ARRAYAN PATH - Archegonoi
Label: Pitch Black Records
ARRAYAN PATH aus Zypern sind nun schon bei ihrem siebten Werk angekommen und lassen nichts anbrennen. Erst im letzten Jahr erschien (das von mir verpasste) „Dawn Of Aquarius“ und noch ein Jahr davor das doch sehr solide „Chronicles Of Light“, und dennoch ist „Archegonoi“ ein umfangreiches Doppel-Album geworden.

Weiterhin gibt es von den Zyprioten bombastischen, teils pathetischen Power Metal, der auch mit orientalischen Elementen nicht geizt und auf hymnische Gesänge setzt. So lässt sich „Weaving The Web Of Destiny“ in seinen sieben Minuten gut Zeit, doch spätestens im mehrstimmigen Refrain, der an so manch Metal Oper erinnert, geht der Track gut ins Ohr. Vor Pathos darf man wirklich keine Angst haben, denn darauf setzt man mit sprichwörtlichen Fanfaren und auch Nicholas Leptos gibt sich mit seinen Chören mächtig Mühe, eine dicke Portion Kitsch aufzutragen. Doch Fans von RHAPSODY und Co. werden das definitiv zu schätzen wissen. „Rod Of Ascelpius“ ist zumindest in der Strophe zunächst reduzierter und dem True Metal zugetan, doch im Chorus wird es wieder bombastisch. Wer auf flottere Kost steht, muss sich mit kurzen Einschüben bei dem einen oder anderen Track trösten, ehe es mit dem wieder sehr dem Orient zugetanenen „The Words Of Menelaus“ weiter geht und man in Sachen Pathos einen weiteren Klimax erreicht. So stampft man sich vorrangig durch die erste Disc und setzt auf dicke Chöre und orientalische Bombast-Melodien. Und man startet überraschend flott und spannend mit der Hymne „Lion Of Amphipolis“ in die zweite Hälfte. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch das gefällige, etwas düstere „Eastern Sands“, während „King Of Argos“ auf Klavier und getragenen Gesang setzt, ehe „Thermopylae“ wieder auf Bombast und Chöre setzt.

Anhand der Titelnamen kann man auch erahnen, dass man hier ein episches Konzept in der Hinterhand hat. Ob das nun mitschuld daran sein mag, dass die doch eigentlich sehr soliden Kompositionen oftmals Längen aufweisen und man viel zu selten aufs Gaspedal tritt, vermag ich nicht zu urteilen. Nur hätte man das Album durchaus auch auf nur eine Disc runterkürzen und weniger um den heißen brei rumsingen können. So bleibt ein gutes, aber doch ausbaufähiges Werk der Herren aus Zypern.

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4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Weaving The Web Of Destiny
2. Rod Of Asclepius
3. Seven Against Thebes
4. Sins Of Pandora
5. The Words Of Menelaus
6. Bellerophon (Forte By the Blacksmith)
7. Thisbe´s Blooded Veil
8. Lions Of Amphipolis
9. Blood Of The Sphinx
10. Nemesis
11. Eastern Sands
12. Where The Hydra Hides
13. King Of Argos
14. Thermopylae 480 BC
Gesamtspielzeit: 83:57

maxomer
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Beitrag vom 02.01.2019
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