ATREYU - In Our Wake
Label: Spinefarm
Lange, lange ist es her, dass ATREYU mit ihrem Album “The Curse” doch beachtliche Verkaufszahlen erzielten mit ihrer Mischung aus Metalcore und 80er Jahre Hardrock und Hairspray-Metal mit Hang zur cheesyiness. Damals waren sie noch auf dem Szenelabel Victory, welches ja inzwischen auch schon bessere Zeiten erlebt hat.

Auf den Folgealben schlug die Band dann musikalisch einen ähnlichen Weg wie Bands wie AVENGED SEVENFOLD oder WOVENWAR ein. Weg von der Härte hin zum breiten Publikum und rein ins Stadion. Bei ATREYU allerdings nur mit mäßigem Erfolg und so folgte 2011 die Auflösung der Band. 2014 formierte sich das Quintett erneut und veröffentlichte 2016 mit „Long Live“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Album von THE CHARIOT) das bis dato härtestes Album der Bandgeschichte.

Die wiedergewonnene Härte sollte aber nicht lange wären, so gibt man sich auf dem neuen Album „In Our Wake“ wieder sehr melodisch und experimentell, die Metalcoreanleihen wurden massiv zurückgeschraubt. Der Modern/Alternative Rock nimmt überraschend viel Raum ein und Sänger Alex Varkatzas, verzichtet großteils auf sein fieses Organ, und die cleanen Gesangsparts neben die Überhand, zwar gibt es vereinzelte Ausbrüche wie im titelgebenden Opener.

Aber zumeist findet sich hier härtere Alternative Rock zugeschnitten auf das amerikanische Publikum. Belanglos und austauschbar. Die Platte wird sich wohl gut verkaufen, musikalisch ist das aber eine sehr maue und langweilige Angelegenheit.



www.atreyuofficial.com/


3 von 7 Punkten

Tracklist:
1. In Our Wake
2. House Of Gold
3. The Time Is Now
4. Nothing Will Ever Change
5. Blind Deaf & Dumb
6. Terrified
7. Safety Pin
8. Into The Open
9. Paper Castle
10. No Control
11. Anger Left Behind
12. Super Hero
Gesamtspielzeit: 45:27

tsunemoto
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Beitrag vom 16.11.2018
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