A PALE HORSE NAMED DEATH - When The World Becomes Undone
Label: SPV (Long Branch)
Mit A PALE HORSE NAMED DEATH trat Sal Abruscato das Erbe von TYPE O NEGATIVE an und erhielt bei den ersten beiden, sehr starken Alben den Spirit der Band irgendwie im Hintergrund und erschuf mit seinem apokalyptischen Sound eine doch irgendwie ganz eigene Atmosphäre. Nachdem sich Sal aber erst mal Zeit für die LIFE OF AGONY Reunion nahm, war gar nicht so klar, wie es denn mit dem fahlen Pferd weitergehen sollte. Doch kürzlich fragte der Mastermind auf Facebook, ob denn noch Interesse bestehe und die Reaktionen der Fans waren überwältigend. Da ließ sich Mister Abruscato natürlich nicht lange bitten und liefert uns jetzt fast sechs Jahre nach „Lay My Soul To Waste“ das dritte Werk mit dem düsteren Titel „When The World Becomes Undone“.

An seiner Seite ist nach wie vor Eric Morgan (SEVEN WITCHES), neu im Reigen oder zumindest zum ersten Mal mit im Studio sind Eddie Heedles, Johnny Kelly, der bereits von TYPE O NEGATIVE aber auch DANZIG, BLACK LABEL SOCIETY und KILL DEVIL HILL bekannt sein sollte und Joe Taylor (CYLCE OF PAIN).

Da Sal die Band selbst fest in der Hand hat, sollte man glauben, dass sich auch nach sechs Jahren nicht viel geändert haben sollte, wie man schon am Artwork, dem Titel und auch dem düsteren, aber recht unscheinbaren Intro glauben mag. Und der Titeltrack hält auch gleich was er verspricht. Filigrane Melodien vom Piano, die ruhige Stimme von Sal und bald setzt eine hypnotische Rhythmik im Stakato ein, ehe man mit grandiosem TYPE-O Refrain punktet. Die apokalyptische Stimmung ist natürlich allgegenwärtig. Doch schon mit „Love The Ones You Hate“ merkt man, dass er beim Ausbuddeln von APHND auch den Grunge, der sich nun zum Doom und Gothic gesellt, freigelegt hat. Der Track schreit so dermaßen nach NIRVANA oder ALICE IN CHAINS, was trotz der diversen Elemente in den Vorgängern, doch überrascht, aber definitiv auch gefällt. Und so schwanken die Horses im weiteren Verlauf irgendwo zwischen den Grunge-Größen, TYPE O NEGATIVE, was sich oftmals in der düsteren Stimmung, der hypnotisierenden, sich wiederholenden Rhythmik und diversen Vocallines niederschlägt und eben den eigenen Trademarks, die man sich in den nun gut neun Jahren erarbeitet hat. Die Mischung funktioniert auf jeden Fall, doch gefallen Tracks wie der Titeltrack oder das 7-minütige Monster „Dreams Of The End“, die vor allem von der Weltuntergangsstimmung und der bedrückenden Atmosphäre leben doch am besten. Hier kommen nämlich diese zarten Melodien am besten zur Geltung und Sal kann ebenfalls mit fragiler Stimme punkten. Aber auch das ebenfalls sehr hypnotische „Vultures“ kann mit treibenden Rhythmen und hoher Intensität als Anspieltipp genannt werden.

„When The World Becomes Undone“ überrascht zunächst mit seinem großen Grunge-Einschlag, steht aber seinen Vorgängern in Sachen bedrückender Atmosphäre, starken Melodien und hypnotischer Wirkung eigentlich in nichts nach. Vielleicht schreiben A PALE HORSE NAMED DEATH nicht so große Hits wie TYPE O NEGATIVE oder NIRVANA es taten, doch auf jeden Fall durchgehend starke Alben, die zum Eintauchen und Abdriften einladen.

www.apalehorsenameddeath.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. As It Begins
2. When The World Becomes Undone
3. Love The Ones You Hate
4. Fell In My Hole
5. Succumbing To The Event Horizon
6. Vultures
7. End Of Days
8. The Woods
9. We All Break Down
10. Lay With The Wicked
11. Splinters
12. Dream Of The End
13. Closure
Gesamtspielzeit: 61:59

maxomer
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Beitrag vom 18.01.2019
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