COLD SNAP - All Our Sins
Label: Arising Empire
Die Kroaten COLD SNAP haben bereits Tourneen mit PRO-PAIN, EKTOMORF, UNEARTH und DARKEST HOUR bestritten. Eigentlich finde ich Namedropping dieser Art relativ sinnbefreit, da man sich mittlerweile in Tourneen einkaufen kann und viele Bands ihre Supporter nicht mehr selber aussuchen. In diesem Falle passt diese Aufzählung, da man dadurch auch die Richtung der Truppe ausfindig machen kann. Soll heißen; COLD SNAP spielen groovenden, aber auch recht sperrigen Metal mit Core-Elementen, die man nun auf ihrem neuen Werk „All Our Sins“ zum schon ganz gut angekommenen Vorgänger „World War 3“ noch verbessert haben will.

Auch wenn COLD SNAP bisher in unserer Region relativ unbekannt sind und man Metalcore in Kroatien eher weniger vermuten sollte, existiert die Band bereits 15 Jahre und können auf drei Alben sowie einige EPs und Demos, die großteils in Eigenregie veröffentlicht wurden, zurücksehen. Erfahrung haben die Jungs auf jeden Fall und mit über 400 Shows am Buckel sowieso, was man „All Our Sins“ auch anhört. Das Werk ist technisch anspruchsvoll, recht ausgereift und geht meist gut nach vorne. Aber vieles ist dann doch zu verschachtelt und zu wenig auf dem Punkt, was an sich nichts Schlechtes sein muss, wenn man bedenkt, wie phänomenal Truppen wie THE DILLINGER ESCAPE PLAN und Konsorten das vollbringen, COLD SNAP stehen da aber oftmals zwischen den Stühlen. Aber zum Glück nicht immer, denn das mit rockendem Vibe ausgestatte „Fallen Angels“ geht trotz einiger Spielereien, zahlreichen moderneren Elementen und abwechslungsreichen Gesangseinlagen von Jan Kerekeš ganz gut ins Ohr und Hassbatzen wie „Nothing“, das im Refrain schön schwermütig tönt, gefallen auch so auf Anhieb.

Textlich befasst sich die Truppe mit persönlichen Problemen und Herausforderungen, was im Genre nicht unüblich ist. Auch wenn COLD SNAP Experimenten wie einem Violinen-Part nicht abgeneigt sind, halten sich die modernen Elemente relativ im Hintergrund und lassen der „in your face“ Attitüde der Band den Vorrang. Die erwähnte Violine stammt von niemand geringerem als IMMINENCE Fronter Eddie Berg, der zudem gemeinsam mit Kollege Harald Barett im Studio zusätzliche Vocals besteuerte, währen Tue Madsen, der schon die beiden Vorgänger veredelte, sich um Produktion, Mix und Mastering, die sich hören lassen können, kümmerten.

Wer mit groovenden, modernen, aber oftmals verschachtelten „in your face“ Metal mit Core-Elementen etwas anfangen kann, der wird mit dieser doch recht frisch tönenden Truppe sicher seine Freude haben. Ein paar Runden sollte man dem Werk aber dennoch Zeit lassen, bevor man sich entscheidet.

cold-snap.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Hesto And Pujito
2. Fallen Angels
3. Nothing
4. Demons
5. Crawling
6. Remission
7. 2 4 The System
8. Witness Of Your Sickness
9. No Were Not Even
10. Pain Parade
11. Hated
12. Distance
Gesamtspielzeit: 44:30

maxomer
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Beitrag vom 09.07.2018
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