CURRENTS - I Let The Devil In
Label: Sharptone Records
Mitte 2017 meldeten sich die technisch hochversierten CURRENTS im Metalcore-Sektor lautstark zu Wort. Abseits von ausgetretenen Pfaden überraschten die Amis mit einem düsteren, emotionalen Ansatz ohne jeglichen Kitsch und gingen mit „The Place I Feel Safest“ unter die Haut. Doch die Jungs aus Connecticut ruhen sich nicht auf den Lorbeeren ihres Zweitlings aus, sondern legen mit der EP „I Let The Devil In“ sogleich nach.

Zwar bleiben sich die CURRENTS treu und liefern genau das, was man nach diesem starken Album erwartet, doch schon im Opener und Single „Into Despair“ spürt man, dass man noch weiter gewachsen ist. Die Truppe schafft es, traditionelle Elemente mit modernen und atmosphärischen zu etwas ganz Eigenen zu kombinieren. Nach ein paar melancholischen Momenten mit Keys und Synthies, donnert sogleich eine Blastbeat-Welle über uns herein und Fronter Brian Wille schreit seine Wut, Trauer und Verzweiflung sowohl mit Growls als auch clean heraus, während uns die traurigen Melodien weiter begleiten. Da kommt „My Disguise“ gleich eine Schippe wütender, aber auch relativ melodisch aus den Boxen gedonnert. Vielleicht erreicht man mit dem catchy Refrain nicht ganz die Intensität des Openers, doch man zeigt auch hier Emotion und gewissen Mut zur Vielseitigkeit. Dass man etwas weniger vertrackt und djentig als noch auf „The Place I Feel Safest“ zu Werke geht, steht schon von Beginn an außer Frage, und so ist „To Feel Empty“ mit seinen Power-Balladen Parts der wohl zugänglichste Song. Dennoch können die Gitarristen Chris Wiseman und Ryan Castaldi ihr Können immer wieder unter Beweis stellen. Aber nicht nur die beiden Herren sind Meister ihres Fachs, denn die Band harmoniert für eine noch so junge Truppe gewaltig und beweist ein unvergleichliches Gefühl für Songstrukturen ohne die Melodien jemals außer Acht zu lassen. Skandinavischen Melo-Death gibt es zunächst in „The Rope“, ehe man wieder in Core-Gefilde abdriftet, die sich bald mit verträumten, ruhigen Parts abwechseln. Und in „Forever Marked“ kommen Mathcore-Fans dann doch noch auf ihre Kosten. Hier wird gewaltig an der Djent-Schraube gedreht und dementsprechend gibt´s auch richtig fein von allen Seiten auf die Zwölf. Tiefe Growls harmonieren mit Screams bis es im Refrain dank cleaner Vocals und geradlinigeren Strukturen etwas entspannter wird.

Verdammt, so dürfen die CURRENTS gerne weitermachen. Das letzte Album ist gerade mal eineinhalb Jahre alt und schon ist die Lust auf einen weiteren Output dank dieser unheimlich starken EP mehr als geschürt. Außerdem wollen wir das live sehen, scheiße nochmal!

www.facebook.com/CurrentsCT

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Tracklist:
1. Into Despair
2. My Disguise
3. To Feel Empty
4. The Rope
5. Forever Marked
Gesamtspielzeit: 19:20

maxomer
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Beitrag vom 29.12.2018
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