DEVILDRIVER - Outlaws ´Till The End, Vol.1
Label: Napalm Records
Ich war schon etwas irritiert, als DEVILDRIVER ankündigten, ein komplettes Country Album im DD Stlye veröffentlichen zu wollen. Nachdem die letzten drei Werke einfach nicht mehr an die Glanztaten der ersten Tage anschließen wollten, klingt das irgendwie nach verzweifeltem Schrei nach Aufmerksamkeit. Doch mit der Info, dass bei den ganzen Cover-Songs alter Haudegen auch Gastastars wie Randy Blythe (LAMB OF GOD), Wednesday 13 von seiner gleichnamigen Band oder Burton C. Bell (FEAR FACTORY) zu hören sein werden, war mein Interesse mehr als geweckt. Aber warum man sich die Männer nicht schon für ein reguläres Album holte, bleibt ein Rätsel. Aber seis drum, denn zum Thema passend geben sich auch nichtmetallische Stars wie Hank Williams III, Johnny Cashs Sohn John Carter Cash und seine Frau Ana Cristina Chash oder Lee Ving die Ehre.

Wem noch nicht klar war, dass es hier anders zugehen wird als auf allen anderen DD-Alben, der wird das sogleich auf „Country Heroes“ merken. Fette Riffs und drückende Rhythmen sowie einen angepissten Dez Fafara gibt´s aber auf jeden Fall. Dazu gesellen sich aber Country-Melodien und die eindringliche Stimme von Hank Williams III, dem Urheber des Songs, selbst. Dass DEVILDRIVER Cover können wissen wir Dank genialer Umsetzungen von „Sail“ oder „Black Soul Choir“, und so funktioniert auch dieser Song wunderbar. Bei „Whiskey River“ geben sich Dez und Randy ein starkes Duell, während rund um sie der Willie Nelson Klassiker durch den metallischen Fleischwolf gedreht wird und der EAGLES Track „Outlaw Man“ ist kaum wieder zu erkennen, aber definitiv spannend.

Dann kommt der wohl bekannteste Track des Albums, denn „Ghost Rider In The Sky“ wurde schon von niemand Geringerem als JOHNNY CASH gecover, stammt aber im Original von STAN JONES. Dennoch dürfen sein Nachkomme und dessen Frau hier mitsingen. Dadurch tönt der Track trotz metallischer Untermalung noch am nächsten am Original, macht aber mit galoppierender Rhythmik und den Screams von Dez auf jeden Fall auch am meisten Spaß. Tja und so geht es dann auch weiter. Country trifft auf NWOAHM und Thrash Metal, baut dabei immer wieder Gäste ein und zeigt eine gelungene Fusion aus Western Flair und DEVIDRILVER Chaos. Vor allem der Beitrag von Burton C. Bell auf „Dad´s Gonna Kill Me“ macht eine Menge Freude, aber auch das finale „The Ride“, bei dem der fast 70jährige Lee Ving mitsingt, hat seine starken Momente. Und natürlich durfte JOHNNY CASH Himself auch nicht fehlen, denn der darf das Intro von seinem Song „The Man Comes Around“ sprechen.

DEVILDRIVER haben hier ein mutiges Projekt angefangen und das recht erfolgreich. Die Songs sind wunderbar übernommen, die Gäste aus Metal und Country sind gekonnt eingesetzt und das Album macht eine Menge Freude. Eigentlich hätte mir auch „Ghostrider...“ auf einem regulären Album als Cover schon gereicht, aber „Outlaws ´Til The End, Vol.1“ ist stärker als erwartet und macht mit seinem Charme auch eine Menge Spaß. Aber für einen zweiten Teil, den der Titel schon indirekt ankündigt, können sich die Amis ruhig mehr Zeit nehmen und vorher wieder ein paar stärkere, reguläre Werke eintrümmern.

www.devildriver.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Country Heroes (HANK WILLIAMS III)
2. Whiskey River (WILLIE NELSON)
3. Outlaw Man (EAGLES)
4. Ghost Rider In The Sky (STAN JONES)
5. I´m The Only Hell (Mama Ever Raised) (JOHNNY PACHECK)
6. If Drinking Doesn´t Kill Me (Her Memory Will) (GEORGE JONES)
7. The Man Comes Around (JOHNNY CASH)
8. A Thousand Miles From Nowhere (DWIGHT YOAKAM)
9. Copperhead Road (STEVE EARLE)
10. Dad´s Gonna Kill Me (RICHARD THOMPSON)
11. A Country Boy Can Survive (HANK WILLIAMS JR.)
12. The Ride (DAVID ALLEN COE)
Gesamtspielzeit: 45:35

maxomer
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Beitrag vom 24.07.2018
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