PRIMAL FEAR   RIOT V  
02.10.2018 @ Rockhouse

Abermals rief uns das Rockhouse nach Salzburg. Nach der Düster-Prog Sensation LEPROUS stand dieses Mal traditioneller Heavy Metal am Plan. Mit den Veteranen von PRIMAL FEAR, die niemand geringeres als die Kult-Truppe RIOT V im Gepäck hatten, war ein genialer Abend vorprogrammiert.

Bei unserer Ankunft im Rockhouse, hörten wir gerade noch den letzten Schrei von den Franzosen EXISTANCE, die den Abend schon relativ bald eröffnen durften. Anscheinend sorgten die Herren schon für mächtig Wirbel mit ihrem kurzen Set. Dafür konnten sich Fans des klassischen Heavy Metal schon um 20.00 Uhr auf die Legende RIOT in ihrer fünften Inkarnation namens RIOT V freuen.

Und man sollte nicht enttäuscht werden. Unglaublich was die Amis hier abzogen. Eine Show mit einem Mix aus Jahrzehnte langer Erfahrung und und unvermutet jugendlichem Elan für eine Band die seit 43 Jahren existiert. Gut, Originalmitglied gibt es keines mehr und Gitarrist Nick Lee ist mit seinen 28 Jahren nicht mal ansatzweise so alt wie die Band, doch man kann froh sein, dass es die Legende nach so vielen Ups and Downs sowie einigen Schicksalsschlägen überhaupt noch gibt. War das letzte Werk mit dem viel zu früh verstorbenen Marc Reale „Immortal Soul“ eine Wucht und brachte die Band plötzlich wieder auf die Bildfläche, doch vor allem der Einstieg von Todd Michael Hall und die beiden Nachfolger „Unleash The Fire“ und „Armor Of Light“ schickten die Band endgültig in den fünften Frühling.





Doch genug geschwafelt, RIOT V starteten fulminant mit dem neuen Kracher „Victory“ vom aktuellen Werk und lieferten im Verlauf eine Melange aus alten Klassikern und neuen Hits. Die Band gab sofort Vollstoff, so dass die Gitarristen bald ziemlich ins Schwitzen kamen, aber Bassist und Mastermind Don van Stavern wirkte etwas entspannter, was vielleicht daran lag, dass er immer mal wieder an seiner Tequila Flasche nippte. Todd selbst war bei bester Laune, begrüßte das relativ gut gefüllte Rockhouse, stellte die Kollegen vor und lieferte eine perfekte stimmliche Performance ab. Auch ihm wurde heiß und so entledigte er sich bald seinem Shirt und ließ poserlike seine Muskeln spielen. Zwischendurch gab es ein paar „Yeahhhh“-Spielchen und die Fans sangen bei einigen Klassikern sowieso stimmgewaltig mit. Auch „Thundersteel“ wurde schon bald gefordert, was Hall lachend abwinkte, da man damit ja das Set abschließen wolle. Zuvor feierte man aber noch den Rocker „Swords & Tequila“ sowie den 1977 Klassiker „Warrior“, die beide wirklich gut abgingen und die Fans nochmal forderten. Das Set in dem man mit „Angels Thunder, Devils Reign“ und „Caught In The Witches Eyes“ noch zwei weitere neue Songs fand, fügte sich perfekt zusammen, doch die gut 70 Minuten vergingen viel zu schnell und machten Lust auf mehr.





Auch PRIMAL FEAR sind echte Routiniers auf der Bühne, was sich in den 90 Minuten wieder einmal unter Beweis stellen sollte. Nicht nur, dass man fleißig Alben veröffentlicht, wovon „Apocalypse“ nun schon das zwölfte in knapp etwas mehr als 20 Jahren darstellt, auch live ist man stets präsent. Mat Sinner ist halt eine ruhelose Seele und ein ziemlicher Workaholic. Von Überarbeitung war aber keine Spur zu sehen. Der Bassist wirkte extrem entspannt und glücklich auf der Bühne neben seinen Kollegen. Gleich fünf neue Tracks kündigte Ralf Scheepers nach den ersten Songs in Form von „Final Embrace“ und dem deftigen „Chain Breaker“ an, doch auch Fans alter Hits sollten nicht zu kurz kommen, ballerte man doch auch das emotionale „Face The Emptiness“, „Under Your Spell“ und „Nuclear Fire“ bald raus. Dabei wurde natürlich fleißig mitgesungen, etwas gescherzt und geplaudert und auch auf Mitsingspielchen verzichtete der Fronthüne nicht. Der Saal war begeistert und es wurde schön langsam richtig warm im Rockhouse. Da passte es auch, dass man gegen Ende mit „When Death Comes Knocking“ das Tempo nochmal etwas rausnahm, ehe man das unvermeidliche „Metal Is Forever“ mit inbrunst intonierte. Danach verabschiedete man sich kurz, kehrte aber für die überlange Hymne „Fighting The Darkness“ und den Rocker „Running In The Dust“ als Rausschmeißer zelebrierte.





Setlist PRIMAL FEAR:

(Apocalypse)
Final Embrace
Chainbreaker
Blood, Sweat & Fear
Face The Emptiness
Hounds Of Justice
The Ritual
Under Your Spell
Nuclear Fire
Eye Of The Storm
King Of Madness
The End Is Near
When Death Comes Knocking
Metal Is Forever
-
Fighting The Darkness
Running In The Dust
(Born Again)

PRIMAL FEAR sind live immer eine Bank, egal ob auf einem Festival oder im Club, wo die Shows natürlich noch persönlicher und intensiver sind. Zwei sympathische und wirklich starke Heavy Metal Truppen bescherten zahlreichen Fans in Salzburg eine unvergessliche und hoffentlich bald wiederholbare Nacht.


www.primalfear.de
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Beitrag vom 08.10.2018
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