten die Planken der Mainstage. Mit dabei merkwürdige Outfits, ein ebenso merkwürdiges Backprint mit einem urlaubenden Krokodil (als wär die Bananen-Ente nicht genug gewesen) und die nicht viel weniger verrückten Herren rund um Kapitän Christopher Bowes, der mit seiner Truppe aber auch mit GLORYHAMMER schon mehrmals am Summer Breeze zugegen war. Der kleine Schotte feierte gleich wieder eine lustige Party mit seinem folkig-piratischen Krachern wie „Mexico“, „Bar Ünd Imbiss“ oder dem bekannten „Captain Morgan´s Revenge“, die Hymne zu ihrem Bandmaskottchen. Überall sah man frohe Gesichter, aber auch Gummisäbel und Piraten-Accessoires. Bowes bat dann bald alle sich hinzusetzen, um den ALESTORM Kahn zu rudern, was auch ein beachtlicher Teil der Fans tat und natürlich ziemlich witzig aussah. Was so passiert wenn man als ALESTORM Mitglied betrunken in einen Baumarkt in Oberhausen stiefelt, zeigten sie mit ihrer neuen und liebgewonnen Wheelbarrow (Scheibtruhe), die nun auf der Bühne für allen möglichen Blödsinn zweckentfremdet wurde. Da lag mal ein Gitarrist darin oder wurde ein Roadie mit Akustik-Gitarre herumkutschiert. Mit dem obligatorischen „Drink“ und dem fragwürdigen „Fucked With An Anchor“ sowie noch zahlreichen Späßchen und Flüchen, verabschiedete man sich samt Wheelbarrow in Richtung Backstagerum... pardon –raum.





Setlist ALESTORM:

Keelhauled
Alestorm
Mexico
The Sunk´n Norwegian
No Grave But The Sea
Nancy The Tavern Wench
Rumpelkombo
Hangover
Bar Ünd Imbiss
Captain Morgan´s Revenge
Shipwrecked
Drink
Fucked With An Anchor


THE BLACK DAHLIA MURDER sind auch schon lange eine feste Größe im Death Metal Sektor und Live immer wieder eine Wucht. So auch im Jahr 2018, denn die Jungs von Brüllmeister Trevor Strnad, der mit Haube und Brille so gar nicht nach Extreme Metal aussehen wollte, gaben sofort Vollgas und ballerten einen Kracher nach dem anderen raus. Zunächst spielte der Sound für Trevor nicht ganz so mit, denn der ging dezent unter, dafür zeigte er körperlich umso mehr Einsatz. So bildete sich bald ein enormer Circle-Pit vor der T-Stage, sodass es gewaltig zu stauben begann, denn von Regen oder Abkühlung keine Spur. Eine fette, tighte und intensive Show, die man aber schon mehr als fünf Minuten vor offiziellem Schluss leider beendete. Macht nix, denn die Truppe ist eh fleißig auf Tour und auch sicher nicht zum letzten Mal auf dieser Bühne gestanden.





Setlist THE BLACK DAHLIA MURDER:

Widowmaker
Of God and Serpent, Of Spectre and Snake
Nightbringers
As Good As Dead
Kings Of The Nightworld
What a Horrible Night To Have A Curse
On Stirring Seas Of Salted Blood
Everything Went Black
Statutory Ape
Deathmask Divine


