BURY TOMORROW - Black Flame
Label: Music For Nations (Sony Music)
BURY TOMORROW sind zurück und leben nicht im Morgen, sondern wie gehabt im Gestern, das aber auf „Black Flame“ so gekonnt, dass man den Briten zu keiner Sekunde böse sein kann, denn das fünfte Werk knallt wieder gewaltig, geizt aber auch nicht mit Melodien, Eingängigkeit und Hymnen.

Aber keine Sorge, ganz auf der Stelle treten wollen BURY TOMORROW dann auch nicht und haben unter der Haube hier und da schon geschraubt. So startet man mit modernem Riffing, das auch neuere IN FLAMES nicht besser machen könnten, in das knackige „No Less Violent“, das einen guten Mix aus knackigem Melo-Death, Core und verspielten Synthie-Melodien liefert. Zudem weiß der wechselnde Gesang zwischen Shouter Daniel Winter-Bates und Jason Cameron, der zum Mitträllern einlädt, zu überzeugen. „Adrenaline“ geht da schon etwas rauer ran, baut etwas Djent ins Geschehen ein und geht einfach eine Spur flotter von der Hand, ehe man mit dem Titeltrack schon zu Beginn den größten Hitkandidaten abfeuert. Das liegt zum einen daran, dass der Song neben dem Groß an 3-Minütern sich etwas mehr Zeit nimmt und zum anderen, dass das Teil mit unverschämt einprägsamen Melodien und hymnischen Vocals bald süchtig macht. Dennoch wählte die Truppe den kürzesten und knackigsten Track „Knife Of Gold“ als Single. Da gibts auch sofort gut auf die Fresse, garniert mit wütenden Vocals, im Chorus wird´s aber dennoch wieder melodischer. Dafür kommt dann „Stormbringer“ mit heftiger Hardcore-Breitseite und im Verlauf auch einigen Breakdowns im Programm, während „Overcast“ mit dichter Atmosphäre und treibenden Melodien als eindringlicher Kontrast fungiert.

Abgesehen von den genannten Anspieltipps passt dazwischen eigentlich auch alles, denn BURY TOMORROW liefern hier einen Mix aus Melodic Death und Core, der Spaß macht und alles dabei hat, was man braucht um deftig zu moshen, mitzusingen oder sich abzureagieren. „Black Flame“ bietet somit genau das, was man von den Briten erwartet, modifiziert den Sound an einigen Ecken und Enden dezent und kann somit von Fans bedenkenlos geholt werden. Für das nächste Werk wäre etwas Mut zur Weiterentwicklung zwar wünschenswert, aber wenn BURY TOMORROW dieses Niveau halten können, braucht man sich um die Truppe definitiv keine Sorgen machen.

www.bury-tomorrow.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. No Less Violent
2. Adrenaline
3. Black Flame
4. My Revenge
5. More Than Mortal
6. Knife Of Gold
7. The Age
8. Stormbringer
9. Overcast
10. Peacekeeper
Gesamtspielzeit: 40:29

maxomer
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Beitrag vom 04.08.2018
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