SAXON - Crusader
Label: Rhino | BMG
[CLASSICKS] - REVIEW     Erscheinungsjahr:1984
Wenn man die ersten sechs Alben von SAXON vor sich auflegen würde, ohne dass man die Musik kennt und rein von der Optik des Cover Artworks eine auswählen müsste, würden wahrscheinlich 9 von 10 Headbanger nach „Crusader“ greifen. Kriegerischer als je zuvor zieren bewaffnete Kreuzritter über ihren besiegten Feinden das schön gezeichnete, jedoch auch blutige Bild und sorgen für staunende Blicke.

Erschienen 1984, nur ein Jahr nach „Power And The Glory“, machten die Briten auch außerhalb ihrer Heimat von sich reden. Pausen gab und gibt es bei den Briten bis heute nicht und an Kreativität mangelte es auch nie. So weiß der geneigte Hörer schon beim Intro, dass hier von Beginn an keine Gefangenen gemacht werden. „Crusader“ ist wohl der Song, der nach 35 Jahren immer noch am meisten mit den Briten in Verbindung gebracht wird. Mit seinen stampfenden und treibenden Drums, gepaart mit den fast theatralisch gesungenen Vocals und dem Backgesang der Bandkollegen, kann man bei voller Lautstärke nur abgehen. Im Mittelteil haben Graham Oliver und Paul Quinn an den Gitarren ihren großen Auftritt und feuern aus allen Rohren ihre Salven. SAXON zelebrieren diesen Song, als wären sie bei den Kreuzzügen vor einigen Jahrhunderten dabei gewesen.

Weiter mit dem fast poppigen „A Little Bit Of What You Fancy” und “Sailing To America”, das man fast etwas als Hommage an die USA sehen kann, versuchten doch die Jungs mit ihrem Vorgänger diesen großen Markt erstmals zu erobern. Auch diese Scheibe wurde wie „Power & The Glory“ in Übersee aufgenommen.
Was auffällt, SAXON klingen auf „Crusader weniger nach Heavy Metal, sondern versuchen mit Stadion-Rock ein breiteres Publikum für sich zu gewinnen. Ein Blick auf die Chartplatzierungen dürfte ihnen Recht gegeben haben. So erreichte man in Deutschland Platz 20 und konnte sich dort 20 Wochen halten, während man in den UK Charts bis auf Platz 18 vorkletterte. „Set Me Free“ (THE SWEET Cover) und „Just Let Me Rock” fallen ebenfalls in diese Kategorie. Prägnante Refrains die schnell hängen bleiben und sich hervorragend zum Mitsingen eignen. Perfektes Live-Futter für die Fans.

Biff und seine Mitstreiter können es auch gefühlvoller und so kann „Do It All For You“ durchaus als Power-Ballade bezeichnet werden. Gesanglich kann Mr. Byford sowieso alles, und musikalisch sind Ähnlichkeiten zu den Kollegen von IRON MAIDEN zu erkennen. Sehr gelungener Lamourhatscher.

SAXON sind seit 1984 ein fixer Bestandteil der NWOBHM Bewegung und inspirierten mit ihrem wuchtigen Sound viele weitere Bands. „Crusader“ ist wohl eine der wichtigsten Veröffentlichungen in der wirklich langen Bandhistorie. Für Sammler und Fans ist nun auch dieses Werk in der 24 Seiten Mediabook Edition erhältlich. Jede Menge Fotos von der damaligen Tour und neun weitere Demo Songs sind als Draufgabe mit an Bord, darunter „Borderline“ und „Helter Skelter“, die es damals nicht auf die LP schafften.

www.saxon747.com/

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Tracklist:
1. The Crusader Prelude
2. Crusader
3. A Little Bit Of What You Fancy
4. Sailing To America
5. Set Me Free (THE SWEET Cover)
6. Just Let Me Rock
7. Bad Boys (Like To Rock N’ Roll)
8. Do It All For You
9. Rock City
10. Run For Your Lives
11. Bonus (Demo): Borderline
12. Helter Skelter
13. Crusader
14. Do It All For You
15. A Little Bit Of What You Fancy
16. Sailing To America
17. Set Me Free
18. Just Let Me Rock
19. Do It All For You
Gesamtspielzeit: 63:32

AndyVanHalen
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Beitrag vom 11.07.2018
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