Eine Band auf die ich mich im Vorfeld (neben BEARTOOTH und ALIEN WEAPONRY) wohl am meisten gefreut habe, war BAEST, die mich kürzlich mit ihrem Old-School Death Metal Debüt „Danse Macabre“, das einen Tag nach diesem Auftritt erscheinen sollte, und dem vorangegangenen Eröffnungs-Gig am Tuska schon begeisterten. Zwar durfte die Truppe hier nur eine halbe Stunde ran, doch die wurde gewaltig genutzt. „Hecatomb“ ging gleich in die vollen, aber nicht nur musikalisch machten die Newcomer aus Dänemark eine starke Figur, auch die Performance haben sie schon drauf wie alte Hasen. Sänger Simon Olson, der das Summer Breeze mit den Worten „Hello, this is your last concert, we will kill you“ grinsend grüßte, ist eine echte Rampensau, bewegt sich viel und zieht Grimmassen mit seinem ganzen Körper, so dass es eine echte Freude ist dem Verrückten mit dem Schnauzbart zuzusehen. Auch die restliche Truppe wirbelte wie verrückt zu den fett bratenden Death Metal Riffs der Marke MORBID ANGEL, ENTOMBED oder DISMEMBER herum, so dass man gar nicht wusste, wo man hinschauen sollte. Neben den heftigen „Crosswhore“ oder dem etwas melodischeren „Ego Te Absolvo“ gab es auch „Marie (Magdalena“) von der vorangegangen EP zu hören. Zum Schluss verirrte sich Simon zudem in den Fotograben, um mit den Fans etwas abzuhängen, ehe man sich nach einem intensiven, aber viel zu kurzen Gig verabschiedete. Was BAEST hier ablieferten, war wirklich stark und hat gezeigt, dass da noch Großes auf uns zukommen kann.





Setlist BAEST:

Hecatomb
Wormlord
Marie (Magdalene)
Vortex
Crosswhore
Ego Te Absolvo


Danach gabs noch einen kleinen Abstecher zurück zur T-Stage (ihr merkt schon, irgendwie wollte uns die Main-Stage dieses Jahr nicht ganz so verzaubern), um den Jungs von COMEBACK KID auf die Finger zu schauen. Die Anzahl an Core-Bands ist am Summer Breeze sowieso immer schon eine ordentliche, doch so viele Truppen aus den Untergenres wie dieses Jahr, gab es gefühlt wohl noch nie. Macht aber nichts, denn die Kanadier haben ihren ganz eigenen Mix aus Hardcore und Punk sowie ein Gespür für catchy Melodien, wie man hier hören konnte. Die Truppe war energisch und zeigte sich sichtlich begeistert von dem Festival, dem eigenen Erfolg und auch von BEHEMOTH, die zeitgleich die Mainstage beackerten. Da wollten sie dann auch sofort hindüsen, wenn das Konzert vorbei war, doch zuvor gab es Hits wie „Surrender“, „Absolute“ oder „Wake The Dead“, bei welchen fleißig mitgemosht wurde. Highlights waren ein dicker Circle-Pit in den Andrew Neufeld am liebsten selbst mit reingesprungen wäre sowie der Gastauftritt von MALEVOLENCE Sänger und Geburtstagskind Konan Hall. COMEBACK KID zogen ihr Ding mühelos durch und verbreiteten enorme Freude unter den Fans, und somit darf das Kind gerne wiederkommen.

Setlist COMEBACK KID:

GM, Vincent & I
False Idols Fall
Surrender
Do Yourself
Absolute
Wasted Arrows
Should Know Better
Broadcasting
All In A Year
Somewhere Somehow
Talk Is Cheap
Die Knowing
Lower The Line
Wake The Dead


Etwas früher von CK abgehauen, lauschten wir gebannt BEHEMOTH, die mit „Demigod” oder „Conquer All“ schon ziemlich früh zwei große Kracher raushauten. Wie immer zeigten sich die Polen brutal und atmosphärisch zugleich und zogen mühelos ihre Fans in den Bann. Das Set hatte alles zu bieten, was eben Nergal und seine Truppe zu bieten hat und ließ sicher keine Wünsche offen. Bühnenaufbau, Ablauf, Pyros, Outfits, Stage-Acting; alles war bis ins kleinste Detail durchdacht und inszeniert. Hochprofessionell und wie in Trance präsentierte das Extreme Metal Geschwader 90 Minuten lang eine Show die ihresgleichen suchte. Egal, ob man etwas mit BEHEMOTH anfange kann, oder nicht, was hier geboten wurde, war sensationell und natürlich bei bestem Sound und optisch eindrucksvoller Darbietung, was mit Pyro-Salve und Feuerwänden im Hintergrund wunderbar unterstrichen wurde. Die Bühne war zudem dieses Jahr auch mit Feuersäulen am Dach ausgerüstet. Als Draufgabe präsentierte man mit „God = Dog“ sowie „Wolves Ov Siberia“ auch noch zwei komplett neue Songs vom kommenden Werk namens „I Loved You At Your Darkest“, was natürlich die Spannung noch weiter hebt.





