BRYMIR - Wings Of Fire
Label: Out Of Line
Hinter den bisher nicht sonderlich bekannten Finnen BRYMIR, versteckt sich Joona Björkroth, der sich als Ersatz für Anton Kabanen bei BATTLE BEAST in den letzten Jahren einen Namen machen konnte. Rekrutiert wurde er von seinem Bruder und Keyboarder Janner, der aber dieses Jahr sich von der Band zurückzog. Nichts desto trotz liefern die Herren aus Helsinki mit ihrem dritten Werk nun ein Album, das ihnen international einen gewaltigen Boost verschaffen könnte.

Schon am Opener hört man, dass man einst mit ENSIFERUM Coversongs die ersten Schritte wagte. Doch seit der Gründung 2006 hat sich so einiges getan und so steht „Wings Of Fire“ für einen Mix aus Power Metal, Melodic Death, Folk und eine Menge Bombast, das aber stets mit der nordischen Kühle, die man von finnischen Truppen dieser Art gewohnt ist. Hier treffen Aggression von CHILDREN OF BODOM, auf Epik á la WINTERSUN oder NORTHER und werden vermengt mit Elementen, die an STRATOVARIUS aber auch eben ENSIFERUM erinnern. Und das funktioniert wunderbar. Die raue Stimme von Viktor Gullichsen fügt sich dabei wunderbar in den abwechslungsreichen Sound und wird immer mal wieder von mehr oder weniger pompösen Chören begleitet. Dazu kommen viele kleine Spielereien vom Keyboard oder aus dem Synthesizer. Dennoch geht die Mucke von BRYMIR stets gut nach vorne und hält das Tempo stets recht hoch. Melodiefeuerwerke wie der Titeltrack oder „Hails From The Edge“ sind da ein wahre Freude für Fans der finnischen Klänge. Dramatik gepaart mit Extreme Metal Orchestrierung der Marke SEPTICFLESH trifft auf heftige Death Metal Riffs und Grunts, die wir von MORBID ANGEL kennen, gibt es im grandiosen „Sphere Of Halcyion“ ebenso wie furiose Soli. Das kommt das klassische Melodic Death Metal Stück „And So We Age“ im direkten Vergleich fast angenehm daher, geht dafür aber sehr gut ins Ohr und geizt auch nicht mit Bombast. Highspeed-Kost gibt´s in Form vom Death Metal meets Melodic Metal Brecher „Starportal“ und „Vanquish Of The Night“ bedient sich der Dramaturgie von DIMMU BORGIR, ehe „Chasing The Skyline“ nochmal für Atmosphäre sorgt und im Laufe des Tracks so ziemlich alle wichtigen Trademarks der Finnen nochmal aufgreift.

„Wings Of Fire“ ist eine großartige Achterbahnfahrt durch verschiedenste Genres, die Björkroth hier wunderbar zu einem großen Ganzen vermengen konnte. Von Death und Black Metal über Power Metal bis hin zum bombastischem Symphonic Metal ist hier alles vertreten und harmoniert einfach perfekt, ohne den Hörer je zu überfordern oder gar zu erschlagen. Fans der genannten Truppen sollte alle auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Eine große Überraschung in diesem noch jungen Jahr.

www.brymir.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Gloria In Regum
2. Wings Of Fire
3. Ride On
4. Sphere Of Halcyon
5. And So We Age
6. Hails From The Edge
7. Starportal
8. Vanquish
9. Lament Of The Ravenous
10. Chasing The Skyline
Gesamtspielzeit: 43:30

maxomer
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Beitrag vom 17.04.2019
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