VALHALLA    SEPTIC CEMETERY   EYE OF BETRAYER    PEKARI   
10.11.2001 @ Fred Sega

Nachdem die GOD DETHRONED/MISTELTEIN/NIGHT IN GALES-Tour abgebrochen wurde, und somit auch die Supportgigs der drei heimischen Bands gecancelt werden mußten, beschloßen die Mitglieder von EYE OF BETRAYER gegen die daraus resultierende Frustration etwas zu unternehmen, und organisierten dieses Konzert, um sich und den 2 anderen Gruppen, die Ende Oktober im Schl8hof vor oben genannten Bands aufgegeigen hätten sollen, doch noch die Chance zu bieten, sich dem Welser Publikum zu präsentieren, wenn auch nicht im Schl8hof, sondern im nur wenige hunterte Meter entfernten Musicpub Fred Sega.

Als Opener fungierten an diesem Tag VALHALLA,die aus Trieben (Stmk.) kommen. Diese tanzten stilistisch gesehen etwas aus der Reihe, denn es wurde kein Dark/Death Metal präsentiert, sondern eine ganz ansprechende Mischung aus Thrash/Viking und Power Metal-Elementen, was zwar nicht 100%ig meinen Geschmack traf, aber dennoch annehmbar war. Leider wurde das Trio von den Anwesenden, die das Geschehen zum Großteil sitzend mitverfolgten, fast ausnahmlos ignoriert, was die Herren aber dennoch nicht daran hinderte ordentliche Thrash-Salven ins Publikum abzufeuern. Als spezielle Draufgabe bot die Band, deren Kompostionen mich teils ein wenig an jene der Wiener Gruppe DEMOLITION erinnern, einen wahren Evergreen des Trash Metals, nämliche SODOM`s "Der Wachturm".

Als 2. Band dieses Tages waren SEPTIC CEMETERY auserkoren worden, um erstmals in der langen Bandgeschichte die Mauern des Fred Segas zum Zittern zu bringen. Es handelte sich jedenfalls um eine grundsolide Vorstellung, die die Linzer Gruppe ablieferten. Musikalisch sind Stahlstädter bekanntlich dem Todesmetallgenre zuzuzählen, wenngleich Keyboadsounds dem Klangerlebnis noch die nötige Menge an Melodieanteilen beisteuern. Dargeboten wurden neben Songs vom akutellen Album "Shattered" (u.a. der Titelsong) auch neuer Stoff ("748"). Insgesamte ein amtlicher Gig, der leider viel zu wenig Beachtung fand.

Dann betrat jene Band die Bühne, deren Auftritt wohl für 90 % der Zuschauer den Grund ihres Kommens darstellte. Auch EYE OF BETRAYER sind nicht von Line-Up-Changes verschont geblieben, d.h. der Posten des 2. Gitarristen wurde in Form von Jürgen Hackl neu besetzt, der bemüht wirkte mit seinem Äußeren (weißes Outfit) einen Kontrast zu den vorwiegend schwarz gekleideten Individuen zu schaffen. Auf alle Fälle war der Gig, den die Gruppe auf`s Parkett zauberte, sicherlich als recht aktzeptabel einzustufen, wenngleich man von diversen kleinen Pannen leider auch nicht verschont blieb. Allerdings konnten die Sieben diesmal auf einen recht anständigen Sound aufbauen, was bewirkte, dass der von massiver, teils recht innovativer Keyboarduntermalung lebende, aber dennoch auch rohe und agressive Momente beinhaltende Gothic/Dark Metal sich besser entfalten konnte. Jedenfalls kann der 7-köpfigen Welser Formation, die auch auf auf genretypischen Wechselgang (zarte female vocals vs. rohe, aber dennoch variantenreiche male vocals), durchaus attestiert werden, dass deren Musik Klasse besitzt, denn Tracks wie "Call to Arms" oder "Ikare" sowie das brandneue "Reflection of despair" können sich durchaus hören lassen. Nachdem leider keine Zugabe geboten werden konnte, blieb es 3/7 der EYE OF BETRAYER-Besetzung vorbehalten mit einem Kurzig ihrer 2. Band PEKARI dem Ereignis ein Ende zu bereiten. Die Möglichkeit wurde auch gleich genutzt, um der Öffentlichkeit den Neuzugang an der 2. Klampfe namens Philipp vorzustellen, der dem Trio, das noch immer nach einen fähigen Bassisten sucht, allerdings nur beim Opener "Guts pave my way" unter die Arme griff. Nach einer weiteren Eigenkomposition ("Hellspawn") wurde der Gig mit der Coverversion "Eve of the Apocalypse" (MALEVOLENT CREATION), die traditionell bei jedem Gig der Grind/Death Metal-Band zum Bestandteil der Setlist gehört, würdig abgeschlossen. Fazit: Trotz geringer Promotion durften sich die Verantalter über ein volles Haus (= 107 Zahlende lt. Veranstalter) freuen, die es sichtlich nicht bereut haben, diesem Event beigewohnt zu haben.




Hutti
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Beitrag vom 18.12.2001
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