KORPIKLAANI - Kulkija
Label: Nuclear Blast
Der Klan der Wildnis meldet sich musikalisch zurück und wer jetzt nur Bahnhof versteht, dem wird geholfen, denn auf Finnisch übersetzt bedeuten diese drei Worte kurz und schmerzlos KORPIKLAANI. Es ist nun schon Studioalbum Nummer 10 der emsigen Nordländer, die wohl keine Pause kennen und trägt den Titel „Kulkija“ was so viel wie Wanderer bedeutet.

Ein Blick auf das sehr gelungene Cover, das einen Blick auf einen Bauernhof zeigt von Künstler Jan Yrlund, der schon alle bisherigen Werke illustrierte und auch für die Kollegen von BATTLE BEAST und die Veteranen MANOWAR Hand anlegte, verrät, dass man sich diesmal voll und ganz dem traditionellen Folk widmete.

Wie gewohnt sind sämtliche Songs in der Landessprache von Sänger Jonne Järvelä gesungen und wer des Finnischen nicht mächtig ist und bisher von KORPIKLAANI noch nichts hörte, könnte vielleicht mit den 14 Songs so seine Probleme bekommen. Wer bisher Fan der Jungs war wird auch mit dem zehnten Teil seine Freude haben. Es wird gegröhlt, es werden allen möglichen Instrumente gespielt, es gibt Songs die wie „Aallon Alla“ mit eingängigem Fidel-Sound, die zum Schunkeln einladen oder „Kotikonnut“, das mit seinen fröhlichen Geigen sofort hängen bleibt und zum Mitsingen einlädt. Man kommt nicht umhin immer wieder Melodien oder Passagen herauszupicken, die einem sehr bekannt vorkommen, sei es aus heimischer Volksmusik oder anderen Quellen.

Wer es etwas leiser mag sollte bei „Pellervoinen“ reinhören, das auf Gesang komplett verzichtet und mit netter Jahrmarktmusik punktet. Den Abschluss macht „Tuttu On Tie“ mit seinem trägen Gesang und einer eher einschläfernden Melodie. Auch wenn man kein Wort versteht, KORPIKLAANI wissen wie man mit urigem Folk Rock gute Laune versprüht. Wer es nicht glaubt, braucht nur auf einem Festival in Europa vorbeischauen, an den Finnen kommt man einfach nicht vorbei, ob man sie nun mag oder verabscheut.

Live funktioniert diese Truppe ausgezeichnet, wenn man nur an ihre Hits wie „Vodka“, „Happy Little Boozer“ oder „Beer Beer“ denkt. Auf „Kulkija“ sind zwar solche Kracher nicht zu finden, aber wenn man den Musikern in Interviews Glauben schenkt, dann wollten die sechs Finnen das auch nicht, sondern einfach nur Musik aus ihrer Heimat in die Welt tragen. Ob das auch jeder so toll findet sei dahingestellt.

korpiklaani.com


4 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Neito
2. Korpikuusen Kyynel
3. Aallon Alla
4. Harmaja
5. Kotikonnut
6. Korppikalliota
7. Kallon Malja
8. Sillanrakentaja
9. Henkselipoika
10. Pellervoinen
11. Riemu
12. Kuin Korpi Nukkuva
13. Juomamaa
14. Tuttu On Tie
Gesamtspielzeit: 71:28

AndyVanHalen
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Beitrag vom 06.09.2018
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