DOOMINA - Orenda
Label: Noise Appeal Records
Die Instrumental Post-Rocker DOOMINA sind mit ihrem vierten Album und den neun sich darauf befindenden Klangwelten zurück und wollen reifer, lauter und stärker denn je sein.

Lauter ist ein relativer Begriff, denn die Deutschen wissen genau: in der Ruhe liegt die Kraft. So sind die oftmals sehr emotionalen und atmosphärisch sehr dichten Kompositionen zunächst ruhige Klangwelten, die sich immer weiter steigern und meist wieder zu ihrem Ursprung finden, damit sich der Kreis schließt. „Orenda“ soll „Die Kraft die alle Lebewesen, Geister und Elemente verbindet“ darstellen und zeigt das Quartett fokussiert, abwechslungsreich und stärker denn je. Nicht viele Bands schaffen es, den Hörer ganz ohne Gesang so mühelos bei der Stange zu halten. Durch den Verzicht auf Vocals kann man aber auch zusätzlich in diese sehr unterschiedlichen Klangwelten eintauchen und sich dort mühelos verirren für diese gute Stunde die uns DOOMINA hier kredenzen.

Musikalisch kann man DOOMINA wirklich nur schwer einordnen, der irreführende Bandname hat natürlich nichts mit dem Sound zu tun, denn die schlicht Post-Rock betitelte Richtung lässt sich kaum in eine Schublade stecken. Progressive Klangwelten, die vom Riffing her irgendwo zwischen düsterem Rock und Metal einzuordnen sind, treffen auf bedrohliche Keyboards und Synthies und werden von großen Emotionen unterstrichen. Und auch wenn die Songs oftmals in unterschiedliche Richtungen gehen und auch in der Länge zwischen knackigen zwei und epischen zehn Minuten schwanken, so haben sie das auf jeden Fall alle gemein.

Wer die Vorgänger kennt und liebt wird sich „Orenda“ sowieso heim holen. Wer mit Alben ohne Gesang nichts anfange kann, wird seine Meinung nicht ändern, doch wer sich gerne von aufwändigen Klangwelten fesseln lässt, dem sei eine absolute Empfehlung ausgesprochen.

doomina.bandcamp.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Sonett
2. Soyuz II
3. Synaesthesia
4. I, Barbarian
5. Tiny Danza
6. The Thing With Feathers
7. The Voynich Manuscript
8. Limerence
9. Farnsworth Paradox
Gesamtspielzeit: 56:10

maxomer
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Beitrag vom 07.01.2019
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