CARNAL FORGE - Gun To Mouth Salvation
Label: Vicisolum Records
Ganze zwölf Jahre sind die Schweden von CARNAL FORGE in der Versenkung verschwunden, doch jetzt blasen die Nordmänner mit neuem Sänger und neuem Album „Gun To Mout Salvation“ zum siebten Angriff, und der hat es in sich!

Vielleicht kennen manche die Band noch von ihren Glanztaten rund um die Jahrtausendwende, oder auch den Querelen mit CHILDREN OF BODOM, die sich über den Titel „Aren´t You Dead Yet?“ beschwerten, weil dieser dem eigenen „Are You Dead Yet?“ zu sehr ähnelte. Doch das ist Schnee von gestern, denn heute wird wieder geballert.

Die Schweden bezeichnen sich als „the most hard-hitting thrash band from sweden“, wobei ich nur bedingt zustimmen kann, weil zum einen die Konkurrenz mittlerweile groß ist, und zum anderen viele weitere Genres in den Sound von CARNAL FORGE spielen. Das wären zum einen der gute alte Göteborg Melodic Death irgendwo zwischen frühen IN FLAMES, aber auch AT THE GATES, DISMEMBER oder THE CROWN. Außerdem scheuen die Herren auch vor dezent modernen Einflüssen nicht zurück. So lässt der neue Brüllwürfel, der seinem Vorgänger an Stimmvolumen und fiesen Vocallines in nichts nachsteht, auch mal ein paar cleane Vocals im Hintergrund ab und im Riffing von Gründer und Mastermind Jari Kuuisto, der in der Zwischenzeit mit LEECH aktiv war, sowie Petri Kuusto gibt es so einige raffinierte Melodien und Spielereien. Dennoch dürfen die Thrash-Attacken, die wüsten Beats von Lawrence Dinamarca (Ex-NIGHTRAGE, MANTICORA, LOCK VOSTOK) nicht außer Acht gelassen werden. Kontrast bieten dagegen ein paar kurze Verschnaufpausen, die effektiv und manchmal sogar um für Atmosphäre zu sorgen, genutzt werden, wie man im düsteren, etwas an ARCH ENEMY erinnernden „Reforged“ gut nachhören kann.

Die elf Hassbatzen gehend somit hauptsächlich flott nach vorne, machen kaum Gefangene und walzen alles kurz und klein, das aber mit gewissem Bedacht und vor allem jahrelanger Erfahrung der Truppe. Man glaubt bei den dynamischen Brechern kaum, dass die Truppe zwölf Jahre inaktiv war. Man höre nur Hymnen wie „Aftermath“ und „King Chaos“, Granaten wie „Parasites“ und „Hellride“ oder das Highspeed-Geschoss „Endless War“.

CARNAL FORGE sind zurück – und wie! Die Herren haben nichts verlernt und mit dem bisher unbekannten Tommie Wahlberg einen wahnsinnig talentierten und vielseitigen Brüllmeister gefunden. Uneingeschränkte Empfehlung für Fans des Death/Thrash aus Skandinavien.

www.carnalforge.se


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Parasites
2. Reforged
3. Aftermath
4. Endless War
5. King Chaos
6. The Order
7. Hellride
8. State Of Pain
9. Sin Feast Paradise
10. The Stench
Gesamtspielzeit: 47:20

maxomer
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Beitrag vom 22.01.2019
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