DAYS OF JUPITER - Panoptical
Label: Metalville
Im vergangenen Jahr legten die mir bis dahin unbekannten Schweden von DAYS OF JUPITER mit „New Awakening“ einen – zumindest für mich – großartigen Überraschungshit hin. Gerade mal 18 Monate später legt das nordische Quartett mit dem vierten Werk „Panopitcal“ nach und wollen damit den Rückenwind ihres neuen Erwachens mitnehmen.

Erneut liefert man einen Mix aus Härte und Gefühl irgendwo zwischen amerikanischen Alternative Metal Truppen der Marke ALTER BRIDGE, POP EVIL, DISTURBED und FIVE FINGER DEATH PUNCH. Doch zunächst Verwunderung, denn während „We Will Never Die“ mit seinem genialen Refrain und dem Kinderchor als Opener letztes Jahr ein gewaltiges Ausrufezeichen setzte, beginnt man dieses Mal mit dem zwar hymnischen, aber erst später zündeten Emotionspaket „Swallow“, das zwischen melodischen Parts und Heavy Riffs abwechselt, überraschend schwermütig. Aber gut, lässt man den direkten Vergleich weg, dann ist der Song auf jeden Fall als solide zu bezeichnen. So auch weitere Hymnen wie das flottere „We All Die Young“, das schon schneller ins Ohr geht, aber auch hier gibt es einen ruhigen Klavierpart und ein paar emotionale Vocals von Jan Hilli, der sich generell wieder verdammt stimmgewaltig ins Zeug legt. Auch sonst wirkt „Panoptical“ schwermütiger und weniger befreit, als sein Vorgänger. Das kommt aber dem episch anmutenden und verdammt heavy tönenden „I Am Fuel“ zu gute.

Lässt man sich dann auf die weiteren Tracks ein und erwartet nicht diese lockeren Hits des Vorgängers, so wird man auch halbwegs belohnt, denn Hilli und ihre Jungs haben sich bemüht, hier ein etwas tiefgründigeres Werk, das aber doch seine Melodien, viel Groove und vor allem gelungene Refrains bringt, zu schaffen. Den gibt es nämlich auch in der nächsten und recht rockigen Hymne und Titeltrack „Panoptical“ bei dem sich auch die Melodien schnell ins Ohr graben. Danach geht man es auch etwas ruhiger an mit der wirklich intensiven Akustik-Ballade „Black Hole“ bei der sich Hilli nochmal gewaltig ins Zeug legt und eine etwas andere Seite zeigt. „Sons Of War“ ist dann genauso tiefgründig und dramatisch, wie der Titel vermuten lässt, wohingegen das finale „Thieves And Legends“ nochmal aufdreht und viel befreiter und fröhlicher tönt. Fast schon ein Gute Laune-Sommertrack.

DAYS OF JUPITER haben es sich selbst nicht einfach gemacht und anstatt auf Nummer Sicher zu gehen, ein düsteres Werk geschaffen, das aber doch die Trademarks in Form von Groove, Melodie und großen Refrains nicht aufgibt. Fans müssen vielleicht mit einer kleinen Eingewöhnungsphase rechnen und brauchen sich nicht die Hitdichte des starken Vorgängers erwarten. Schade, aber solide ist „Panoptical“ allemal.

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5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Swallow
2. We All Die Young
3. I Am Fuel
4. Why
5. Panoptical
6. Black Hole
7. Sons Of War
8. The End Will Begin Again
9. Edge Of Everything
10. Shallow Side
11. Nine Tons Of Lies
12. Thieves And Legends
Gesamtspielzeit: 52:22

maxomer
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Beitrag vom 16.11.2018
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