TRONOS - Celestial Mechanics
Label: Century Media
Mit TRONOS gibt es nun die stilistisch wohl überraschendste Extreme Metal Supergroup der letzten Jahre. Nicht nur, dass das Trio bestehend aus NAPALM DEATH Klampfer Shane Embury, Produzenten-Verteran Russ Russel und SOILWORK Trommler Dirk Verbeuren auf den ersten Blick zusammengewürfelt erscheint, auch der Sound des Debüts „Celestial Mechanics“ mag so gar nicht zu den drei Herren passen, haut mich aber dennoch ziemlich schnell aus den Socken.

Shane und Russ spielen ja auch in ABSOLUT POWER zusammen und überlegten schon lange folgendes: “For years, whenever we were together on the road or in the studio, we often had late night conversations about making music that was dark and apocalyptic but also contrastingly fragile and ambient, encompassing the different moods of music that we both love...”

So tönt der Sound von TRONOS grob gesagt wie ein wuchtiger Bastard aus heftigem Sludge der Marke MASTODON, verrückten Prog von DEVIN TOWNSEND und apokalyptischer Atmosphäre irgendwo zwischen Death und Black Metal der apokalyptischen Art. TRONOS kennen kaum Grenzen und lassen in ihre hochatmosphärischen Nummern auch Streicher, Keyboards, (sakrale) Chöre, cleanen- und weiblichen Gesang einfließen. Easy listening ist das keinesfalls, und dennoch schaffen es die Amis mit ihrem hypnotischen Sound und den dichten Ambient-Soundcollagen schnell in den Bann zu ziehen und bieten trotz Tracks die immer mal wieder über die 6-Minuten gehen, stets den berühmten Roten Faden. Dennoch ist „Celestical Mechanics“ stets heavy und fies, wie Elemente wie dämonische Vocals im Opener „Walking Among The Dead Things“, heftige Attacken in “Judas Cradle” oder alles niederwalzende und markerschütternde Riffs in „A Treaty With Reality“ unter Beweis stellen. Außergewöhnliche Rhythmen, ein leichter SciFi Einschlag und viele weiter Kniffe machen dieses Werk schon jetzt einzigartig und gewagt, doch wenn man dem Erstling dieser Zusammenarbeit seine Zeit gibt, wird man defnitiv belohnt, denn man merkt nicht nur das Talent und die Erfahrung der Musiker, sondern auch, dass man sich hier ein durchdachtes Konzept, sowohl musikalisch, als auch lyrisch zurechtgelegt hat.

TRONOS mögen einige Anläufe benötigen und ihre Death- und Grind-Wurzeln durch einen gewaltigen Sludge-, Ambient und experimentierfreudigen Fleischwolf drehen, doch das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen und sollte live gewaltig für Furore sorgen. Wer auf apokalyptischen Extreme Metal steht, der wird mit dieser Supergroup eine wahre Freude haben.

Abschließen möchte ich das Review mit Russ´ Worten: “It’s birth, life, death, rebirth. The universal cycle, the extension of mankind, the end of days, trapped in unending nightmares, tears of joy, fear, hatred and sorrow. Essentially, although we as a race on this planet are truly fucked, there is hope in Utopia... an unheard whisperin space... ‘Everything is gonna be OK...“

www.facebook.com/Tronos666


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Walking Among The Dead Things
2. Judas Cradle
3. The Ancient Deceit
4. The Past Will Wither And Die
5. A Treaty With Reality
6. Voyeurs Of Nature´s Tragedy
7. Birth Womb
8. Premonition
9. Beyond The Stream Of Conciousness
10. Johnny Blade
Gesamtspielzeit: 49:30

maxomer
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Beitrag vom 10.04.2019
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