SINBREED - IV
Label: Massacre Records
Beim letzten Werk mussten SINBREED Gründer Flo Laurin (Ex-NEOSHINE) und Frederik Ehmke (BLIND GUARDIAN) den Abgang von Kollege Marcus Siepen kompensieren, was auf „Master Creator“ durchaus gelang, doch nun, drei Jahre später, müssen Fans auch noch auf Fronter Herbie Langhans (AVANTASIA, Ex-SEVENTH AVENUE) verzichten. Ob die Power Metaller mit dem niederländischen Neuzugang Nick Holleman und dem schlicht „IV“ betitelten Album noch bei alter Stärke sind, gilt es nun herauszufinden.

Der Einstieg ist schon mal geglückt, denn die UpTempo-Hymne „First Under The Sun“ macht dank knackiger Riffs, drückender Doublebass und wunderbaren Twin-Leads schon eine Menge Spaß. Aber nicht nur die Melodie geht gut ins Ohr, auch die Vocallines des erst 26-jährigen Fronters können sich hören lassen. Natürlich muss sich der Fan nun etwas umstellen, doch die an die 90er Jahre Power Metal Ära angelehnte Stimmlage passt ganz gut zum Sound des mittlerweile internationalen Gespanns. Auch der spanische Gitarrist Manuel Seoane (BURNING KINGDOM), der sich starke Riff- und Solo Duelle mit Flo Laurin leistet, soll nicht unerwähnt bleiben. Wirklich Neues liefert die Truppe zwar nicht, aber Fans des guten alten Power Metals bekommen die Vollbedienung, und das fast immer mit durchgedrücktem Gaspedal. „Wasted Trust“ nimmt zunächst das Tempo etwas raus, galoppiert aber in Maiden Marnier mit weiteren starken Gitarrenmelodien los, „Into The Arena“ experimentiert etwas mit den Rhythmen, bietet aber bekannte Chöre und ebenso den vertrauten Spielspaß von SINBREED. Eine weitere fette Doublebass-Hymne ist „Pale-Hearted“, das sofort zum Mitträllern einlädt und somit irgendwie an alte HELLOWEEN und BLIND GUARDIAN gemahnt. Auch „The Purge“ fällt trotz dem düsteren Titels in Happy Metal Gefilde, donnert aber ebnso wie alle vorherigen Tracks aus den Boxen. Außerdem versucht sich Nick hier an anderen Stimmlagen, was auch ganz gut gelingt.

Fans können beruhigt sein, denn auch wenn man sich nach Herbie etwas umgewöhnen muss, machen SINBREED genau da weiter, wo man mit „Master Creator“ aufgehört hat und liefert mit „IV“ ein verdammt starkes Stück Old-School Power Metal, das kein Bremspedal nötig hat und dennoch genug Abwechslung und Spannung bietet, um sich in der Szene weiterhin behaupten zu können. Das Teil macht einfach eine Menge Spaß!

sinbreed.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Under The Sun
2. Falling Down
3. Wasted Trust
4. Into The Arena
5. Pale-hearted
6. Final Call
7. The Purge
8. Pride Strikes
9. At Least I Am
10. Through The Fire
Gesamtspielzeit: 48:23

maxomer
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Beitrag vom 05.12.2018
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