SUIDAKRA - Cimbric Yarns
Label: AFM Records
Auch wenn SUIDAKRA schon zahlreiche LineUp Änderungen hinnehmen mussten und es auch einige leichte Neuausrichtungen im Sound gab, hatte Gründer und Mastermind Arkadius Antonik die Band stets fest im Griff und nach dem überaus modernen „Signs For The Fallen“, dem folkigeren „Crógacht“ und dem bisher softesten Werk „Realms Of Odoric“, folgt mit „Cimbric Yarns“, dem 13ten Werk der Deutschen der wohl größte Einschnitt in 24 Jahren Bandgeschichte.

Trotz dieser Genreausreißer, war immer noch irgendwo ein aggressiver Black/Death Metal Sound mit Celtic Wurzeln in jedem Album erkennbar. Seine Leidenschaft für Soundtracks lebt Arkadius bisher mit seinem REALMS OF ODORIC Projekt, das auch Namensgeber für das letzte Werk aus, erweitert das aber nun insofern, dass er diese beiden Projekte/Bands vermischt. Somit ist „Cmibric Yarns“ ein Soundtrack-Akustik-„Metal“ Album, mit dem wohl kein Fan gerechnet hat.

Keine Shouts, keine Stromgitarren und auch sonst kaum Trademarks, der aggressiven Songs von SUIDAKRA sind hier zu finden. Die Truppe hatte zwar auf jedem Album schon Songs dieser Art und mit „The Ember Deid“, „And The Giants Dance..“ oder „A Runic“ Rhyme“ echt starke Akustik-Stücke geschaffen, „Cimbric Yarns“ ist jedoch durch sein Soundtrack-Flai opulenter ausgefallen und hat es als komplettes Album durchaus Schwer über die ganze Strecke zu überzeugen.

Akzeptiert man, dass es hier keinen Metal gibt, hat das 13te Album aber durchaus großartige Momente. Das theatralische „At Nine Light Night“ beispielsweise, oder auch das mittelalterliche „Serpentine Origins“. Arkadius hat sich für dieses Projekt auch Unterstützung aus seiner musikalischen Umgebung geholt und so darf hier Tina Stabel, die bei SUIDAKRA schon mitmischte ans Micro, aber auch Sascha Aßbach von seiner weiteren band FALL OF CARTAGHE, Matthias Zimmer (PERSONAL WAR) sowie Shir-Ran Yinon (CELLAR DARLIN) an der Violine und Catalina Popa (HAGGARD) an der Flöte mischen hier mit und sorgen für Atmosphäre.

Ob es nun klug war dieses Album mit dem SUIDAKRA Label zu veröffentlichen sei dahingestellt, da man Fans definitiv verwirren und spalten wird. Schlecht ist „Cimbric Yarns“ keinesfalls, doch nicht alle Songs erreichen die Qualität der genannten Akustik-Tracks aus vergangener Zeit und über die ganze Strecke, schleichen sich schon ein paar Längen ein. Fans des ruhigen Celtic/Folk könnten aber nun Gefallen an SUIDAKRA finden.

www.suidakra.de


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Echtra
2. Serpentine Origins
3. Ode To Arma
4. A Day And Forever
5. Black Dawn
6. At Nine Light Night
7. Snakehenge
8. Birth And Despair
9. Assault On Urlár
10. Caoine Cruác
Gesamtspielzeit: 39:38

maxomer
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Beitrag vom 01.12.2018
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