SAXON - Power & The Glory
Label: Rhino | BMG
[CLASSICKS] - REVIEW     Erscheinungsjahr:1983
Es geht munter weiter bei den Briten von SAXON im Klassiker neu auf den Markt schmeißen. Diesmal an der Reihe, wie es sich gehört chronologisch, mit Veröffentlichung Nummer 5 „Power & The Glory“ aus den guten alten 80ern. Genau genommen im Jahr 1983, die Vorreiter der New Wave Of British Heavy Metal sind nun in jeder Manns Ohr angekommen und mehr als nur ein Geheimtipp.

„Power & The Glory“ konnte in den UK Charts nicht ganz dem Vorgänger „Denim And Leather“ das Wasser reichen, bescherte den Jungs jedoch das erste Mal außerhalb der Heimat Aufmerksamkeit. So stieg man auf der anderen Seite des großen Teichs bis auf Platz 155 in den US Charts vor und konnte sich zehn Wochen dort halten. In good old Germany erklomm man gar die Platzierung Nummer 26, was für die damalige Zeit durchaus beachtlich erschien. Womöglich kam der Erfolg daher, dass man diesmal die Härte etwas zurückschraubte und die Melodic Momente dafür in den Vordergrund stellte. Selbst der gleichnamige Opener kommt für SAXON Verhältnisse fast zahm daher, punktet dann aber im Mittelteil mit langen knackigen Gitarrensoli. Ein möglicher Faktor für diese leichte Stiländerung könnte auch der neue Mann an den Drums sein, Nigel Glockler, der die erste personelle Veränderung seit Gründung war.

Sänger und Silberrücken Biff Byford mit 32 Jahren schon nicht mehr als Jungspund zu bezeichnen, versucht ebenfalls das eine oder andere Neue. So bei „Redline“ mit seinem fast kitschig gesungenen Refrain und gefühlvollen Vocals. Bei „Warrior“ trumpfen dagegen die Herren an den Saiteninstrumenten groß auf. Graham Oliver und Paul Quinn harmonieren perfekt, agieren die beiden doch nun schon seit einigen Jahren Seite an Seite.

„Power & The Glory“ gibt es, wie die Werke davor, auch als 24 seitiges Mediabook, das die Sammlung auch optisch hervorhebt. Über das Artwork lässt sich jedoch streiten. Kann man die Alben 1-4 durchaus als gelungen bezeichnen, was die Covers betrifft, muss man hier aber von einem Ausrutscher sprechen, denn die Farbmischung und die ausgestreckte Hand im zerrissenen Handschuh dürften selbst in den 80ern schräg gewirkt haben.

Bei „This Town Rocks“ darf sich der Neue hervorheben, auch wenn dieser Song heute wohl eher als Jugendsünde verbucht werden darf. Nigel trommelt sich die Seele aus dem Leib, um zu zeigen was er drauf hat und dass er der richtige Mann für diesen Job ist. Wenn man bedenkt, dass er auch heute noch bei SAXON aktiv ist, war das wohl die richtige Entscheidung. Und auch hier darf das Solo auf der Gitarre nicht fehlen, was sich wie ein Roter Faden durchzieht.

Weitere Hits gefällig? „Midas Touch“ mit seinem mystischen Klang und dem instrumentalen Mittelteil oder das zum Klassiker avancierte „The Eagle Has Landed“, das auch heute noch ins Live-Repertoire gehört. Langsamer Beginn mit gefühlvollem Schlagzeugeinsatz, ehe nach fast zwei Minuten an Tempo aufgenommen wird und eine Minute später Biff großartig einsteigt. Würdiger Abschluss einer durchaus feinen Scheibe, die nicht ganz weiß wo sie hin will und vielleicht nicht die ganz großen Hits sein Eigen nennen darf, wenn man bedenkt was da sonst noch so war oder auch noch kommen mag.

www.saxon747.com

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Tracklist:
1. Power And The Glory
2. Redline
3. Warrior
4. Nightmare
5. This Town Rocks
6. Watching The Sky
7. Midas Touch
8. The Eagle Has Landed
9. Bonus Tracks: Make Em Rock
10. Turn Out The Lights
11. Stand Up And Rock
12. Power And The Glory
13. Saturday Night
14. Midas Touch
15. Nightmare
16. Redline
Gesamtspielzeit: 61:35

AndyVanHalen
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Beitrag vom 24.07.2018
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