ELECTRIC ACID - Trouperspheare
Label: Spacewolf Records
Da kündigen ELECTRIC ACID mit ihrem Drittling „Trouperspheare“ an, dass sich hier Musiker aus den Bereichen Classic Rock, Metal, Blues Reggae, Southern Rock und Hard Rock zusammengefunden haben, und nutzen das einfach nicht. Nicht, dass die deutschen Classic Rocker nichts zu bieten hätten, doch irgendwie enttäuscht es schon im Opener, dass man nichts von dieser Ankündigung im Sound wiederfindet.

Um die typischen Genreeinflüsse wie DEEP PURPLE, URIAH HEEP und LED ZEPPELIN kommt man leider zu keiner Sekunde herum und Bands aus dieser Richtung gibt es ja auch schon wie Sand am Meer, vor allem wenn man an Granaten wie AVATARIUM oder KADAVAR denkt, dann weiß man, dass die Latte in dem Genre verdammt hoch liegt.

Aber genug gejammert, denn die female-gefronteten ELECTRIC ACID verstehen durchaus ihr Handwerk. Ein gute Stimme, die aber selten richtig aus sich heraus geht, führt gekonnt durchs oftmals psychedelische und mit allen 70s Rock ausgestatteten Kniffen, die stets die genannten Bands zitieren, diese aber auch in das Hier und Jetzt transferieren, überzeugen dann doch. Aber vor allem das ausgefallene und ebenfalls sehr virtuose Keyboard, oder besser gesagt die Orgel, ist dann sowieso Trumpf der Truppe und macht einfach am meisten Spaß. Und auch wenn man oft mal gut nach vorne rockt, schwebt über „Troupersheare“ stets ein leicht düsterer Grundton, der zusätzlich für Atmosphäre sorgt.

ELECTRIC ACID sind eine weitere sehr starke Classic Rock Band, die durch starkes Songwriting, virtuoses Spiel und das Beherrschen aller Tricks des 70s Rock Lehrbuchs, besticht; nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ob man sich in Zukunft mit den genannten Größen messen kann bleibt aber noch abzuwarten. „Trouperspheare“ ist jedenfalls schon mal eine gute Grundlage für die Zukunft... oder Vergangenheit?!

www.electric-acid.de


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Hemingways Wild War Zone
2. That´s Gettin Me Down
3. Behind The Scenes
4. Memphis
5. Unison
6. The Story
7. One Pill
8. Locked Inside
Gesamtspielzeit: 44:24

maxomer
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Beitrag vom 14.01.2019
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