Setlist BEHEMOTH:

Ov Fire And The Void
Demigod
Ora Pro Nobis Lucifer
Conquer All
God = Dog
Messe Noire
Alas, Lord Is Upon Me
Wolves Ov Siberia
Blow Your Trumpets Gabriel
Decade Of Therion
At The Left Hand Ov God
Slaves Shall Serve
Chant For Eschaton 2000
O Father O Satan O Sun!


Nach so viel ernstem Extreme Metal, war erst mal Party angesagt und wer kann Party und Metal gemeinsam mit am besten? Klar ESKIMO CALLBOY! Die Jungs ballerten bereits aus allen Trancecore-Rohren, feierten mit Electro Beats und Breakdowns mit ihren Fans und hatten eine Menge Freude. Während „The Scene“, „We Are The Mess“ oder „VIP“ sowieso keinen mehr ruhig stehen ließen, gaben sich zwischen den Stücken Sushi und Kevin immer wieder Wortgefechte und scherten munter hin und her, ehe sie sich beim nächsten Track wieder die Screamsalven an den Kopf waren. Und auch hier staubte es mächtig von den wilden Circle-Pits, was aber extra von der Band auch noch so angeordnet wurde. Dass sich gegen Ende die Reihen etwas lichteten, mag daran gelegen haben, vielleicht aber auch an POWERWOLF oder sogar daran dass diese Trancecorer-Spaß-Kanonen sicherlich nicht jedermanns Sache sind. Spaß hat es den meisten aber auf jeden Fall gemacht, das konnte man sehen.





Setlist ESKIMO CALLBOY:

The Scene
My Own Summer
We Are The Mess
Shallows
Back In The Bizz
The Devil Within
Banshee
Muffin Purper-Gurk
Pitch Blease
VIP
Is Anyone Up
Crystals
Best Day
MC Thunder


Der Siegeszug von POWERWOLF nimmt kein Ende. Vorletztes Jahr und dieses Jahr überall Headliner, letztes Jahr als Secret Act am Summer Breeze und mit neuem Album schon wieder überall Headliner. Man muss aber auch zugeben, dass der Erfolg nicht von irgendwo kommt, denn das deutsche Wolfs-Gespann arbeitet sich auch den Arsch ab und mauserte sich vom Geheimtipp, das mit dem Wohnmobil überall hintuckerte zum Mega-Act, der alle zwei Jahr qualitative hochwertige Power Metal Kost liefert. Und „The Sacrament Of Sin“ hat wieder ein paar echte Hits mitgebracht. Da finde ich es etwas schade, dass man genau die typischeren Songs des Albums live präsentierte, als mal mutig zu sein und die Ballade „Where The Wild Wolves Have Gone“ oder das eine oder andere Experiment zu wagen. Aber seis drum, Attila, der wieder einen Haufen Späßchen machte und die Gebrüder Greywolf zelebrierten wieder eine Horror-Messe vom Feinsten. Pyros, bemalte Gesichter, Gepose ohne Ende und alles was dazugehört waren neben Hits wie „Resurrection By Erection“ oder „We Drink Your Blood“ eine wahre Freude für Fans, die immer wieder mitsingen durften, aber auch ohne Aufforderung sehr lautstark unterwegs waren. Auch Keyboarder Maria Falk Schlegel hielt es nicht lange hinter seinen Tasten aus und stürmte wie gehabt an den Bühnenrand, um die Fans weiter zu animieren und auch sonst gab es reichlich Bewegung auf der riesigen Mainstage, die immer wieder in Feuer gehüllt wurde. Für „Fire & Forgive“ zückte der Fronter dann sogar selbst einen hauseigenen Flammenwerfer, den man zuvor noch nicht mit hatte. Kein Wunder, dass bis weit hinten fast kein Platz mehr war und sich fast 40.000 Jünger dem Rudel anschlossen um dem Spektakel beizuwohnen und gegen Ende dann vom Sänger gesegnet zu werden.





