WHEEL - Moving Backwards
Label: Odyssey Music
Nach zwei grandiosen EPs der finnisch-britischen Kooperation WHEEL, war ein Label-Deal natürlich nicht fern, und auch das nun vor uns liegende Debüt „Moving Backwards“ ließ nicht allzu lange auf sich warten, und so läuft das Rad nun in voller Länge und qualitativ nicht minder stark, als auf den beiden genannten Veröffentlichungen.

Auch dieses Mal stehen vor allem TOOL, aber auch RADIOHEAD, LEPROUS oder ALICE IN CHAINS Pate, doch muss einmal mehr erwähnt werden, dass sich die Herren rund um James Lacelles nur ein paar Trademarks der Truppen geborgt haben, und daraus ihren ganz eigenen Sound kreieren. Zwar finden sich auf „Moving Backwards“ durchaus kompakte Songs, und WHEEL arbeiten zielgerichtet, auf typische Strukturen verzichtet man aber bewusst, und wagt sich auch mehrmals an die 10-Minuten Grenze, und das mit „Wheel“, „Tyrant“ und „Lacking“ auf jeden Fall auch sehr erfolgreich. Dennoch waren es das wütende „Up The Chains“, das mit gelungenen Kontrasten im Bereich des Grunge und Post-Rock spielt, und das verdammt groovende „Vultures“, die zuerst meine Aufmerksamkeit ganz wecken konnten. Dennoch haben die progigen Langnummern es verdient, ihnen die nötige Zeit zu geben, um sich zu entfalten. Mit starken Riffs, zerbrechlichen Melodien, melancholischen Momenten und ein paar wütenden Ausbrüchen, haben diese nämlich so einiges zu bieten, und offenbaren immer mehr Details, die von den wirklich versierten Instrumentalisten hier eingebaut wurden. Starke, virtuose, aber doch präzise Beats treffen hier auf wummernden Bass und kreative Gitarrenarbeit. Dazu weiß James immer die richtigen Vocals zu liefern. Egal ob ruhig, zerbrechlich, ob hochemotional oder einfach nur stinksauer, der Mann weiß was er zu tun hat. Auch das instrumentale „Skeletons“, das verhältnismäßig eher ruhiger daherkommt, aber auch den Mix an Rock und Metal mitliefert, und das finale „Lacking“, das zunächst ruhig schwelgt, gegen Ende dann aber nochmal richtig aufdreht, sollten nicht unerwähnt bleiben, denn hier bekommen Fans der genannten Truppen auf jeden Fall ihre Vollbedienung.

Das Fazit erzählt euch am besten Mastermind James selber, denn der trifft den Nagel hier perfekt auf den Kopf: „Ich denke wir haben, anstatt auf das nächste TOOL Album zu warten, einfach direkt selbst geschrieben, was wir gerne hören wollten!“

www.wheel.band


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Vultures
2. Wheel
3. Tyrant
4. Up The Chain
5. Skeletons
6. Where The Pieces Lie
7. Lacking
Gesamtspielzeit: 50:00

maxomer
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Beitrag vom 26.02.2019
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