SIEGE OF POWER - Warning Blast
Label: Metal Blade
Aber hallo, da tun sich Leute von HAIL OF BULLETS, ASPHYX und AUTOPSY zusammen und benennen sich mit SIEGE OF POWER auch noch nach einem BOLT THROWER Klassiker. Erst letztes Jahr gegründet, feuern die Herren nun auch schon ihren „Warning Blast“ ab.

Genauer gesagt, sind es gleich 18 Schüsse, die hier rausgeballert werden. Kurz, knackig und verdammt Old-School gehen SIEGE OF POWER keine Kompromisse ein und nehmen auch keine Gefangenen, also von Warnschuss kann hier gar keine Rede sein. Die 18 Nummern, von denen 17 nicht mal über die 3-Minuten Marke kommen, grooven, ballern und klingen dermaßen nach 90er, dass man kaum glauben mag, dass das Teil erst jetzt entstanden ist. Mal darf auch etwas Thrash, mal etwas Punk und hier und da etwas Doom in den Sound der Supergroup einziehen, ansonsten wird straight drauf losgeschossen. Aber grooven kann das Teil auch, das möchte man kaum unerwähnt lassen. AUTOPSY Grunzer Chris Reifert klingt ebenfalls nach 90er und ist mit dezentem Hall in den Hintergrund gemischt, so wie es eben auch Truppen wie DEMOLITION HAMMER, VENOM und Co. damals gerne gemacht haben. Die Tracks gehen alle so locker von der Hand, trotz Melodienarmut auch gut ins Ohr und taugen sowohl zum Moshen als auch zum Headbangen, bis der Physiotherapeut kommt. Klar, hier ist nichts neu, kein großer Überhit zu finden oder gar eine Überraschung versteckt, aber die vier Männer machen ihr Ding mit Überzeugung und einer Kurzweile, dass man auf Innovation getrost pfeift. Einzig das finale „The Cold Room“, das ultrafies und extrem langsam aus den Boxen fließt, tanzt da etwas aus der Reihe, schließt mit seinen vier Minuten, das Album aber gekonnt ab.

Sicher könnten SIEGE OF POWER bei der Maße an 18 Songs etwas mehr Abwechslung liefern und der eine oder andere Hitkandidat wäre schon nett gewesen, aber da die Herren einfach mal eine so authentische Old-School Scheibe rausballern, sei das vorerst verziehen und wer weiß, was die Truppe für die Zukunft noch in der Hinterhand hat.

www.facebook.com/Siege-Of-Power-736348069884961


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Conquest For What?
2. For The Pain
3. Bulldozing Skulls
4. Born Into Hate
5. Torture Lab
6. Uglification
7. Trapped And Blinded
8. Diatribe
9. Warning Blast
10. Mushroom Cloud Altar
11. Lost And Insane
12. Bleeding
13. Escalation Til Extermination
14. Privileged Prick
15. Short Fuse
16. Violence In The Air
17. It Will Never Happen
18. The Cold Room
Gesamtspielzeit: 42:30

maxomer
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Beitrag vom 30.08.2018
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