Setlist POWERWOLF:

(Lupus Daemonis)
Blessed & Possessed
Army Of The Night
Incense & Iron
Amen & Attack
Demons Are a Girl´s Best Friend
Dead Boys Don´t Cry
Armata Strigoi
Let There Be Night
All We Need Is Blood
Fire and Forgive
Werewolves Of Armenia
Resurrection by Erection
Sanctified With Dynamite
We Drink Your Blood
Lupus Dei
(Wolves Against The World)

CELESTE begeisterten mich bereits vor vielen Jahren in einer kleinen Clubshow in der Linzer Kapu, wo sie, wie ich heute noch gerne erzähle, alle Lichter komplett abdeckten – auch das Mischpult, die Bar und die Notausgangschilder und somit nur mit roten Stirnlampen und unendlich viel Strobo-Licht für Atmosphäre sorgten. Das passte auch perfekt zum Post-Black-Hardcore Metal dieser außergewöhnlichen Truppe aus Frankreich, die auch auf der Camel-Stage nahezu eine ähnliche Stimmung erzeugen konnten. Brutal, eindringlich und fast schon Mark-Sägend zeigte das Gespann, dass man keine großartigen Melodien, eingängige Refrains oder sonstige Spielereien braucht, sondern einfach eine brutale Atmosphäre auch ein Trumpf sein kann. Texte gabs wie immer ausschließlich auf Französisch, aber seien wir ehrlich, bei dem heftigen, aber auch irgendwie zur Atmosphäre beitragenden Gekrächze, da hätte Fronter Johan auch Kochrezepte oder Kinderbücher vortragen können, verstanden hätte ja eh keiner was.





Setlist CELESTE:

Comme Des Amants En Reflet
Cette Chute Brutale
Tes Amours Noirs Illusoires
(I)
Laissé Pour Compte Comme Un Bâtard
D´errances En Inimitiés
Ces Belles De Rêve Aux Verres Embués
Toucher Ce Vide Béant Attise Ma Fascination


Zur späten Stunde wanderten wir immer mal wieder hin und her, erlebten das wüste Geballer und die enorme Spielfreude der legendären SUCIDAL TENDENCIES, die wie von der Tarantel gestochen über die Bühne fegten und man so einige Weisheiten vom Fronter mit nach Hause auf den Weg bekam. Aber auch, wie EREB ALTOR den nordischen Göttern ein weiteres und vor allem episch angehauchtes Denkmal setzten und die APOKALYPTISCHEN REITER mit ihren Hymnen und Hits die Fans des Folk Rock einmal mehr verzückten und dabei auch nicht auf Feuer und allerlei Spielereien verzichteten. Black Metaller konnten zudem noch mit den legendären MARDUK eine schwarze Messe feiern und wer gar nicht ins Bett wollte konnte noch bis 03:00 Uhr morgens mit HEILUNG oder bei der Party-Stage seine Zeit totschlagen. Der Rest tankte wohl Kraft für den nächsten Tag.


www.powerwolf.net
www.behemoth.pl
www.alestorm.net
www.pro-pain.com
www.baestband.com
www.eskimocallboy.com
www.comeback-kid.com
www.tbdmofficial.com
www.exhorder.com
celestes.bandcamp.com



FOTOS + E-CARDS
www.summer-breeze.de

maxomer
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Beitrag vom 26.08.2018
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