BLOODBATH - The Arrow Of Satan Is Drawn
Label: Peaceville Records
BLOODBATH, die Supergroup unter den Death Metal Supergroups, ist beim fünften Werk angekommen und hat es in 20 Jahren Bandgeschichte zum ersten Mal geschafft einen Sänger für zwei Alben in Folge zu halten. Nick Holmes (PARADISE LOST) ist also nach wie vor Bestandteil der Truppe, bei der bekanntlich auch Mitglieder von KATATONIA, OPETH und seit neuestem auch CRAFT mitwirken. Per Eriksson (GHOST) verließ nämlich die Band im vergangen Jahr und wurde durch Joakim Karlsson ersetzt.

Ansonsten ist aber alles beim Alten und das heißt auch beim Besten! BLOODBATH machen mit „The Arrow Of Satan Is Drawn“ genau da weiter, wo sie bei „Grand Morbid Funeral“ vor gut vier Jahren aufgehört haben. Das heißt natürlich, dass hier bester und sägender Death Metal mit viel Geknüppel, aber einer enormen Präzision und tonnenschwerem Groove geboten bekommt. „Fleischmann“ zieht da auch sofort alle Register, denn Jonas Renske und Karlsson riffen sich heftig, aber mit immer wiederkehrenden, melodischen Unterton gewaltig durch die Tracks, die Rhythmiker drücken bedrohlich nach vorne und Holmes tobt sich am Micro gewaltig aus. Es scheint als hätten die Herren nach den vier Jahren Pause verdammt viel Lust und Spaß am neuen Material. Im bitterbösen „Bloodicide“ gibt es auch wieder einen schwarzmetallischen Unterton und vor allem den perfekten Spagat aus Aggression und Melodie, den BLOODBATH seit jeher gekonnt beherrschen. Auch im Tempo variiert man und die virtuosen Death Metal Soli gelten als Sahnehäubchen auf den starken Kompositionen. „Wayward Samaritan“ bietet dann mit starkem Schweden-Tod Riffing á la DISMEMBER, das auf kompromisslose BOLT THROWER Rhythmik trifft und auch einen Schuss Rock´n´Roll mitbringt. „Levitator“ kommt dann zunächst gewaltig zähflüssig daher, wird aber durch virtuoses Drumming und abgefahrene Beats von Martin Axenrot aufgelockert. Zu langsam? „Deader“ geht dann gewaltig ab mit messerscharfen Riffs und drückender Doublebass. Eine Seltenheit bei BLOODBATH, aber eine gelungene und willkommene Abwechslung. Auch das finale „Chainsaw Lullaby“, das einen epischen Unterton mit düsteren Melodien und etwas rockigeren Momenten verbindet, zeigt neue Facetten des britisch-schwedischen Gespanns und beendet das Werk souverän.

BLOODBATH sind und bleiben eine der stärksten Institutionen auf dem Sektor und enttäuschen zu keiner Sekunde. Der mit viel Groove, etwas Black Metal sowie gelegentlichem Rock´n´Roll aufgepeppte Death Metal, der auch die nötige Menge an Melodien mitbringt, ist nahe an der Perfektion und klingt überraschend frisch. „The Arrow Of Satan Is Drawn“ ist ein heißer Kandidat auf das Album des Jahres, zumindest im Death Metal Sektor.


www.bloodbath.biz


6.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Fleischmann
2. Bloodicide
3. Wayward Samaritan
4. Levitator
5. Deader
6. March Of The Crucifiers
7. Morbid Antichrist
8. Warhead Ritual
9. Only The Dead Survive
10. Chainsaw Lullaby
Gesamtspielzeit: 41:11

maxomer
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Beitrag vom 27.10.2018
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