LEGION OF THE DAMNED - Slaves Of The Shadow Realm
Label: Napalm Records
Fast fünf Jahre war nun Funkstille im niederländischen Hause LEGION OF THE DAMNED, doch dafür gibt es jetzt mit „Slaves Of The Shadow Realm” wieder so richtig aufs Fressbrett. Und wer die Band kennt, und dessen Kracher wie „Cult Of The Dead“ oder „Sons Of The Jackal“ sein Eigen nennt, sollte eigentlich keinen Zweifel daran haben, dass auch beim sechsten regulären Werk („Feel The Blade“ war ja ein Re-Release eines noch unter dem Namen OCCULT veröffentlichten Albums) alles dort ist, wo es hingehört.

So sägen sich die verdammt heftigen Death/Thrash Brecher einmal mehr in Mark und Bein, ballern was das Zeug hält und kommen trotz fetter Produktion schön rotzig und roh aus den Boxen. Vielleicht könnte Maurice Swinkels bei seinen fiesen Vocals hier und da mal etwas mehr Akzente setzen, und Abwechslung gab es in seiner Arbeit auch schon mehr, doch das gleicht Twan van Geel mit seinen messerscharfen Riffs und ganz dezent eingestreuten Melodien sowieso mühelos aus. Erik Fleuren und Harold Gielen sorgen zudem für mächtig Druck. Aber LEGION OF THE DAMNED wären heute nicht da, wo sie sind, wenn sie nicht auch neben fiesem Geknüppel für dichte Atmosphäre, apokalyptische Death/Thrash Sounds und einen gewissen Gänsehaut-Faktor sorgen könnten. Und das tut schon der Opener „The Widows Breed“ ganz famos, während Titel wie „Warhounds Of Hades“ oder „Priest Hunt“ schon vor der ersten Note versprechen, dass sich dieses Konzept durch das ganze Album ziehen wird. Gerade der zuletzt genannte Stampfer unterstreicht das nochmal mit bedrohlichem Intro und ein paar dezenten Chören im Refrain. Dagegen hackt aber „Palace Of Sin“ durchgehend alles kurz und klein. Etwas überraschend mögen vielleicht die zerbrechlichen Piano-Spielereien zu Beginn von „Shadow Realm Of The Demonic Mind“ sein, doch spätestens wenn erneut die fetten Riffs und die bitterbösen Vocals einsetzen, sind wir wieder mitten in der Legion der Verdammten.

In „Slaves Of The Shadow Realm“ ist wieder alles drin, was wir uns von LEGION OF THE DAMNED wünschen, und sogar eine Spur mehr. Vielleicht mag der Wow-Effekt alter Glanztaten nicht mehr ganz so groß sein, doch dank einiger kleiner Experimente, und der Kombination aus kompromisslosem Death/Thrash und dichter Atmosphäre, sind die Niederländer einmal mehr über jeden Zweifel erhaben. Ein Death Metal Brett, wie es im Buche steht.

www.legionofthedamned.net


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Widows Breed
2. Nocturnal Commando
3. Charnel Confession
4. Slaves Of The Southern Cross
5. Warhounds Of Hades
6. Black Banners In Flames
7. Shadow Realm Of The Demonic Mind
8. Palace Of Sin
9. Dark Coronation
Gesamtspielzeit: 38:08

maxomer
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Beitrag vom 26.02.2019
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