MAYHEM   AETERNUS   RED HARVEST   GRIFFIN  
17.09.2000 @ Planet Music

Als alter Blackmetaller konnte ich mir an diesem Abend natürlich das Konzert von MAYHEM und Co. im Planet Music nicht entgehen lassen. Jedoch war ich erstaunt, dass nur etwa 130 Leute den Weg dorthin gefunden hatten. Das sieht natürlich im Planet noch weniger aus als es ohnehin schon ist. Um Punkt 20:30 bestiegen dann erstmals GRIFFIN die Bühne. Zu dieser Band fehlt mir leider jegliche Information, sodass ich sie nur nach dem bewerten kann, was ich gesehen habe, und das war sch...lecht. Diese Band konnte man nicht einmal mit viel Bauchweh ertragen, das erste Bier war angesagt. Die zweite Combo des Abends war RED HARVEST. Sie geigten schon ein wenig besser auf, aber das konnte man auch nur auf ihr Stageacting beziehen, denn musikalisch war es nur eine stumpfsinnige Drescherei, was hier geboten wurde. Mit einfachsten Gitarrenriffs und schnelleren Drums kreischte sich der "Sänger" die Seele aus dem schwitzenden Leib. Ich würde die Musik von RED HARVEST am ehersten mit MISERY LOVES Co. auf Drogen vergleichen. Feststellung am Rande: Bis 21:30 waren noch immer nicht mehr Leute gekommen. Das Publikum gab an diesem eher kalten Sonntagabend die Hoffnung aber noch nicht ganz auf. AETERNUS sollten die nächsten auf der Bühne sein. Waren sie auch, aber mit einigen technischen Problemen, wie sich herausstellte. Der Sound war generell nicht der beste im Planet Music und so kam es, dass die sonst eigentlich recht guten AETERNUS nur zum "Pausenfüller" avancierten. Ich habe nicht viele Leute gesehen, denen die Show wirklich gefallen hat. Schade um diesen Auftritt, an einem anderen Tag hätten sie mehr erreicht in Wien. Schließlich und endlich war es dann soweit. Die Heroes von MAYHEM begaben sich nach knapp einer halben Stunde(!) Umbaupause endlich auf die Bühne. Aber zu meinem Entsetzen spielten die Norweger tatsächlich gleich einige Stücke von ihrem neuen, echt unglaublich schlechten Album. Ich dachte zuerst, dass man die Stücke auf der neuen Scheibe eigentlich nicht live spielen kann. Aber MAYHEM bewiesen, dass sie es konnten. Es war erbärmlich. Wie soll bei dieser Musik denn Blackmetalfeeling aufkommen? Sind wir bei "Top Of The Pops", oder was? Sänger Maniac war der einzige, der mit Corpsepaint "verziert" war. Aber nicht einmal das war okay. Nur ein schwarzer Streifen über den Augen und sonst das ganze Gesicht weiß, ließen den guten Mann eher peinlich aussehen, als böse. Basszwerg Necrobutcher posste was das Zeug hielt, aber auch er wirkte zu den neuen Songs eher lächerlich. Den Vogel schoß aber Gitarrist Blasphemer ab. Als sich ein frustrierter Konzertbesucher für das beschissene Konzert mit den freundlichen Worten "Fuck You" bedankte, platzte ihm der Kragen, er räumte zwei Mikroständer zur Seite und beschimpfte das ohnehin nur mehr spärlich vorhandene Publikum auf das übelste. Muss man sich nicht bieten lassen von einer nur mehr mittelmäßigen Band, die ihren Kultstatus zu unrecht aufgestempelt bekommen hat. An diesem Abend konnten selbst Klassiker wie "Total Fucking Armageddon" die "Menge" nicht mehr besänftigen. Nach dem Gig war die große Diskussion über MAYHEM eröffnet. Aber keiner konnte so recht glauben, dass diese Band nochmals solche Erfolge feiern kann wie früher. MAYHEM haben sich mit diesem Konzert und der letzten CD definitiv ihr eigenes Grab geschaufelt...



Peter

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Beitrag vom 22.10.2000
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