BILLY BIO - Feed The Fire
Label: AFM Records
Bei einem Städtetrip in die slowenische Hauptstadt Ljubljana kam ich zur Gelegenheit nicht nur LIFE OF AGONY mit einem fulminanten Auftritt erleben zu dürfen, sondern auch einen bestgelaunten Billy Graziadei, der mit seinem ersten Soloprojekt BILLY BIO, eine tighte wie unterhaltsame Liveshow runterzureißen.

Neben Songs seiner Stammband den New York Hardcore Urgesteinen BIOHAZARD brachte er damals auch schon so einiges an neuen Material unter die Leute. Nun liegt das Album mit dem martialischen Titel „Feed The Fire“ vor. Und BILLY BIO besinnt sich im Gegensatz zu seinem – eher mauen - Crossoverprojekt POWERFLO auf seine musikalischen Stärken und schlägt in eine musikalisch ähnliche Kerbe wie schon zu Zeiten seiner größten Erfolge.

Zwar ist er schon wie damals nicht immer gerade subtil unterwegs und geht mit viel Pathos ans Werk, macht das aber mit seiner fast kindlichen Begeisterung und viel Power wieder wett. So stört man sich nur wenig an abgedroschenen Phrasen wie „No Apologies, No Regrets“ oder „Freedom´s Never Free“. Musikalisch gibt es da punkig angehauchten Oldschool-Hardcore, gepaart mit seinen einprägsamen Gekeife und natürlichen dürfen die obligatorischen Gangshouts und Rap-Passagen auch nicht fehlen. Aber alles in allem machen die 37 Minuten Spaß, hier gibt es solide Kost auf gutem Niveau. Zwar kommt Billy beweitem nicht an die derzeitigen Outputs anderer New York Hardore Bands wie SICK OF IT ALL oder MADBALL heran, die auch musikalisch doch um einiges spannender unterwegs sind, dennoch aber ist dies ein launiges Album, das nicht nur Billy Graziadei offensichtlich viel Spaß macht sondern dies auch bei dem Hörer auslöst.

Bleibt zu hoffen, dass er bald auch auf Headlinertour nach Europa kommt und man ihn in seinem Element auf der Bühne erleben kann, denn seit ihn sein Sohn auf die Idee gebracht hat live mit einem Headset zuspielen, gibt es auf der Bühne erst recht kein Halten mehr.

billybio.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Freedom’s Never Free
2. Feed The Fire
3. No Apologies, No Regrets
4. Generation Z
5. Sick And Tired
6. Remedy
7. Sodality
8. Rise And Slay
9. Stfu
10. Trepidation
11. Untruth
12. Enemy
13. Disaffected World
Gesamtspielzeit: 37:01

tsunemoto
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Beitrag vom 30.12.2018
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