PARAGON - Controlled Damage
Label: Massacre Records
Auch wenn es hier und da etwas länger dauert, PARAGON liefern immer überaus solide Werke ab, die Fans zufriedenstellen und vor Teutonen-Stahl nur so triefen, und da macht auch das nunmehr zwölfte Werk „Controlled Demolition“, das nach einer Wartezeit von gut drei Jahren, alle Anforderungen an die Band erfüllt.

Heavy Metal mit viel Kraft, etwas Pathos und vor allem hymnischen Refrains, der den Kollegen von ACCEPT, GRAVE DIGGER oder REBELLION eigentlich in nichts nach steht, das sind PARAGON seit jeher. Zwar gab es einmal mehr Besetzungswechsel, jedoch wurde mit Günter Kruse ein altbekanntes Gesicht, das bereits von 2003 bis 2009 mitmischte, zurückgeholt. Urgestein und Mitbegründer Martin Christian, der für den Vorgänger zurückkehrte, ist aber schon wieder nicht mehr mit von der Partie. Am Sound hat sich dennoch kaum etwas gravierend verändert, denn immer noch thront Andreas Babuschkin über den Songs, die Riffs von Kruse und Bertram braten mit bekanntem Bandsound und für Abwechslung ist auch gesorgt. Da wären zum Beispiel der Groover „Mean Machine“, das flotte Geballer mit „Reborn“, „Timeless Souls“ schielt in Richtung US-Metal und mit „Deathlines“ auch ein überlanger und somit leicht episch angehauchter Track mit von der Partie. Aber PARAGON haben sich auch etwas mehr getraut als zuletzt und lassen somit mehr Speed- und Thrash Metal Elemente zu, bieten als Kontrast aber auch True Metal Passagen, ruhigere Akustik-Parts und somit auch den bereits erwähnten Pathos etwas verstärkter als zuvor. Dazu gesellen sich aber auch verspielte Melodien, furiose Soli und weitere Spielereien, die „Controlled Demolition“ stets spannend halten. Ähnlich wie schon bei „Screenslaves“ widmen sich die deutschen textlich wieder dystopischen Themen, die man aber auch in unsere Zeit transportieren kann, wie dem Wunsch nach ewigem Leben, dem Ende der Welt oder auch Überbevölkerung.

Dass man zudem auch IRON SAVIOR und somit einen leicht modernen Vibe hier und da heraushört ist aber auch kein Zufall, denn am Mix und Mastering war niemand geringeres als deren Mastermind Piet Sielck beteiligt.

Kurz gesagt liefern PARAGON genau das, was man von ihnen erwartet, das auf hohem Niveau, mit genügend Abwechslung und mit allen Trademarks, die man von der Band mag und liebt. Fans können bedenkenlos zugreifen und wer auf guten Stahl Made in Germany steht, ebenso.

paragon-metal.com


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Controlled Demolition
2. Reborn
3. Abattoir
4. Mean Machine
5. Deathlines
6. Musangwe (B.K.F.)
7. Timeless Souls
8. Blackbell
9. The Enemy Within
10. Black Widow
11. ...Of Blood And Gore
Gesamtspielzeit: 50:11

maxomer
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Beitrag vom 30.04.2019
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