BAEST - Danse Macabre
Label: Century Media
Nach nur einer Demo und einer EP einen Deal mit Century Media in der Tasche und schon gebucht auf großen Festivals wie dem Tuska in Finnland, dem Grimfest in Dänemark oder dem großartigen Summer Breeze, sowie Supportshow für HATEBREED oder ILLDISPOSED, ist schon eine gewaltige Leistung für eine Truppe aus dem Death Metal Bereich. Die neue Old-School Sensation hört auf den Namen BAEST, stammt aus Dänemark, nennt Großmächte wie DISMEMBER, BLOODBATH oder EMTOMBED als Einfluss und haut uns nun mit „Danse Macabre“ ein gewaltiges Debüt um die Ohren.

Schon die ersten Minuten sind gewaltig, denn „Crosswhore“ bricht zäh aber verdammt brutal über einem herein, so dass MORBID ANGEL nur neidisch auf die Dänen runterschauen können. Der US-Einschlag ist hier unverkennbar, doch im Riffing hört man auch die genannten schwedischen Ikonen deutlich heraus. Zwischendurch quietschen und flirren die Gitarren und Simon Olsen thront mit seiner infernalen und doch Ruhe ausstrahlenden Stimme über allem. „Hecatomb“ geht dann schon etwas heftiger nach vorne. Hier wird geknüppelt, was das Zeug hält, aber das mit Ziel und dem nötigen Gefühl. Überraschend wird´s dann aber zu Beginn vom Titeltrack, der mit ruhiger Akustik-Gitarre und knacksendem Lagerfeuer den Hörer kurz auf den Boden zurückholt, ehe die nächste Attacke über uns rollt. Coole Beats, etwas Groove und starkes Riffing dominieren im Verlauf des Tracks, und eigentlich sowieso auf dem ganzen Hassbatzen namens „Danse Macabre“. Ein weiteres Zwischenspiel nennt sich später „Ritual“, dient seinem Zweck, fällt aber eher unspektakulär aus.

Zwar nehmen BAEST auf ihrem Tanz mit dem Tod keine Gefangenen, weben aber immer wieder dezente Melodien, groovende Parts und minimale Spielereien ein, um einen gewissen Wiedererkennungseffekt zu garantieren, dabei aber stets den Old-School Faktor mit zeitlosem Death Metal synthetisieren. Drückende Blasts, heftige Knüppelorgien, doomig-zähe Riffs und das brutale Gegurgel von Simon sind und bleiben aber auf jeden Fall die markantesten Trademarks dieser neuen Hoffnung auf dem Sektor. Das zeigt auch das finale „Ego Te Absolvo“, das mit ein paar mehr Gitarrenspielereien und hypnotisierender Rhythmik an eine rohere Form von SEPTIC FLESH erinnert und das Album als weiteres Highlight souverän abschließt.

Schon auf der Show am Tuska wusste ich, dass uns mit BAEST etwas Besonderes erwartet und „Danse Macabre“ enttäuscht da zu keiner Sekunde. Kurzum: Death Metal wie er im Buche steht – da kann man schon ein Tänzchen oder gar einen Moshpit mit dem Totenreich wagen. Klare Empfehlung!

www.baestband.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Crosswhore
2. Hecateomb
3. Danse Macabre
4. Atra Mors
5. Messe Macabre
6. Ritual
7. Vortex
8. Ego Te Absolvo
Gesamtspielzeit: 33:50

maxomer
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Beitrag vom 17.08.2018
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