ALL GOOD THINGS - Machines
Label: Superpop Co.
Eigentlich bereits 2017 erschienen, soll das Album „Machines“ von den Amis ALL GOOD THINGS mit einer Deluxe Edition, die von neun auf satte 13 Songs aufgeblasen wurde und nun auch in Europa erhältlich wird, erneut Wellen schlagen. Die Truppe soll ein kleines Internet-Phänomen sein und auf Spotify und Co. so ziemlich alles abräumen. Das liegt womöglich daran, dass viele zukünftige Fans, schon den einen oder anderen Track unwissentlich gehört und sogar verinnerlicht hat, steuerten die Dame und Heren aus Los Angeles nämlich bereits Soundtracks zu Wrestling-Stars, Games wie Battlefield und auch in diversen Serien bei.

Musikalisch gibt es echten amerikanischen Alternative Metal, der aber viel auf Effekthascherei aus ist und somit gerne in Plastic-Pop-Metal Gefilde der Marke SKILLET abdriftet, aber auch ein poppige Version von 5FDP kann aufgrund der sehr amerikansichen Themen und Artworks genannt werden. Ansonsten fallen bald noch DISTURBED und POP EVIL ein. Eigentlich gar keine so schlechte Basis und die Jungs und Mädel verstehen absolut ihre Instrumente und wissen wie man die richtigen Knöpfe beim Hörer drückt. Opulente Stadion Rock-Hymnen treffen auf Metal-Riffs, abwechslungsreichen Gesang und viel Platz zum Mitsingen. In Tracks wie dem Synthie-Monster „For The Glory“ oder dem mit opulenten Streichinstrumenten ausgestatteten „Beginning Of The End“ gibt es eine Menge Kitsch, der aber doch irgendwie gefällt. Ansonsten treffen meist heavy rockende Riffs auf moderne Elemente wie Synthies und poppige Refrains, die stets unverschämt gut ins Ohr gehen. Fronter Dan Murphy hat aber auf jeden Fall ein passendes Organ, eine breite Palette an Stimmen zu bieten und kann durchaus auch mal die Sau rauslassen, wenn es sein muss. Natürlich fehlt da auch ein Schuss New Metal, der manchmal an alte LINKIN PARK und eben auch SKILLET erinnert, nicht.

Für Abwechslung ist auch gesorgt, denn neben dem Stadion Rock, Alternativ- und New Metal sowie den Streichern, gibt es mit „Born Ready“ auch etwas Country Flair, mit „What Have I Become“ eine gelungene Power-Ballade und das fast schon thrashige „Decimator“, die zeigen, dass die Truppe aus verschiedenen Welten kommt, spielten doch einige schon als Musiker für AVRIL LAVIGNE, RINGO STARR, ORIANTHI, IAN GILLAN oder BRITNEY SPEARS bzw. schrieben Songs oder produzierten selbige für diese Künstler.

Ich bin ähnlich wie schon mal bei SKILLET hin und her gerissen. Einerseits wirkt vieles von ALL GOOD THINGS aufgesetzt und nach Effekthascherei, doch die Tracks funktionieren, machen Spaß und erzielen doch irgendwie ihre Wirkung. Somit könnte man ALL GOOD THINGS wohl als die Dieter Bohlen des Metal bezeichnen. Wer mit einer der genannten Bands etwas anfangen kann, sollte jedenfalls vorsichtig ein Ohr riskieren.

allgoodthings.la


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Machines
2. For The Glory
3. Break Through This Wall
4. Beginning Of The End
5. Burn It Up
6. Relentlress
7. Born Ready
8. What Have I Become
9. Never Die
10. Four Letter Words
11. Decimator
12. We Shall Overcome
13. End Of The World
Gesamtspielzeit:

maxomer
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Beitrag vom 07.02.2019
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