BEAST IN BLACK - From Hell With Love
Label: Nuclear Blast
Anton Kabanen zog sich nach seiner Trennung von BATTLE BEAST erstmal zurück, holte aber mit BATTLE BEAST´s „Berserker“ Ende 2017 zum gelungene Rundumschlag aus. Die finnische Truppe mit griechischem Sänger vereinte die Stärken von Kabanen, die wir eben von BATTLE BEAST kannten, mit frischen Vibes und einem wirklich talentierten und variablen Sänger namens Yannis Papdopoulos. Doch die Jungs ruhen sich nicht auf ihrem Erfolg aus, sondern setzen schon jetzt mit dem zweiten Streich „From Hell With Love“ nach.

Ansich haben BEAST IN BLACK ihren grundsätzlichen Sound beibehalten. Immer noch trifft eingängiger Power Metal voller Melodien, Keys und Synthies auf 80er Synthie-Pop, nur verschob man das Augenmerk nun etwas weiter auf den zweitgenannten Einfluss. Herausgekommen ist dabei ein wirklich unterhaltsames und abwechslungsreiches Stück Heavy Metal. Klar, die 80er Synthie-Pop Nummern, die damals vor allem in Filmen und Serien als Soundtrack zur Verwendung kamen, kann man nicht ewig auslutschen, doch die Finnen wissen hier wie man diesen eigenwilligen Stil mit fetten Heavy Metal Riffs und Rhythmen kombiniert.

Zunächst geht man dahingehend noch etwas zaghaft ans Werk, denn auch wenn „Cry Out For A Hero“ bereits gut ins Ohr geht und zum Mitsingen einlädt, hätten straighte Heavy Metal Banger noch auf früheren Werken von Anton mühelos Platz gefunden, doch der Titeltrack startet ähnlich wie damals „Touch In The Night“ schon mit typischen Synthesizern und Disco-Rhythmen, doch Yannis weiß seine Stimme perfekt einzusetzen und schon bald trällert man auch hier mit und freut sich auf Live-Umsetzungen. Auch „Sweet True Lies“ gefällt, wenn es auch wie eine zahmere Version von „Crazy Mad Insane“ wirkt. So wechselt man zwischen den Genres etwas hin und her, erinnert im bombastischen „Repentless“ stark an frühe SABATON, zeigt bei „Die By The Blade“, das mit vielen elektronischen Spielereien ausgestattet ist, ein breites Stimmspektrum und drückt beim hymnischen „Unlimited Sin“ gewaltig auf die Kitschdrüse. „Oceandeep“ überrascht dann als durchaus ernste Ballade, die unter die Haut geht, während man mit „True Believer“ seinen ganz eigenen 80s Soundtrack geschaffen hat. Wüsste ich es nicht besser, hätte ich gewettet, dass es sich hier um ein Cover von SURVIVOR oder ähnlichem handelt. „This Is War“ nimmt sich dann weit ernster mit True Metal Rhythmen und starkem Refrain und auch das flotte „No Surrender“ wartet nur auf sein Live-Debüt. Aber einen 80er Klassiker hat man sich dann doch noch vorgenommen, nämlich ROBERT TREPPERs „No Easy Way Out“, den ältere Semester mit der „Rocky“-Reihe verbinden werden.

BEAST IN BLACK werden sicher weiterhin polarisieren, denn während den einen der eingängige und mit Klischees vollgepackte Sound zum Feiern und live zum Abgehen animieren wird, kann das Material Puristen mit seiner Packung Kitsch und den vielen Synthies durchaus abschrecken. Fakt ist jedoch, dass das Material von „From Hell With Love“ Spaß macht und verdammt gut umgesetzt ist. So kann man sich auf fette Live-Partys mit den Finnen freuen.

de-de.facebook.com/beastinblackofficial


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Cry Out For A Her
2. From Hell With Love
3. Sweet True Lies
4. Repentless
5. Die By The Blade
6. Oceandeep
7. Unlimited Sin
8. True Believer
9. This Is War
10. Heart Of Steel
11. No Surrender
Gesamtspielzeit: 43:20

maxomer
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Beitrag vom 09.02.2019
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